Bundesrat Ignazio Cassis trifft in Oslo Aussenministerin Ine Eriksen Søreide

Bundesrat Ignazio Cassis

Da die Schweiz ein Volk von fleissigen Ameisen ist, ist es ihr gelungen, die Coronakrise zu bewältigen.

Bundesrat Ignazio Cassis

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Screenshot by Youtube

Am 15. Oktober 2020 traf sich Bundesrat Ignazio Cassis in Oslo mit Norwegens Aussenministerin Ine Eriksen Søreide zu einem offiziellen Gespräch. Dabei würdigten der Vorsteher des EDA und seine Amtskollegin die exzellenten Beziehungen zwischen der Schweiz und Norwegen. Neben den bilateralen Beziehungen waren insbesondere das Verhältnis beider Länder zur EU, sowie die enge Zusammenarbeit im Rahmen der EFTA und der UNO.

Die Schweiz und Norwegen teilen in vielen Bereichen ein ähnliches Interesse, etwa bei der menschlichen Sicherheit, der Friedensförderung oder der humanitären Politik. Eine enge Zusammenarbeit besteht ferner auch bei der Erteilung von Schengen-Visa. So vertritt die Schweiz Norwegen in Madagaskar, während Norwegen die Schweizer Interessen in Angola, Uganda und Malawi wahrt. Gerade deshalb sei die bilaterale und die multilaterale Zusammenarbeit der beiden Länder ausgezeichnet, sagte Bundesrat Cassis im Gespräch mit der norwegischen Aussenministerin Ine Eriksen Søreide.

Zusammenarbeit auf europäischer und multilateraler Ebene

Mit Blick auf die Europapolitik der Schweiz und die Norwegens informierte Bundesrat Cassis seine Gesprächspartnerin über die nächsten Schritte, die in der Schweiz in diesem Zusammenhang anstehen. Cassis und Eriksen Søreide tauschten sich zudem über die Neuregelung der Beziehungen ihrer beiden Länder zum Vereinigten Königreich nach dessen Austritt aus der EU aus. Ein weiteres Thema war die Zusammenarbeit im Rahmen der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA), in welcher beide Länder Mitglied sind und eng zusammenarbeiten.

Der EDA-Vorsteher und seine norwegische Amtskollegin sprachen des Weiteren über die Rollen der Schweiz und die Norwegens innerhalb der UNO. Dabei kam insbesondere das 75-Jahr-Jubiläum der Unterzeichnung der UNO-Charta und der Einsitz Norwegens im UNO-Sicherheitsrat 2021–2022 zur Sprache. Auch aktuelle Herausforderungen im internationalen Umfeld wurden besprochen, dabei stand vor allem die Menschenrechtssituation in Belarus im Vordergrund.

Treffen mit dem Präsidenten der norwegischen EFTA/EWR-Delegation

Nach dem Gespräch mit Aussenministerin Eriksen Søreide traf sich Bundesrat Cassis mit dem norwegischen Abgeordneten Svein Roald Hansen, dem Präsidenten der norwegischen EFTA/EWR-Delegation. Im Rahmen dessen unterhielten sich Ignazio Cassis und Svein Roald Hansen über die Zusammenarbeit der Schweiz und Norwegen in der EFTA sowie weitere europapolitische Themen. Begleitete wurde der EDA-Vorsteher bei beiden Treffen von SP-Nationalrat Eric Nussbaumer, Präsident der EFTA/EU-Delegation und Mitglied der Aussenpolitischen Kommission (APK) des Nationalrats, sowie von FDP-Nationalrätin Anna Giacometti, APK-Mitglied.

Nach dem offiziellen Besuch in Norwegen reist Bundesrat Cassis weiter nach Dänemark.

Der letzte Besuch eines EDA-Vorstehenden in Norwegen geht auf das Jahr 2001 zurück. Bundesrat Joseph Deiss reiste damals zu einem offiziellen Arbeitsbesuch nach Oslo und traf seinen Amtskollegen Thorbjørn Jagland.

Bilaterale Beziehungen Schweiz-Norwegen

Quelle: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA

16.10.2020

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