Aarauer Rüeblimärt

Im Normalfall wird ein Rüebli gegessen.

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Immer am ersten Mittwoch, vom November, steigt in der Aarauer Altstadt (mit Zentrum am Graben) der traditionelle Rüeblimärt, welcher mittlerweile auch eine grosse wirtschaftliche und kulturelle. Bedeutung hat. Ab 7.30 Uhr ist die Aargauer Hauptstadt zumindest für einen Tag die absolute Schweizer Rüeblimetropole. Oder: Genauso wie der Ziebelemärit zu Bern gehört, ist Aarau ohne den jährlichen Rüeblimärt schlicht und ergreifend unvorstellbar.

Jedes Jahr melden sich gegen 140 Marktfahrer für den Rüeblimärt an. Dies ist ein eindrücklicher Beweis dafür, wie beliebt der besagte Event auch bei den Marktfahrern von Nah und Fern ist.

Die am Marktag lange vor Tagesanbruch mit viel Liebe zum Detail aufgebauten und gestalteten Stände laden zum Bummeln, Flanieren Verweilen und nicht zuletzt auch zum Kaufen ein. Wie in den Vorjahren hat der Veranstalter, der von Walter Käser aus Untererlinsbach präsidierte Verein "Aargauer Rüeblimärt Aarau", darauf geachtet, dass das Rüebli (in welcher Variation auch immer!) an seinem "Ehrentag" die eindeutige Hauptrolle spielt. Aber auch zahlreiche andere - vorwiegend landwirtschaftliche - Erzeugnisse wie Dörrfrüchte, Eingemachtes, Honig, Eier und Geräuchertes werden aufgefahren. Backwaren, Tee, Bastelarbeiten, allerhand Kunsthandwerk, Kleider und was auch immer vervollständigen die breite Angebotspalette. Kurz: es ist alles da, was einen Markt erst so richtig interessant macht.

Selbstverständlich hat der immer wieder interessante Spaziergang vorbei an den Markständen des Rüeblimärts auch kulinarisch einiges zu bieten. Es lohnt sich allemal, wenn man mit leerem Magen an den besagten Anlass kommt. Wer beim Flanieren hungrig oder durstig wird, muss nicht lange suchen, bis er sich verpflegen kann. Auch viele Aarauer Restaurants lehnen an diesem Tag ihr Angebot an den Rüeblimarkt an.

Die Legende vom Rüeblimärt

Ungefähr 25 Jahre ist es her - niemand weiss es mehr so genau -, da trafen sich ein paar Aargauer im Restaurant Affenkasten zu einem Glas Bier. Sie diskutierten am Stammtisch über dieses und jenes - wahrscheinlich auch über den alljährlich im Spätherbst stattfindenden Zibelemärit in Bern. Was den Bernern die Zwiebeln, sind den Aargauern die Rüebli. Nicht umsonst trägt der Aargau den Spitznamen «Rüebli-Kanton». Irgendeiner in der bierseligen Runde stellte die Frage in den Raum, weshalb man im Aargau nicht auch einen so lebendigen Markt organisieren könne wie in Bern.

Im Jahr darauf erlebte die Bieridee ihre erste Umsetzung. Der Rüeblimärt wurde mit bescheidenen Mitteln auf die Beine gestellt, der Anlass ohne grossen Werbeaufwand publik gemacht. An ca. 30 einfachen Ständen boten Aargauer jede Sorte Rüebli an, dazu anderes Gemüse, Trockenfrüchte, Trockenblumen und Dekorationsartikel. Das Publikumsinteresse war derart gross, dass die Stände bereits um 11 Uhr leer gekauft waren. Niemand hatte mit einem solchen Erfolg gerechnet.

Quelle: Aarauer Rüeblimärt

Fotos: ZVG Aarauer Rüeblimärt

1.11.2017

Im Aargau sind zwöi Liebi