Massnahmen im Gebäudebereich zur Reduktion des CO₂-Ausstosses im Aargau

Maxim Gorkij, russischer Erzähler und Dramatiker

Kinder Gottes, so darf man nicht gegen die Erde ankämpfen. Sie wird Rache nehmen für ihre Wunden, und sie wird Siegerin bleiben!

Maxim Gorkij, russischer Erzähler und Dramatiker

CO2

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Symbolbild by Elias Sch. from Pixabay

Eine Schlüsselrolle in der Umsetzung der Energie- und Klimapolitik kommt dem Gebäudebereich zu. Rund 40 Prozent des Energieverbrauchs und rund 25 Prozent des CO₂-Ausstosses werden durch die Gebäude verursacht. Mit dem Verpflichtungskredit für das "Förderprogramm Energie 2021–2024" können Massnahmen zur Reduktion des CO₂-Ausstosses und der Effizienzsteigerung unterstützt werden.

Damit leisten die Gebäude einen wesentlichen Beitrag zu den klimapolitischen Zielen des Bundes und zur Versorgungssicherheit in der Schweiz. Der Grosse Rat hat im Aufgaben- und Finanzplan 2020–2023 diesen Mitteln zugestimmt, nun startet die öffentliche Anhörung, die vom 24. März bis am 26. Juni 2020 dauert.

Zur Erfüllung einer parlamentarischen Initiative beantragt der Regierungsrat einen Verpflichtungskredit "Förderprogramm Energie 2021–2024". Dieser sieht einen einmaligen Bruttoaufwand von 75,42 Millionen Franken vor. In diesem Betrag sind 12 Millionen Franken aus kantonalen Mitteln enthalten. Die übrigen Mittel werden durch die Globalbeiträge des Bundes aus der CO₂-Teilzweckbindung gedeckt. Dieser Verpflichtungskredit erlaubt die Erweiterung der Förderungen energieeffizienter Massnahmen und erneuerbarer Energien. Der Grosse Rat hat die kantonalen Mittel im Aufgaben- und Finanzplan (AFP) 2020–2023 eingestellt.

Basierend auf dem durch die Eidgenossenschaft ratifizierten Klimaabkommen 2015 von Paris und den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen hat der Bundesrat entschieden, bis 2030 den CO₂-Ausstoss um 50 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Er hat weiter festgelegt, dass die Schweiz schneller handeln muss und bis 2050 klimaneutral sein soll. Mit der geplanten Totalrevision des CO₂-Gesetzes soll die gesetzliche Basis für die Erreichung von Netto-Null bis 2050 geschaffen werden.

Die Aufgabenteilung mit dem Bund im Energiebereich weist den Kantonen den Gebäudebereich als Schwerpunkt zu. In der vom Grossen Rat im Jahr 2015 verabschiedeten Energiestrategie "energieAARGAU" sind die Zielsetzungen der Energiestrategie 2050 des Bundes enthalten. Der Gebäudebereich spielt darin eine entscheidende Rolle.

Auslöser für Investitionen in der Privatwirtschaft

Das nun vorliegende "Förderprogramm Energie 2021–2024" unterstützt Massnahmen an der Gebäudehülle, Holzheizungen, solarthermischen Anlagen und Wärmepumpen. Neu stehen auch Mittel für Pilotanlagen zur Verfügung. Mit dem Einsatz von 12 Millionen Franken über 4 Jahre erhält der Kanton Globalbeiträge des Bundes von rund 60,4 Millionen Franken.

Mit den Förderungen werden zwischen 375 und 750 Millionen Franken an Investitionen in der Privatwirtschaft ausgelöst. Die energetische Wirkung beträgt rund 1,44 Terrawattstunden. Die CO₂-Emissionen können um über 440'000 Tonnen reduziert werden. Gleichzeitig kann die Abhängigkeit von Importen von fossilen Energieträgern für den Gebäudebereich kontinuierlich gesenkt werden.

Die Erfahrungen mit den Förderprogrammen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die Energieeffizienz wirksam gesteigert und der CO₂-Ausstoss markant gesenkt werden kann. Das Förderprogramm stellt eine flankierende Massnahme zur Änderung des Energiegesetzes dar. Es hilft mit, den Absenkpfad des CO₂-Ausstosses zu beschleunigen und leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Versorgungssicherheit vor allem im Winterhalbjahr.

Öffentliche Anhörung vom 24. März bis 26. Juni 2020

Die öffentliche Anhörung zum Verpflichtungskredit für das "Förderprogramm Energie 2020–2024" dauert vom 24. März bis am 26. Juni 2020.

Quelle: Kanton Aargau

25.3.2020

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