Bundesrat Cassis in San Marino – zwischen Tradition und Innovation

Bundesrat Ignazio Cassis

Wenn das nächste Mal erneut kein Tessiner Bundesrat wird, schliessen wir den Gotthardtunnel; dann gibt es eine Sezession.

Bundesrat Ignazio Cassis (Zitat aus seiner Zeit als Nationalrat)

Bundesrat Ignazio Cassis

Bundesrat Ignazio Cassis

Bildnachweis: «Schweizerische Bundeskanzlei»

Bundesrat Ignazio Cassis nahm am 1. Oktober 2020 als offizieller Redner an der Vereidigungszeremonie der Capitani Reggenti von San Marino teil, einer seit 1243 unverändert überlieferten Tradition. In seiner Rede unterstrich der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) die Bedeutung des Multilateralismus und des internationalen Genf als Diskussionsplattform für die Digitalisierung. In einem Memorandum of Understanding haben sich die beiden Länder verpflichtet, die multilaterale Zusammenarbeit zu stärken.

Neben starken Wurzeln sei auch ein innovativer Geist nötig, um die zukünftigen Herausforderungen meistern zu können, meinte Bundesrat Ignazio Cassis in seiner Rede anlässlich der Amtseinführung der beiden Staatsoberhäupter San Marinos, den Capitani Reggenti. Zu dieser Zeremonie, die alle sechs Monate – jeweils am 1. April und am 1. Oktober – stattfindet, wird stets ein Gastreferent aus dem Ausland eingeladen. Dieses Jahr nahm der Vorsteher des EDA als erster Bundesrat an der Vereidigung teil.

Ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Respekt vor der Vergangenheit und Weltoffenheit verbindet die beiden Länder: «Traditionen zu pflegen bedeutet nicht, in der Vergangenheit verhaftet zu bleiben und die Herausforderungen der Zeit zu verkennen», erklärte der Vorsteher des EDA und unterstrich die Bedeutung universeller Bezugspunkte und klarer Regeln, die von allen anerkannt werden. «Nur so können wir mit Europa und der internationalen Gemeinschaft intensive und stabile Beziehungen pflegen». Bundesrat Ignazio Cassis erinnerte sodann an das Engagement der Schweiz in den multilateralen Gremien und wies auf die wichtige Rolle des internationalen Genf und die Kandidatur der Schweiz für einen nichtständigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat für die Jahre 2023–2024 hin.

Eine langjährige Zusammenarbeit

Die Schweiz unterhält enge Beziehungen zu San Marino, der ältesten Republik der Welt. Während seines Besuchs traf Bundesrat Ignazio Cassis eine Delegation der san-marinesischen Regierung und den Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten, Luca Beccari. Gesprächsthemen waren neben der Coronakrise auch einige bilaterale Fragen. Die beiden Länder äusserten ihre Bereitschaft, die gemeinsame Zusammenarbeit und die bereits guten Beziehungen zu intensivieren. Sie haben zudem ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, in dem sie sich verpflichten, die multilaterale Zusammenarbeit zu stärken, um gemeinsame Werte wie Frieden, Menschenrechte, Demokratie und gute Regierungsführung zu fördern und zu achten. Bundesrat Ignazio Cassis hat zudem die san-marinesischen Behörden über den Stand der Gespräche zwischen der Schweiz und der EU über den Abschluss eines institutionellen Abkommens informiert, auch im Lichte der Ergebnisse der Volksabstimmung vom 27. September 2020.

Quelle: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA

2.10.2020

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