Amt für Verbraucherschutz veröffentlicht Jahresbericht 2017

Alda Breitenmoser, Leiterin des Amts für Verbraucherschutz

Das Jahr 2017 bescherte uns zahlreiche ausserordentliche Ereignisse.

Alda Breitenmoser, Leiterin des Amts für Verbraucherschutz

Kanton Aargau

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Bild ZVG Kanton Aargau

Das kantonale Amt für Verbraucherschutz (AVS) veröffentlicht den jährlichen Bericht mit Informationen über seine Tätigkeit sowie den Ergebnissen seiner Kontrollen in den Bereichen Lebensmittel, Veterinärdienst und Chemiesicherheit. Auffallend: hohe Allergenbelastung von Kebap- und Hackfleischprodukten, Mängel bei der Lagerung von Lebensmitteln und Beanstandungen bei der Kontrolle von Nutz- und Heimtierhaltungen.

Zu den Aufgaben des AVS gehören der Schutz der Bevölkerung vor schädlichen Einflüssen durch Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände. Ebenso überprüft es den korrekten Umgang mit Chemikalien und sorgt für einwandfreies Trink- und Badewasser sowie für die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere.

"Das Jahr 2017 bescherte uns zahlreiche ausserordentliche Ereignisse", sagt Alda Breitenmoser, Leiterin des Amts für Verbraucherschutz. "So verursachte das Unwetter im Raum Zofingen im Juli 2017 etliche Trinkwasserverunreinigungen, die durch fachkundige Bearbeitung umgehend bewältigt werden konnten. Zur Rubrik ausserordentliche Ereignisse gehört auch das Auftreten der Pferdeseuche Infektiöse Anämie, das ein Sperrgebiet und weitere Schutzmassnahmen erfordert hatte." Letztmals trat die Tierseuche in der Schweiz Anfang der 90er-Jahre auf.

Die wichtigsten Zahlen und Fakten aus dem Jahresbericht 2017 im Überblick

2017 wurden 2'700 Inspektionen in Lebensmittelbetrieben durchgeführt. In 56 Prozent der Fälle war das Ergebnis gut, Mängel zeigten sich vor allem bei der Lagerung der Lebensmittel.

• Im Labor wurden rund 8'000 Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände untersucht. Erfreulich: Es konnten keine Hinweise darauf gefunden werden, dass vorgekochte Speisen mit antibiotikaresistenten Keimen belastet sind.

• Schweizer Himbeeren wiesen kaum Höchstwertüberschreitungen bei Pestiziden auf. Nur zwei der untersuchten Proben mussten beanstandet werden.

• Weniger erfreulich war der Befund, dass ein Viertel der untersuchten Kebap- und Hackfleischprodukte mit Allergenen belastet war.

• Eine hohe Beanstandungsquote von 46 Prozent wiesen auch ausländische Honige auf. Oft stimmten weder Sorte noch Herkunft.

• Vorsicht ist bei Flohmarktkäufen geboten: Fast die Hälfte des untersuchten Modeschmucks war wegen Nickel, Blei oder Cadmium zu beanstanden.

• Im Bereich Tiergesundheit waren die vermehrt festgestellten Fälle Boviner Virusdiarrhoe auffällig. Dabei handelt es sich um eine viral bedingte Durchfallerkrankung, von der hauptsächlich Rinder, aber auch Schafe und Ziegen betroffen sein können. Das AVS hat umgehend Massnahmen angeordnet, um die weitere Ausbreitung zu verhindern.

• Kontrollen bei Landwirtschaftsbetrieben zeigten Mängel bei der Arzneimittelaufzeichnung und Milchhygiene.

• Hinsichtlich der Einhaltung der Tierschutzrichtlinien wurden 400 Kontrollen von Nutz- und Heimtierhaltungen durchgeführt. Bei rund einem Drittel der Kontrollen mussten Beanstandungen ausgesprochen und Massnahmen zur Sicherstellung des Tierwohls angeordnet werden.

• Neuerung im Bereich Chemiesicherheit: Aufgrund der per 1. Januar 2018 revidierten Strahlenschutzverordnung und des geänderten Radonhöchstwerts begann das AVS mit der Durchführung von Ganzjahresmessungen in Kindergärten und Schulen.

• Bei Kontrollen von Chemikalien wurden vorwiegend Mängel bei der Anmeldung oder Klassifizierung der Stoffe verzeichnet.

Jahresbericht AVS

Quelle: Kanton Aargau

17.5.2018