LVb Flab 33 – Allwettertauglich durch Teamarbeit

Die Wetterlage ist schwierig wie nie zuvor.

Oberst René Meier, Kdt der Flab Gr 33

LVB Flab 33

LVB Flab 33

Die Schneemassen fordern Mensch und Material: vom Schnee verbogenes Sicherheitsgitter. Bild ZVG Schweizer Armee

Es ist Ende Januar 2018. In den letzten Tagen ist der Schnee in der Schweiz bis in die Niederungen gefallen. Die Lawinengefahrenstufe ist im gesamten Alpenraum erheblich bis gross. Zermatt und andere Orte sind wegen des vielen Schnees komplett von der Aussenwelt abgeschnitten. Die M Flab Abt 32 leistet ihren Wiederholungskurs im schneebedeckten Land und wird dabei von der L Flab Lwf Abt 5 in allen Support-Belangen unterstützt. Die Wetterkapriolen sind aussergewöhnlich und stellen die Truppe vor Herausforderungen unterschiedlichster Natur. Dies vorweg: sie werden gemeistert.

Für Oberst René Meier, Kdt der Flab Gr 33 und verantwortlich für den Einsatz der Flab während dieses Wiederholungskurses, ist die Sache klar: «Die Wetterlage ist schwierig wie nie zuvor. Auf starken Schneefall folgten ein markanter Temperaturanstieg und Regen. Rund um uns herum herrscht grosse Lawinengefahr und wir müssen bereit sein, Teile unserer Stellungen innert Minute räumen zu können. Gleichzeitig gilt es, die beiden Aufträge ‚Beitrag zum Luftlagebild‘ und ‚Bereitschaft Bekämpfung Gegenseite‘ zu erfüllen».

Jeder hilft mit

Das Wetter und die Umwelt sind somit auch die unberechenbarsten Einflussfaktoren für die Auftragserfüllung. Dies bedingt, dass alle Supportleistungen einwandfrei funktionieren und man auf möglichst alle Eventualitäten vorbereitet ist. Für Oberst Meier steht neben der Auftragserfüllung aber jederzeit die Gesundheit der AdA im Vordergrund. Die physische sowie die psychische. «Das beginnt beim Einhalten der grundsätzlichen Sicherheitsvorschriften im Betrieb der Stellungen, geht weiter über das Streuen von Holzschnitzeln auf den verschneiten und rutschigen Gehwegen in der Stellung bis hin zum Beitrag, den jeder einzelne zur Vermeidung von Unfällen leisten kann und muss.» Nur so könne die Allwetterflab auch bei herausfordernden Wetterkapriolen beweisen, dass sie ihren Namen auch wirklich verdient.

75 Prozent der AdA für Support

Für den Wiederholungskurs ist ein Soll-Bestand von über 700 AdA vorgesehen. Rund drei Viertel der AdA werden dabei für Supportleistungen wie Eigenschutz, Support, Übermittlung oder Transport benötigt. Das heisst: ein Grossteil der aufgebotenen Miliz-AdA leistet seine Unterstützungs-Arbeit, damit der letzte Viertel den Auftrag erfüllen kann. Nun ist es aber auch so, dass man in Wiederholungskursen aktuell mit einem Einrückungsbestand von 80 Prozent rechnen kann. Entsprechend knapp ist die personelle Alimentierung einzelner Chargen. Für Meier ist klar: «Das Ganze funktioniert nur im Miteinander und unter konsequentem Verzicht. Dabei dürfen aber Auftragserfüllung oder Durchhaltefähigkeit der Truppe nicht tangiert werden. Eine nicht immer einfache Aufgabe».

Fünf Erfolgsfaktoren

Damit ein Einsatz wie dieser funktioniert, spielen für René Meier fünf Erfolgsfaktoren eine zentrale Rolle. Ersten müsse die mentale Bereitschaft jedes Einzelnen vorhanden sein. «Jeder ist elementar für den Erfolg». Zweitens müsse man stets die personelle Übersicht haben. Für den erfolgreichen Betrieb sei als drittes die Ordnung und Disziplin eine Grundvoraussetzung. «Da sind auch die Kader gefordert. Als Vorbild und als Mit- und Um-die-Ecken-Denker». Viertens müsse die Ausbildung zu Beginn des Dienstes funktionieren, damit die kommenden Wochen reibungslos verliefen und jeder wisse, was er zu tun habe. «Last but not least spielt auch die Erholung eine wichtige Rolle». Mit Urlaub und der nötigen Freizeit werden Durchhaltewillen und Moral hochgehalten. «In allen fünf Bereichen lernen wir durch einen solchen Einsatz sehr viel. Für den jetzigen Dienst und für alle künftigen» schliesst Meier.

Quelle: Schweizer Armee

8.2.2018