Eidgenössische Steuerverwaltung: Informationsaustausch mit 86 Staaten zu Millionen von Finanzkonten

René Lippuner, Präsident des Verbands Aargauer Regionalpolizeien

Am einen oder anderen Ort wurde es verpasst genügend neue Polizisten auszubilden.

René Lippuner, Präsident des Verbands Aargauer Regionalpolizeien

Schweizer Franken

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Bild Pixabay

Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) hat mit 86 Staaten Informationen über Finanzkonten ausgetauscht. Der Austausch erfolgte im Rahmen des globalen Standards zum automatischen Informationsaustausch (AIA).

Dieses Jahr erfolgte der AIA mit insgesamt 86 Staaten. Zu den 75 bisherigen Staaten kamen Anguilla, Aruba, Bahamas, Bahrain, Grenada, Israel, Kuwait, Marshallinseln, Nauru, Panama und die Vereinigten Arabischen Emirate hinzu. Mit 66 Staaten tauschte die Schweiz die Daten gegenseitig aus. Von 20 Staaten erhielt die Schweiz Informationen, versandte jedoch keine, weil die Staaten entweder die internationalen Anforderungen an die Vertraulichkeit und Datensicherheit noch nicht erfüllen (9) oder auf eine Datenlieferung freiwillig verzichten (11).

38 Staaten werden ihre Daten im Einklang mit dem Global Forum on Transparency and Exchange of Information for Tax Purposes (Global Forum) bis am 31. Dezember 2020 an die Schweiz liefern. Diese Staaten haben aufgrund der Corona-Krise technische Schwierigkeiten geltend gemacht.

Bei der ESTV sind zurzeit rund 8’500 meldende Finanzinstitute registriert (Banken, Trusts, Versicherungen, etc.), welche die Daten sammelten und an die ESTV übermittelten. Die ESTV versandte Informationen zu rund 3.1 Millionen Finanzkonten an die Partnerstaaten und erhielt von ihnen Informationen zu rund 815’000 Finanzkonten. Zum Umfang der Finanzvermögen kann die ESTV keine Angaben machen.

Die Schweiz hat sich zur Übernahme des globalen Standards für den internationalen automatischen Informationsaustausch in Steuersachen bekannt. Die gesetzlichen Grundlagen für die Umsetzung des AIA in der Schweiz sind am 1. Januar 2017 in Kraft getreten.

Ausgetauscht werden Identifizierungs-, Konto- und Finanzinformationen, darunter der Name, die Anschrift, der Ansässigkeitsstaat und die Steueridentifikationsnummer sowie Angaben zum meldenden Finanzinstitut, der Kontosaldo und die Kapitaleinkommen.

Dank den ausgetauschten Informationen können die kantonalen Steuerbehörden überprüfen, ob die Steuerpflichtigen ihre Finanzkonten im Ausland in der Steuererklärung korrekt deklariert haben.

Die Umsetzung des AIA wird vom Global Forum on Transparency and Exchange of Information for Tax Purposes (Global Forum) der OECD geprüft.

Quelle: Eidgenössische Steuerverwaltung

10.10.2020

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