Schweiz kandidiert für einen Sitz im UNO-Sicherheitsrat

Winston Churchill

Die UNO wurde nicht gegründet, um uns den Himmel zu bringen, sondern um uns vor der Hölle zu bewahren.

Winston Churchill

UNO Genf

UNO Genf

Symbolbild by konferenzadhs from Pixabay

«A PLUS FOR PEACE» – So lautet der Slogan für die Kandidatur der Schweiz für einen Sitz im UNO-Sicherheitsrat 2023–2024. Dies gab Bundesrat Ignazio Cassis anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Charta der Vereinten Nationen bekannt. Zur Feier des Jubiläums präsentierte der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten in Begleitung der Generaldirektorin der UNO in Genf, Tatiana Valovaya, ein vergängliches Land-Art-Gemälde des Künstlers Saype im Park des Palais des Nations.

«A PLUS FOR PEACE» lautet der Slogan, der zum Ausdruck bringt, was die Schweiz im UNO-Sicherheitsrat einbringen wird. «Wir wollen der UNO und dem Sicherheitsrat unsere lange Tradition der guten Dienste und unsere Fähigkeit, Kompromisse zu vermitteln, zur Verfügung stellen. Beides ist Teil der Schweizer DNA», sagte Bundesrat Ignazio Cassis. Ein Sitz im Sicherheitsrat, so ist er überzeugt, wird es der Schweiz erlauben, ihre Interessen zu wahren, und wird zur Umsetzung ihrer aussenpolitischen Ziele beitragen. Der Slogan für die Kandidatur wurde aus mehreren Hundert Vorschlägen ausgewählt, die von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des EDA eingereicht worden waren.

Beweggrund für die Entscheidung des Bundesrates im Jahre 2011, für einen nichtständigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat für die Periode 2023–2024 zu kandidieren, war die Absicht, die Interessen und Werte der Schweiz zu fördern. Nachdem letzte Woche die unmittelbaren Vorgänger der Schweiz aus ihrer Stimmrechtsgruppe gewählt wurden, tritt ihre Kandidatur nun in die Schlussphase.

«World in Progress»

Die Organisation der Vereinten Nationen wurde vor genau 75 Jahren in San Francisco gegründet, wo Vertreterinnen und Vertreter von 50 Staaten nach zweimonatigen Verhandlungen die UNO-Charta unterzeichneten. «Die Charta basiert auf den Werten von Frieden und Sicherheit, denen sich auch die Schweiz verschrieben hat», bekräftigte Bundesrat Ignazio Cassis, dem es ein Anliegen war, das Jubiläum mit einem Kunstwerk des in Bulle wohnhaften Künstlers Saype zu feiern. Der Künstler ist für seine monumentalen und vergänglichen Bilder in Landschaften bekannt. «World in Progress» ist ein 6000 Quadratmeter grosses Gemälde, das mit umweltfreundlicher, hauptsächlich aus Kreide und Holzkohle bestehender Farbe gesprüht wurde. Es symbolisiert die gemeinsame Gestaltung der Zukunft.

75-jähriges Bestehen der Vereinten Nationen

Die Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft ist auch das Thema eines weltweiten Dialogs der UNO anlässlich ihres 75-jährigen Bestehens mit dem Motto «The Future we want, the UN we need» (Welche Zukunft wollen wir, welche UNO brauchen wir?). Bei diesem Dialog mit der Bevölkerung geht es um die von der UNO angestrebten Reformen, damit sie mit einer Welt mithalten kann, die sich so schnell wie nie in der Geschichte der Menschheit verändert. Während ihres 75-jährigen Bestehens durchlief die UNO mehrere Anpassungsprozesse und kann bedeutende Erfolge vorweisen wie die Entkolonialisierung, die Befriedung etlicher Länder und die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung.

«Die Schweiz unterstützt die laufenden Reformen für eine UNO, die bereit ist für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts», sagte Bundesrat Ignazio Cassis. Er betonte ausserdem, dass eine starke und wirksame UNO im Interesse der Schweiz ist, weil unser Land auf eine Weltordnung angewiesen ist, die auf der Stärke des Rechts und nicht auf dem Recht des Stärkeren beruht.

75 Jahre UNO - Website (englisch)

Rede von Bundesrat Ignazio Cassis

Quelle: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten

30.6.2020

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