ICT- Arbeitsintegrationsprogramm «Powercoders»: Erfolgreicher Pilot

Wolfgang J. Reus

Und dann war da noch der schlechte Software-Ingenieur aus der Daten-Sicherung: Er kroch auf allen Viren.

Wolfgang J. Reus

148 Geflüchtete haben das ICT-Ausbildungsprogramm «Powercoders» in insgesamt neun Ausbildungsgängen durchlaufen. Das Programm zeigt nachhaltige Wirkung: Die Teilnehmenden der ersten beiden Ausbildungsgänge in den Jahren 2017 und 2018 verfügen heute zu zwei Dritteln über eine Festanstellung oder Lehrstelle in der ICT-Branche. Die Pilotphase wurde vom SEM unterstützt und begleitet.

In der Schweiz leben viele talentierte Geflüchtete mit hohem Interesse und Affinität für den ICT-Bereich. Gleichzeitig herrscht in der Branche Fachkräftemangel. Das ICT-Arbeitsintegrationsprogramm «Powercoders» trägt dazu bei, diese Lücke zu schliessen.

Die Programmierschule für Geflüchtete ermöglicht den Teilnehmenden einen direkten Zugang zur ICT-Industrie. Die Kandidatinnen und Kandidaten absolvieren eine 13-wöchige Programmierausbildung. Nach erfolgreichem Abschluss wird ihnen ein 6 bis 12-monatiges Praktikum vermittelt. Job Coaches begleiten die Teilnehmenden während des Programms und unterstützen sie danach bei einer individuellen Anschlusslösung.

Die dreijährige Pilotphase wurde in über 80 ICT-Firmen durchgeführt und Ende Juni abgeschlossen. Rund 90% der 148 Teilnehmenden konnten im Anschluss an die Programmierausbildung in ein ICT-Praktikum vermittelt werden. Von den 33 Teilnehmenden, die an den ersten beiden Ausbildungsgängen in den Jahren 2017 und 2018 teilgenommen haben, verfügen heute 22 über eine Festanstellung oder eine Lehrstelle in der ICT-Branche.

Teilnehmende, die heute nicht in der ICT-Branche tätig sind, haben sich teilweise in anderen Branchen beruflich integrieren können. Die Erfahrungen zeigen, dass auch diese Personen bei der Jobsuche von den erworbenen ICT-Kenntnissen profitieren können.

Das SEM hat sich mit insgesamt CHF 450'000.- an den Projektkosten beteiligt. Das Programm läuft nun in Lausanne und Zürich weiter und steht Teilnehmenden aus der ganzen Schweiz offen.

«Powercoders» trägt dazu bei, das inländische Potenzial an Arbeitskräften besser auszuschöpfen. Die Geflüchteten können sich dank einer Festanstellung oder einer Berufslehre aus der Sozialhilfeabhängigkeit lösen und selber für sich und ihre Angehörigen aufkommen.

Um dem Fachkräftemangel im ICT-Bereich entgegenzuwirken, will das SEM zudem zusammen mit kantonalen Berufsbildungsämtern und dem nationalen Verband ICT-Berufsbildung Schweiz, das seit 2018 bestehende Pilotprogramm Integrationsvorlehre (INVOL) auf das Berufsfeld der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) ausweiten. So sollen ab nächstem Herbst junge Geflüchtete gezielt auf eine berufliche Grundbildung im ICT-Bereich vorbereitet werden.

Powercoders pilot project

Pilotprogramm Integrationsvorlehre (INVOL)

Quelle: Staatssekretariat für Migration

19.8.2020

Powercoders

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