Baubeginn für A1-Zubringer Lenzburg

Moderne Problemlösung: um das Problem einen Kreisverkehr bauen.

Heimito Nollé

A1-Zubringer Lenzburg

A1-Zubringer Lenzburg

Bild ZVG Kanton Aargau

Die Arbeitsvorbereitungen für den Baubeginn des kantonalen Grossprojekts A1-Zubringer Lenzburg laufen auf Hochtouren. Ab Montag, 12. März 2018, werden erste Vorarbeiten ausgeführt, so dass anfangs April 2018 mit den eigentlichen Arbeiten an der Kantonsstrasse gestartet werden kann. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich dreieinhalb Jahre, bis Dezember 2021, dauern.

Die Leistungsfähigkeit des heute mit einem Lichtsignal gesteuerten Knotens Neuhof am A1-Zubringer Lenzburg (K 123/K 247) genügt nicht mehr. Nicht nur in den Spitzenstunden, sondern auch tagsüber staut sich der Verkehr weiträumig. Mit dem kantonalen Strassenbauprojekt werden die Verkehrsströme auf zwei Ebenen, durch einen neuen Tagbautunnel, entflechtet. Die Verkehrsströme von der Autobahn Richtung Bünztal und umgekehrt können durch den neuen Tunnel kreuzungsfrei unter dem Knoten Neuhof hindurchgeführt werden. Mit dem Ausbau werden die bestehenden Kapazitätsprobleme am Knoten Neuhof gelöst. Zudem werden Verbesserungen für den öffentlichen Verkehr sowie den Rad- und Fussverkehr realisiert.

Der Regierungsrat hat am 20. Dezember 2017 den Baumeisterauftrag an die ARGE KIPO (bestehend aus der KIBAG Bauleistungen AG, Oftringen und der PORR SUISSSE AG, Altdorf) vergeben. Aufgrund der mittlerweile rechtskräftigen Arbeitsvergabe wird der bewilligte Kredit von 75 Millionen Franken ausreichen. Parallel zur Submission wurde das Landerwerbsverfahren abgeschlossen. Es konnten mit allen betroffenen Grundeigentümern gütliche Lösungen getroffen werden, so dass die Bauarbeiten auf den beanspruchten Grundstücken planmässig starten können.

Realisierung in drei Bauphasen

Bereits ab dem 12. März 2018 werden erste Vorarbeiten in Angriff genommen. Unter anderem werden die Installationen für die Bauarbeiten im Hornerfeld erstellt und erste Werkleitungsarbeiten ausgeführt.

Die Bauphase 1 ab Anfang April 2018 beinhaltet alle Vorbereitungen für den Tunnelbau, so dass in Bauphase 2 ab Herbst 2018 der Verkehr umgeleitet werden kann. Dazu werden die Spange Hornerfeld, der Brauereiweg, die Massnahmen in der Othmarsingerstrasse, die Verbreiterung am Knoten Neuhof und alle Provisorien (Knoten Lindfeld, Gexi und Hornerfeld) erstellt und die Werkleitungen im Bereich der Baugrube verlegt.

Die Bauphase 2 dauert mit rund zwei Jahren am längsten und umfasst den Tunnel- und grosse Teile des Strassenbaus. Der Tunnel wird im Tagbau in einer offenen, bis zu 14 Metern tiefen Baugrube erstellt. Nach den Betonarbeiten wird die Baugrube wieder verfüllt, so dass der darüber liegende Strassenbau – unter anderem mit dem Kreisel Horner – erstellt werden kann.

Aufgrund der engen Platzverhältnisse muss während der ganzen Bauphase 2 die Hendschikerstrasse im Bereich Hero/Parkhaus Berufsschule gesperrt werden. Der Verkehr von und ins Bünztal wird via Spange Hornerfeld-Knoten Gexi-Badenerstrasse-Knoten Lindfeld umgeleitet.

In Bauphase 3 ab Ende 2020 werden dann die restlichen Strassenbauarbeiten und insbesondere die Arbeiten im ASTRA-Perimeter fertiggestellt, so dass der Tunnel in Betrieb genommen werden kann. Als letztes werden die Provisorien und die Installationen rückgebaut.

Die Grobtermine und Meilensteine sehen folgendermassen aus:

• Baustart Vorbereitungsarbeiten März 2018

• Offizieller Baustart April 2018

• Bauphase 1 / Vorarbeiten ca. 6 Monate

• Verkehrsumstellung September 2018

• Bauphase 2 / Hauptarbeiten ca. 2 Jahre

• Inbetriebnahme Tunnel Dezember 2020

• Bauphase 3 / Abschlussarbeiten ca. 1 Jahr

• Fertigstellung Dezember 2021

• Behinderungen möglichst minimieren

Die Bauzeit und damit die Behinderungen werden nach Möglichkeit auf das Minimum reduziert. Wenn möglich stehen vier bis fünf Bauequipen im Einsatz. Mit Ausnahme von einzelnen, kurzen Phasen bleiben während der ganzen Bauzeit die Hauptachsen mindestens zweispurig befahrbar.

Aufgrund der bestehenden Kapazitätsengpässe sind während der Bauzeit lokale Behinderungen zu erwarten. Dies gilt insbesondere für die Verkehrsumstellungen.

Weitere Informationen zum Projekt

Quelle: Kanton Aargau

6.3.2018