Tötungsdelikt Spreitenbach: Todesursachen der Opfer

Im Schnellzug des Lebens gibt es keine Notbremssysteme.

Franz Friedrich Kovacs

Kantonspolizei Aargau

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Bild ZVG Kantonspolizei Aargau

Die von der Staatsanwaltschaft Baden angeordnete Obduktion hat gezeigt, dass die 55-jährige Ehefrau an den Folgen von Schussverletzungen gestorben ist und deren 4-jähriger Enkel an den Folgen von Schuss-, Stich- und Schnittverletzungen. Die Ursache für den Tod des 77-jährigen Mannes ist dagegen noch nicht abschliessend geklärt.

In der Nacht auf vergangenen Freitag waren in einer Wohnung in Spreitenbach ein Ehepaar im Alter von 77 und 55 Jahren sowie der vierjährige Enkel der Ehefrau tot aufgefunden worden. Forensische Untersuchungen sowie Ermittlungen haben ergeben, dass der 77-jährige Schweizer seine 55-jährige Ehefrau und deren 4-jähriger Enkel getötet hatte.

Bei der verwendeten Schusswaffe handelt es sich nicht um eine Armeewaffe. Nebst der Schusswaffe konnte in der Wohnung des Ehepaars ein Küchenmesser sichergestellt werden, das als Tatmittel in Frage kommt. Die Obduktion hat gezeigt, dass das vierjährige Kind an den Folgen von Schuss-, Stich- und Schnittverletzungen gestorben ist. Die 55-jährige Grossmutter des Jungen ist an den Folgen von Schussverletzungen gestorben.

Keine äusseren Verletzungen beim Ehemann

Die Ursache für den Tod des 77-jährigen Ehemannes ist noch nicht abschliessend geklärt. Äussere Verletzungen konnte das Institut für Rechtsmedizin keine feststellen. Als Todesursache steht derzeit ein inneres Geschehen im Vordergrund. Tatmotiv und Tathergang sind nach wie vor Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Über den Abschluss der Untersuchung und die Einstellung des Verfahrens wird die Staatsanwaltschaft zum gegebenen Zeitpunkt aktiv informieren.

Quelle: Kanton Aargau

21.2.2018