Brugg und Schinznach-Bad fusionieren

Das Dorfleben wird zum Leben in einem Stadtteil.

Barbara Horlacher, Stadtammann Brugg

Die Stadt Brugg will mit Schinznach-Bad fusionieren. Das Stimmvolk in Brugg stimmt mit 1907 zu 1843 Stimmen Ja zur Fusion. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Schinznach-Bad wolllen ebenfalls mit Brugg fusionieren. 279 Personen stimmten in Schinznach-Bad für die Fusion, 241 dagegen.

Die Basis zu dieser Volksabstimmung haben der Einwohnerrat von Brugg und die Gemeindeversammlung von Schinznach-Bad am 1. Dezember 2017 gelegt: Damals stimmte die Gemeindeversammlung mit 147 zu 110 Stimmen dem Fusionsvertrag zu. Im Einwohnerrat von Brugg gab es 26 zu 19 Stimmen für die Fusion – ein erstaunlich knapper Entscheid.

Die Fusion der beiden Gemeinden liegt nicht zwingend auf der Hand: Die Stadt Brugg würde mit anderen Nachbargemeinden (wie z.B. Windisch) «organischer» wachsen. Schinznach-Bad ist von der Stadt her nicht zu sehen, die gemeinsame Grenze ist kurz.

In Schinznach-Bad fühlen sich viele Einwohnerinnen und Einwohner eher dem Schenkenbergertal zugehörig. Allerdings sind Fusionsprojekte mit Gemeinden wie Schinznach und Veltheim in den vergangenen Jahren mehrfach gescheitert.

Tränen nach Fusions-Ja

Sehr bitter sei das, sagt Martina Müller vom Komitee Pro Schinznach-Bad. «Meine Kinder weinen. Sie müssen mit dem Zug nach Brugg in die Schule, können über Mittag nicht nach Hause», kommentiert sie das Resultat. Sie spricht von einer Übernahme durch Brugg.

Tatsächlich wechselt Schinznach-Bad den Schulverband. Weg von der Kreisschule Schenkenbergertal, hin zu Brugg. Schinznach-Bad werde nicht zum Getto von Brugg, sagt wiederum Frau Stadtammann in Brugg, Barbara Horlacher. «Das Dorfleben wird neu einfach zum Leben in einem Stadtteil», sagt Horlacher gegenüber SRF. Schinznach-Bad müsse keine Angst haben vor dem Schritt, so die Brugger Politikerin.

Quelle: SRF

4.3.2018

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