Schweizer Detailhandel wächst im August 2020 um 1,6% - Konsumentenpreise stabil

Paul Flaskämper

Eine Überschätzung der Statistik ist ebenso bedenklich wir ihre Unterschätzung. Die Wahrheit liegt in der Mitte.

Paul Flaskämper

Einkaufswagen

Einkaufswagen

Symbolbild bei Pixabay

Die um Verkaufs- und Feiertagseffekte bereinigten Detailhandelsumsätze sind im August 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat nominal um 1,6% gestiegen. Saisonbereinigt sind die nominalen Detailhandelsumsätze gegenüber dem Vormonat um 2,1% zurückgegangen. Dies zeigen die provisorischen Ergebnisse des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Die realen, um Verkaufs- und Feiertagseffekte bereinigten Detailhandelsumsätze sind im August 2020 im Vorjahresvergleich um 2,5% gestiegen. Die reale Entwicklung berücksichtigt die Teuerung. Gegenüber dem Vormonat sind die realen Detailhandelsumsätze saisonbereinigt um 1,9% zurückgegangen.

Entwicklung in den Branchen

Bereinigt um Verkaufs- und Feiertagseffekte verzeichnete der Detailhandel ohne Tankstellen im August 2020 gegenüber August 2019 ein Wachstum des nominalen Umsatzes von 2,8% (real +3,4%). Die Umsätze der Tankstellen sinken weiterhin (nominal: –12,4%; real +2.5%).

Der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren verbuchte eine Zunahme der nominalen Umsätze von 8,4% (real +8,1%), während der Nicht-Nahrungsmittelsektor ein nominales Minus von 1,7% registrierte (real –0,4%). Ein nach wie vor starkes Umsatzwachstum registrierten die Branchen «Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik» (+23,5%; real +33,1%) und «Marktstände, Versand und Internethandel» (+20,1%; real +20,8%). Die Branche «sonstige Güter (Bekleidung, Apotheken, Uhren und Schmuck)» hingegen verzeichnete mit 13,2% weniger Umsatz (real –12,5%) den grössten Rückgang.

Saisonbereinigt verbuchte der Detailhandel ohne Tankstellen im August gegenüber dem Vormonat einen nominalen Umsatzrückgang von 2,2% (real –2,0%). Der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren verzeichnete einen nominalen Umsatzrückgang von 0,8% (real –0,3%). Der Nicht-Nahrungsmittelsektor registrierte ein nominales Minus von 2,9% (real –3,1%).

Konsumentenpreise sind im September stabil geblieben

Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) blieb im September 2020 im Vergleich zum Vormonat unverändert beim Stand von 101,2 Punkten (Dezember 2015 = 100). Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat betrug die Teuerung –0,8%. Dies geht aus den Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

Die Preisstabilität gegenüber dem Vormonat resultiert aus entgegengesetzten Entwicklungen, die sich insgesamt aufgewogen haben. Die Preise für Pauschalreisen ins Ausland sind gesunken, ebenso wie jene für Hotelübernachtungen und Luftverkehr. Demgegenüber sind die Preise für Bekleidung und Schuhe sowie jene für andere Früchte (Trauben und Melonen) gestiegen.

Quelle: Bundesamt für Statistik

1.10.2020

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