Bundesrat Ignazio Cassis empfängt tschechischen Aussenminister Tomáš Petříček in Bern

Bundesrat Ignazio Cassis

Wenn das nächste Mal erneut kein Tessiner Bundesrat wird, schliessen wir den Gotthardtunnel; dann gibt es eine Sezession.

Bundesrat Ignazio Cassis (Zitat aus seiner Zeit als Nationalrat)

Bundesrat Ignazio Cassis

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Screenshot by Youtube

Bundesrat Ignazio Cassis hat am 6. Oktober den Aussenminister der Tschechischen Republik, Tomáš Petříček, auf dem Landgut Lohn empfangen. Im Zentrum des Gesprächs standen die engen Beziehungen zwischen beiden Ländern sowie die Diskussion über mögliche Bereiche, in denen die Zusammenarbeit weiter vertieft werden könnte. Ausserdem sprachen Bundesrat Ignazio Cassis und sein tschechischer Amtskollege über europäische und internationale Themen. Die beiden Länder pflegen ausgezeichnete Wirtschaftsbeziehungen und sind auch kulturell und gesellschaftlich eng verbunden.

Bundesrat Ignazio Cassis und sein Tschechischer Amtskollege Tomáš Petříček betonten bei ihrem Treffen die intensiven Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Tschechien gehört unter den neuen Mitgliedstaaten der EU zu den bedeutendsten Handelspartnern der Schweiz und ist ein wichtiges zentraleuropäisches Land für Schweizer Investoren. Auch die kulturellen Bande zwischen der Schweiz und der Tschechischen Republik sind intensiv und vielfältig. «Unsere bilateralen Beziehungen haben sich über die Jahre hinweg stetig vertieft und sind immer enger geworden», sagte Bundesrat Cassis, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Beide Gesprächspartner erörterten Bereiche, in denen die Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden könnte. Erwähnt wurde etwa die Kooperation im Rahmen der Vereinten Nationen und der Agenda 2030.

Europapolitik, COVID-19, Multilateralismus

Die beiden Aussenminister tauschten sich zudem über die Europapolitik aus: Bundesrat Ignazio Cassis unterstrich dabei die Wichtigkeit guter und stabiler Beziehungen der Schweiz zur EU und erläuterte die anstehenden europapolitischen Entscheide. Auch die Beziehungen beider Länder zum Vereinigten Königreich nach dessen Austritt aus der EU kamen zur Sprache.

Während des Mittagessens sprachen die beiden Aussenminister über die Corona-Pandemie. Bundesrat Ignazio Cassis und Aussenminister Tomáš Petříček würdigten die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten, etwa bei der Repatriierung von Staatsangehörigen, und die allgemeine Kooperation in Europa. Sie waren sich einig, dass der enge Austausch mit allen Staaten Europas weiterhin wichtig ist.

Schliesslich diskutierten die beiden Aussenminister über die Situation in Belarus sowie über internationale geostrategische Fragen. Cassis betonte dabei das Engagement der Schweiz für einen starken und effektiven Multilateralismus. Die Schweiz hat ein grosses Interesse an einer regelbasierten internationalen Ordnung und einer starken, zukunftsgerichteten UNO.

Besonderes Verhältnis seit dem Prager Frühling

Die sehr guten politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und der Tschechischen Republik sind durch enge menschliche Bande verbunden. Nach dem Prager Frühling im Jahr 1968 kamen rund 13’000 tschechoslowakische Flüchtlinge in die Schweiz und bauten sich hier ein neues Leben auf.

Das Handelsvolumen zwischen beiden Staaten belief sich 2019 auf rund 4,6 Milliarden CHF. In der Tschechischen Republik sind rund 120 Schweizer Unternehmen tätig, die etwa 28’000 Personen beschäftigen.

Bilaterale Beziehungen Schweiz-Republik Tschechien

Quelle: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA

7.10.2020

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