Enge Kooperation zwischen Bildungsnetzwerk Baden und Brugg

Rolf Häner, Rektor der Berufsfachschule BBBaden

Die Interessen der Stakeholder aus Gesellschaft, Bildung und Wirtschaft müssen bei der Erarbeitung berücksichtigt werden.

Rolf Häner, Rektor der Berufsfachschule BBBaden

Baden

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Baden AG. Foto by dozemode from Pixabay

Nachdem die Stadträte von Baden und Brugg beschlossen haben, mit dem Bildungsnetzwerk neu die Region Aargau Ost abzudecken, konnte am 24. September 2020 eine gemeinsame Absichtserklärung zur engen Kooperation in Bildungs- und Arbeitsmarktfragen unterzeichnet werden. Die Zusammenarbeit hat für die Regionen Baden und Brugg Pioniercharakter. Dem Verein Bildungsnetzwerk wird ein Leistungsauftrag erteilt.

Ende 2020 läuft die dreijährige Pilotphase für die Teilfinanzierung des Bildungsnetzwerks durch die Stadt Baden aus. Bereits im Januar hat der Badener Stadtrat vom Zwischenbericht Kenntnis genommen und den Auftrag erteilt, bis zum Sommer einen Leistungsauftrag mit mehrjährigen Entwicklungsschwerpunkten und überprüfbaren Jahreszielen vorzulegen.

Die Stadträte von Baden und Brugg haben am 22. Juni 2020 bzw. 8. Juli 2020 beschlossen, das Bildungsnetzwerk Baden auf Basis der bestehenden Strukturen in die Region Brugg zu erweitern und als gemeinsames Einzugsgebiet die Bildungsregion Aargau Ost zu erschliessen. Die Bildungsangebote der beiden Regionen ergänzen sich hervorragend, sowohl was die Stufen als auch die Diversität der Branchen betrifft. Die Regionen Baden und Brugg (vertreten durch die jeweiligen Stadträte sowie Vertretungen aus Wirtschaft und Bildung) unterstreichen in einer schriftlichen Erklärung die gemeinsame Absicht, in den Bereichen Bildung und Arbeitsmarkt ab sofort eng zusammen zu arbeiten. Sie beauftragen den Verein Bildungsnetzwerk Baden mit der schrittweisen Umsetzung bis im Sommer 2021.

In einem ersten Schritt wird der Vorstand des Bildungsnetzwerks um Vertretungen aus Politik, Bildung und Wirtschaft der Region Brugg verstärkt. Bis Ende Jahr soll die Mitgliederbasis verbreitert, eine Statutenanpassung vorbereitet sowie Budget, Jahresziele, Tätigkeitsprogramm 2021 und ein mehrjähriger Finanzplan erarbeitet werden.

Der Leistungsauftrag beinhaltet drei Entwicklungsschwerpunkte:

1. Auf allen Bildungsstufen werden innovative Bildungsprojekte und/oder -angebote initiiert, entwickelt und implementiert: Das Bildungsnetzwerk fungiert dabei als Koordinationsstelle zwischen Bildung, Wirtschaft und Politik und übernimmt die Rolle des Inkubators.

2. Die Vernetzung von Wirtschaft, Bildung, Forschung und Politik wird vorangetrieben: Das Bildungsnetzwerk bietet dazu ein organisatorisches Dach und ist Ansprechpartner.

3. Der Bildungsstandort Aargau Ost wird gestärkt: Das Bildungsnetzwerk vertritt die regionalen Interessen bei Kanton und Bund.

Auf der Website des Bildungsnetzwerks Baden (https://bnbaden.ch) finden Interessierte ein Inventar der Bildungsanbieter in der Region Aargau Ost sowie den tagesaktuellen Stellenmarkt aller Gemeinden aus den Bezirken Baden und Brugg. Wer also eine neue berufliche Herausforderung sucht, findet geografisch exakte Angaben zu den ausgeschriebenen Stellen auf einen Klick.

Anlässlich der Unterzeichnung betonten die beiden Stadtammänner die Bedeutung der Bildung als Standortfaktor. Barbara Horlacher, Stadtammann Brugg meinte: "Die Bildungsangebote der beiden Regionen ergänzen sich hervorragend, sowohl was die Stufen als auch die Diversität der Branchen betrifft, und sie stehen nicht in direkter Konkurrenz zueinander. Das Bildungsnetzwerk stärkt die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen den Institutionen. Das ist ein Gewinn für die Menschen und die Wirtschaft in der Region." Markus Schneider, Stadtammann Baden ergänzte: "Ein hervorragendes Bildungsangebot ist ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen und Fachkräfte, nur spricht man zu wenig darüber. Das Bildungsnetzwerk gibt dem Thema ein erkennbares Profil und vermittelt anderen Politikbereichen sorgfältig abgestimmte Zielsetzungen und Stossrichtungen.

Dass sich die Regionen Baden und Brugg zu einer solchen Zusammenarbeit gefunden haben, hat Pioniercharakter." Noch einen Schritt weiter geht der Präsident des Vereins, Rolf Häner, Rektor der Berufsfachschule BBBaden: "Gefordert ist eine Bildungsstrategie der Region, welche sich nicht allein auf die Volksschulstufe beschränkt, sondern – auch im Wissen um die unterschiedlichen Zuständigkeitsebenen – die ganze Bildungs- und Erwerbslaufbahn der Menschen im Einzugsgebiet adressiert. Die Interessen der Stakeholder aus Gesellschaft, Bildung und Wirtschaft müssen bei der Erarbeitung berücksichtigt werden."

Vor dem Hintergrund dieser ambitionierten Ansagen darf man gespannt sein auf das Tätigkeitsprogramm 2021. Bereits in einer Woche, am 1. Oktober 2020, präsentiert das Bildungsnetzwerk Baden im Rahmen der Ausstellung "Unter Strom" in der Alten Schmiede in Baden die nächste öffentliche Veranstaltung: "Fachkräfte suchen und finden – Trends und Tools im Recruitment". HR-Profis aus Industrie und HR-Tech-Branche referieren und diskutieren mit dem Publikum die neuesten Trends. Infos und Anmeldung unter http://bnbaden.ch.

Quelle: Stadt Baden

25.9.2020

Über das Bildungsnetzwerk Baden

Der Verein Bildungsnetzwerk Baden wurde 2009 gegründet. Als gemeinnützige, nicht profitorientierte Organisation setzt er sich seit seiner Gründung für eine enge Vernetzung von Bildung und Wirtschaft in der Region Baden ein. Das Bildungsnetzwerk leistet einen aktiven Beitrag zur Bildungs- und Arbeitsmarktfähigkeit der Menschen in der Region, indem es den Austausch zwischen Bildungsanbietern und Wirtschaft institutionalisiert, Bildungsangebote koordiniert und an den Bedürfnissen der regionalen Wirtschaft ausrichtet, die Zusammenarbeit der Mitglieder fördert, die Information über berufliche Entwicklungsmöglichkeiten durch attraktive Veranstaltungen verstärkt und gemeinsame, übergreifende Projekte unterstützt oder durchführt. Es stärkt damit längerfristig den Bildungs- und Wirtschaftsstandort im Grossraum Baden und sichert die Verfügbarkeit gut ausgebildeter Fachkräfte für die regionale Wirtschaft.

Getragen wird der Verein von Mitgliederbeiträgen und einem bis Ende 2020 befristeten Beitrag der Stadt Baden, der die Führung einer Geschäftsstelle ermöglicht. 2021 sollen die Aktivitäten in der Bildungsregion Aargau Ost fortgesetzt werden. Die Städte Baden und Brugg haben Beiträge für eine Teilfinanzierung in das Budget 2021 aufgenommen.

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