Neuer Leistungsauftrag 2021–2024 für die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW)

Marcus Tullius Cicero

Die Gerechtigkeit erkennt man daran, dass sie jedem das seine zuerteilt.

Justitia in suo cuique tribuento cernitur.

Marcus Tullius Cicero

Die grossrätliche Kommission für Bildung, Kultur und Sport (BKS) genehmigt einstimmig den Leistungsauftrag der FHNW für die Jahre 2021–2024 und den damit verbundenen Verpflichtungskredit in der Höhe von 336,97 Millionen Franken.

Der finanzielle Mehrbedarf der FHNW für die neue Leistungsperiode 2021–2024 wird von der Kommission BKS anerkannt. Dieser begründet sich unter anderem auf der Tatsache, dass die Trägerbeiträge seit 2012 fast unverändert geblieben sind, während die Studierendenzahlen in derselben Zeitspanne um 32 Prozent gestiegen sind. Der begründete Mehrbedarf liegt – im Vergleich zum aktuellen Leistungsauftrag – bei 2,8 Prozent oder 19,2 Millionen Franken. Der Kanton Aargau beteiligt sich mit einem jährlichen Betrag von 84,24 Millionen Franken an der FHNW.

Verlängerung der Leistungsauftragsperiode

Die Leistungsauftragsperiode wird neu von drei auf vier Jahre verlängert und stimmt somit zeitlich mit der Laufdauer der übergeordneten bundesrätlichen Botschaft für Bildung, Forschung und Innovation (BFI) überein.

FHNW soll für Studierende aus den Trägerkantonen erste Wahl sein

Im Leistungsauftrag wird festgehalten, dass die FHNW für die Studierenden aus den Trägerkantonen die erste Wahl für ihre Ausbildung sein soll. Die Kommission nimmt dies positiv zur Kenntnis. Die Kommissionsmitglieder erwarten, dass sich die Studierendenzahlen entsprechend positiv entwickeln und sich vor allem an der Pädagogischen Hochschule (PH) zahlreiche Studierende einschreiben werden, so dass sich die Situation in Zusammenhang mit dem Mangel an Lehrpersonen entschärfen wird.

Die Jahresrechnung 2019 der FHNW

In finanzieller Sicht hat die FHNW die Budgetvorgaben eingehalten, der Aufwandüberschuss in der Höhe von 3,7 Millionen Franken fiel nur halb so hoch aus wie budgetiert.

Die Studierendenzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Bei den Neueintritten konnte zudem der rückläufige Trend der letzten zwei Jahre gestoppt werden. 12'646 Studierende waren am 15. Oktober 2019 an der FHNW eingeschrieben, davon 3'444 Studentinnen und Studenten aus dem Kanton Aargau.

Die Zahl der Neueintritte an der PH in Brugg-Windisch ist hingegen weiterhin rückläufig (minus 6 Prozent) und der Ausländeranteil an der Hochschule für Musik in Basel liegt auch in diesem Berichtsjahr bei hohen 70 Prozent; diese beiden Punkte haben in der Kommission zu kritischen Voten geführt.

Die grossrätliche Kommission nimmt die Jahresrechnung einstimmig zur Kenntnis und genehmigt den Bericht über die Erfüllung des Jahres 2019 als Teil des Leistungsauftrags 2018–2020.

Die beiden Vorlagen werden voraussichtlich am 8. September 2020 im Grossen Rat diskutiert.

Quelle: Kanton Aargau

26.8.2020

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