Johann Strauss – Wiener Bonbons

Johann Strauss – Wiener Bonbons
Johann Strauss Junior

Johann Strauss Junior

Johann Baptist Strauss (Sohn) war ein österreichischer Kapellmeister und Komponist.Obwohl der Name «Strauss» in modernen Nachschlagewerken häufig mit «ß» zu finden ist, schrieb Strauss selbst seinen Namen immer mit «ss» in der Schreibweise «Strauſs» mit langem und rundem «s». Seine Familie nannte Johann Strauss Schani (abgeleitet vom Französischen «Jean» für Johann).

Die Familie stammt aus dem Raum Wien-Niederösterreich. Sein Vater Johann Strauss sah für ihn ursprünglich eine Laufbahn als Beamter vor, doch seine Mutter, die alles daran setzte, mit der Unterstützung ihres Sohnes Rache für die Untreue ihres Gatten zu nehmen, ermöglichte Johann junior ein Musikstudium beim Basslehrer Hofmann. Trotzdem kam es bald darauf zum endgültigen Bruch mit seinen Eltern, und er begann, Konzerte zu geben. Schon sein erster Auftritt im Casino Dommayer (15. Oktober 1844) war ein Riesenerfolg. Tourneen führten ihn durch ganz Europa und Nordamerika. Nach dem Tod seines Vaters 1849 übernahm er dessen Orchester. Da er für die Revolutionäre des Jahres 1848 einige Werke komponiert hatte (z. B. Freiheitslieder-Walzer), war er bei Hof trotz seiner Popularität in Ungnade gefallen und wurde deshalb erst 1863 zum k.k. Hofball-Musikdirektor ernannt, d. h. er leitete alle Hofbälle. Er tat dieses bis 1871, als er selbst um die Enthebung von diesem Posten ansuchte. Dieses wurde auch genehmigt, gleichzeitig wurde ihm der Franz-Joseph-Orden verliehen. Nachfolger wurde sein Bruder Eduard Strauss.

Bis zu diesem Zeitpunkt komponierte Strauss nur Tanzmusik, was seinen Ruf als Walzerkönig begründete. 1864 traf er mit Jacques Offenbach zusammen, der ihn zur Komposition von Operetten anregte, die Strauss aber selbst immer als Komische Oper bezeichnete.

Am 10. Februar 1871 hatte dann seine erste Operette, Indigo und die 40 Räuber im Theater an der Wien Premiere. Ebenfalls an diesem Theater fand die Uraufführung seiner erfolgreichsten und der wahrscheinlich bekanntesten Operette überhaupt, Die Fledermaus, am 5. April 1874, statt. Diese Operette wurde 1894 auch in das Repertoire der Hofoper (heute Wiener Staatsoper) aufgenommen und ist die einzige Operette, die dort noch gespielt wird.

Damit galt Strauss auch als Begründer der goldenen Ära der Wiener Operette.

Es folgten eine Reihe weiterer Operettenpremieren, darunter Der lustige Krieg und Eine Nacht in Venedig. 1876 erhielt er die Genehmigung zum Bau eines Wohnhauses (die sogenannten Strauss-Palais). Anlässlich seines vierzigjährigen Künstlerjubiläums im Jahre 1884, das er wieder beim Dommayer feierte, wurde ihm das Wiener Bürgerrecht verliehen.

1885 war Premiere des Zigeunerbarons mit Alexander Girardi in der Hauptrolle, darauf folgten einige heute eher weniger bekannte Operetten. Seine letzte Operette Die Göttin der Vernunft vollendete er nur, weil er sich vertraglich u. a. gegenüber Alexandrine von Schönerer zu der Komposition verpflichtet hatte. Da er das Libretto von Alfred Maria Willner ablehnte, distanzierte er sich von der Oper und erschien nicht einmal zur Premiere am 13. März 1897, die wiederum im Theater an der Wien stattfand. Sein Werk Wiener Blut, das seine Uraufführung erst nach seinem Tod 1899 im Carltheater erlebte, war von Strauss nicht mehr als Operette konzipiert worden; es handelt sich dabei um bekannte Strauss-Melodien früherer Jahre, die der Kapellmeister Adolf Müller junior neu zusammengestellt hatte.

Strauss komponierte rund zwanzig Operetten, fünfhundert Walzer, Polken und Quadrillen, ein Ballett (Aschenbrödel) sowie eine Oper (Ritter Pasmán). In Wien erinnern zahlreiche Denkmäler und Gedenktafeln an ihn. Der Walzer An der schönen blauen Donau (bekannter unter dem Titel Donauwalzer) wurde so etwas wie eine inoffizielle Hymne Wiens und Österreichs.

Strauss war insgesamt dreimal verheiratet. Seine erste Ehefrau Henriette, geborene Chalupetzky, auch bekannt als Jetty Treffz, starb 1878. Schon wenige Wochen später heiratete er die Schauspielerin Angelika Dittrich, die ihn 1882 verliess. Im selben Jahr wurde die Ehe „von Tisch und Bett“ geschieden; eine Trennung dem Bande nach war nicht möglich, da in Österreich das katholische Eherecht auch im bürgerlich-rechtlichen Bereich galt. Um erneut heiraten zu können (diesmal Adele, geborene Deutsch, verwitwete Strauss, 1856–1930), musste Strauss die österreichische Staatsbürgerschaft aufgeben, Bürger des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha und wie seine jüdische Braut evangelisch werden. Im Jahr 1887 löste Herzog Ernst II. − entsprechend dem im Herzogtum geltenden Eherecht – die Ehe mit Angelika Dittrich auf, und Strauss heiratete im selben Jahr in Coburg Adele Strauss. Alle drei Ehen blieben kinderlos.

Johann Strauss starb am 3. Juni 1899 in Wien an einer Lungenentzündung, beigesetzt ist er in einem Ehrengrab (Gruppe 32A, Nr. 27) auf dem Wiener Zentralfriedhof. Sein Denkmal im Wiener Stadtpark stammt von Edmund Hellmer. Quelle: Wikipedia

Wiener Bonbons

Feuerwerksmusik – Georg Friedrich Händel

Feuerwerksmusik – Georg Friedrich Händel
Georg Friedrich Händel

Georg Friedrich Händel

Die Wassermusik von Georg Friedrich Händel (1685–1759) wird zumeist in drei Suiten (HWV 348, 349 und 350) unterschiedlichen Charakters und unterschiedlicher Besetzung gegliedert. Mit einer Lustfahrt des englischen Königs Georg I. am 17. Juli 1717 auf der Themse lässt sich nur die zweite Suite dokumentarisch in Verbindung bringen. Das Orchester fuhr auf eigenen Booten hinter der königlichen Barke her. Georg I. zeigte sich von der Musik derart angetan, dass er das Werk und einzelne Stücke daraus mehrfach wiederholen liess. Die Aufführung der beiden anderen Suiten lässt sich nicht genau datieren.

Die Reihenfolge der Stücke ist nicht genau überliefert. Tatsächlich erschien die erste komplette Ausgabe der Partitur erst 1743 (als Bearbeitung für Klavier). Dies lässt den Interpreten viel Spielraum bei der Aufführung dieses Werks. So werden die Suiten II (D-Dur) und III (G-Dur) zuweilen auch zu einer zusammengefasst.

Die Suite Nr. 1 in F-Dur besticht durch ihre im französischen Stil gehaltene Ouvertüre, durch lebhafte Tänze und langsame Elemente. Die Suite Nr. 3 ist sehr intim gehalten, während die zweite Suite vom Einsatz mehrerer Trompeten lebt.

Händels Wassermusik ist als Freiluftmusik geschrieben. Das bedeutete, dass ein stark besetztes Orchester gebraucht wurde. Zeitzeugen sprachen von einem Orchester mit fünfzig Musikern. Trompeten als sehr starke Instrumente waren da natürlich gefragt. Unter diesen Umständen betrachtet ist der immer wiederkehrende Kontrast zwischen Hörnern und Trompeten kein Kontrast zwischen laut und leise, sondern ein Kontrast der verschiedenen Klangfarben. Kaum vorstellbar ist, dass ein Cembalo bei der Aufführung auf der Themse mitgespielt hat. Ein Zeitzeuge erwähnte ein Orchester mit Trompeten, Hörnern, Oboen, Fagotten, Querflöten, Violinen und Bässen (Violoncelli und Kontrabässe). Oft kommen noch Pauken, die in der Partitur nicht notiert sind, zur Verwendung.

Bericht der Daily Courant vom 19. Juli 1717

«Am Mittwoch abend, ungefähr um acht, begab sich der König in einem offenen Schiff auf eine Bootsfahrt… und fuhr, von vielen anderen, mit Standespersonen besetzten Booten, begleitet, flussauf nach Chelsea. Ein Schiff der Stadtgilde trug die Musiker, die über 50 Instrumente jeglicher Art verfügten. Sie spielten die ganze Zeit die schönsten, besonders für diese Lustfahrt von Mr. Händel komponierten Sinfonien, welche Seiner Majestät derart gefielen, dass sie auf dem Hin- und Herweg dreimal wiederholt werden mussten.» Quelle: Wikipedia

Feuerwerksmusik

Wassermusik – Georg Friedrich Händel

Wassermusik – Georg Friedrich Händel
Georg Friedrich Händel

Georg Friedrich Händel

Die Wassermusik von Georg Friedrich Händel (1685–1759) wird zumeist in drei Suiten (HWV 348, 349 und 350) unterschiedlichen Charakters und unterschiedlicher Besetzung gegliedert. Mit einer Lustfahrt des englischen Königs Georg I. am 17. Juli 1717 auf der Themse lässt sich nur die zweite Suite dokumentarisch in Verbindung bringen. Das Orchester fuhr auf eigenen Booten hinter der königlichen Barke her. Georg I. zeigte sich von der Musik derart angetan, dass er das Werk und einzelne Stücke daraus mehrfach wiederholen liess. Die Aufführung der beiden anderen Suiten lässt sich nicht genau datieren.

Die Reihenfolge der Stücke ist nicht genau überliefert. Tatsächlich erschien die erste komplette Ausgabe der Partitur erst 1743 (als Bearbeitung für Klavier). Dies lässt den Interpreten viel Spielraum bei der Aufführung dieses Werks. So werden die Suiten II (D-Dur) und III (G-Dur) zuweilen auch zu einer zusammengefasst.

Die Suite Nr. 1 in F-Dur, die wir Ihnen als Download zur Verfügung stellen, besticht durch ihre im französischen Stil gehaltene Ouvertüre, durch lebhafte Tänze und langsame Elemente. Die Suite Nr. 3 ist sehr intim gehalten, während die zweite Suite vom Einsatz mehrerer Trompeten lebt.

Orchesterbesetzung

Zwei Flöten, zwei Oboen, Fagott, zwei Hörner, zwei Trompeten, zwei Solo-Violinen, Streicher. Beachten Sie, dass bei der vorliegenden Aufführung auf authentischen Instrumenten der damaligen Zeit gespielt wird.

Händels Wassermusik ist als Freiluftmusik geschrieben. Das bedeutete, dass ein stark besetztes Orchester gebraucht wurde. Zeitzeugen sprachen von einem Orchester mit fünfzig Musikern. Trompeten als sehr starke Instrumente waren da natürlich gefragt. Unter diesen Umständen betrachtet ist der immer wiederkehrende Kontrast zwischen Hörnern und Trompeten kein Kontrast zwischen laut und leise, sondern ein Kontrast der verschiedenen Klangfarben. Kaum vorstellbar ist, dass ein Cembalo bei der Aufführung auf der Themse mitgespielt hat. Ein Zeitzeuge erwähnte ein Orchester mit Trompeten, Hörnern, Oboen, Fagotten, Querflöten, Violinen und Bässen (Violoncelli und Kontrabässe). Oft kommen noch Pauken, die in der Partitur nicht notiert sind, zur Verwendung.

Bericht der Daily Courant vom 19. Juli 1717

«Am Mittwoch abend, ungefähr um acht, begab sich der König in einem offenen Schiff auf eine Bootsfahrt… und fuhr, von vielen anderen, mit Standespersonen besetzten Booten, begleitet, flussauf nach Chelsea. Ein Schiff der Stadtgilde trug die Musiker, die über 50 Instrumente jeglicher Art verfügten. Sie spielten die ganze Zeit die schönsten, besonders für diese Lustfahrt von Mr. Händel komponierten Sinfonien, welche Seiner Majestät derart gefielen, dass sie auf dem Hin- und Herweg dreimal wiederholt werden mussten.» Quelle: Wikipedia

Wassermusik

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