Aargauer Traditionsbank NAB (Neue Aargauer Bank) wird aufgelöst

Regierungsrat Dr. Urs Hofmann

Der Regierungsrat ist über den Entscheid der Credit Suisse enttäuscht.

Regierungsrat Dr. Urs Hofmann

Der Kanton Aargau verliert mit der Neuen Aargauer Bank (NAB) eine seiner traditionellen Regionalbanken und damit einen wichtigen Arbeit- und Auftraggeber. Der Regierungsrat ist enttäuscht über das Ende der NAB. Er bedauert, dass mit der Auflösung der kantonal stark verankerten Regionalbank und der Schliessung von 18 von 30 Geschäftsstellen im Aargau zahlreiche Arbeitsplätze verloren gehen.

Er erwartet von der NAB-Besitzerin Credit Suisse, dass möglichst viele der betroffenen Mitarbeitenden in der Credit Suisse weiterbeschäftigt und für alle sozialverträgliche Lösungen gefunden werden. Der Regierungsrat wird die volkswirtschaftlichen und finanzpolitischen Auswirkungen der NAB-Auflösung analysieren und möglichen Handlungsbedarf prüfen.

"Der Regierungsrat ist über den Entscheid der Credit Suisse, die NAB aufzulösen enttäuscht; er bedauert, dass mit dem Verschwinden dieser Aargauer Traditionsbank viele wertvolle Arbeitsplätze verloren gehen", erklärt Regierungsrat Urs Hofmann, Vorsteher des Departements Volkswirtschaft und Inneres (DVI), "die NAB ist als starke Regionalbank sowie wichtiger Arbeit- und Auftraggeber für die kantonale Volkswirtschaft von grosser Bedeutung".

Der Regierungsrat erwartet, dass NAB-Besitzerin Credit Suisse nach Lösungen sucht, um die Zahl der Kündigungen möglichst gering zu halten, indem die Mitarbeitenden bei der Credit Suisse weiterbeschäftigt werden. Er fordert die Credit Suisse auf, alles daran zu setzen, soziale Härtefälle zu vermeiden. Oberstes Ziel muss es sein, für möglichst viele der vom Stellenabbau betroffenen Mitarbeitenden neue Arbeitsplätze zu finden. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit wird die Betroffenen dabei unterstützen.

Volkswirtschaftliche Verantwortung im Aargau wahrnehmen

"Der Regierungsrat wird die Auswirkungen durch das Verschwinden der NAB analysieren, vor allem bezüglich der volkswirtschaftlichen und finanzpolitischen Auswirkungen", erklärt Landammann Markus Dieth, Vorsteher des Departements Finanzen und Ressourcen (DFR), "für den Regierungsrat ist wichtig, dass die Privat- und Firmenkunden im Kanton Aargau für ihre Finanz- und Geschäftstätigkeit auch künftig über starke und kompetente Bankpartner verfügen."

Der Regierungsrat erwartet in diesem Zusammenhang, dass die Credit Suisse auch nach der Auflösung der NAB ihre volkswirtschaftliche Verantwortung im Kanton Aargau wahrnehmen wird - insbesondere auch was die Kreditversorgung von kleineren und mittleren Unternehmen anbetrifft.

Regierungsrat erwartet weiterhin Sport- und Kultursponsoring

Volkswirtschaftsdirektor Urs Hofmann weist darauf hin, dass mit dem Verschwinden der grössten Regionalbank der Schweiz auch eine traditionsreiche Banken-Ära im Kanton Aargau zu Ende gehen wird. Die NAB entstand 1989 durch den Zusammenschluss der anfangs des 19. Jahrhunderts gegründeten Allgemeinen Aargauischen Ersparniskasse mit der Allgemeinen Hypothekar- und Handelsbank Brugg. Mitte der 90er Jahre kam die Gewerbebank Baden dazu. All diese Banken prägten in ihren Regionen die Aargauer Banken- und Wirtschaftsgeschichte.

"Die NAB lieferte unter anderem mit ihrer Regionalstudie wertvolle Beiträge zur ökonomischen Entwicklung des Kantons Aargau", stellt Regierungsrat Hofmann fest, "und sie ist mit ihren Sponsoringaktivitäten eine wichtige Fördererin der kantonalen Kultur und des kantonalen Sports." Der Regierungsrat erwartet von der Credit Suisse, dass dieses vielfältige Engagement im bisherigen Umfang weitergeführt wird.

Quelle: Kanton Aargau

26.8.2020

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