Tötungsdelikt Hausen: Gerichtsverhandlung vor Bezirksgericht Brugg

Manfred Poisel

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Manfred Poisel

Justizia

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Im Strafverfahren gegen den Beschuldigten des Tötungsdelikts Hausen kommt es ab Montag, 23. November 2020, zur Gerichtsverhandlung vor dem Bezirksgericht Brugg. Die Verhandlung dauert voraussichtlich drei Tage. Sie findet in der Mehrzweckhalle Hausen statt.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, seine Ehefrau und seine Schwägerin erstochen zu haben. Die Anklage vom 13. August 2020 lautet auf mehrfachen Mord. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine lebenslängliche Freiheitsstrafe.

Ablauf der Verhandlung

Die Verhandlung findet in der Mehrzweckhalle Hausen, Hauptstrasse 28 in 5212 Hausen AG, statt. Sie beginnt am Montag, 23. November 2020, um 08:00 Uhr mit der Befragung von Auskunftspersonen, zu der einzig die Medienschaffenden zugelassen sind. Ab circa 10:20 Uhr werden verschiedene Zeugen, ein Gutachter sowie der Beschuldigte befragt. Ab diesem Zeitpunkt ist die Verhandlung auch für Privatpersonen öffentlich.

Verhandlungsbeginn am Dienstag, 24. November 2020, ist ebenfalls um 08:00 Uhr. Vorgesehen sind die Parteivorträge beziehungsweise Plädoyers der Parteien. Am Mittwoch, 25. November 2020, ist um 16:00 Uhr die Urteilseröffnung geplant. Eine Endzeit der Verhandlungsdauer an den Abenden kann nicht angegeben werden; sie richtet sich nach dem konkreten Zeitbedarf. Das Gericht wird im Lauf der Verhandlung über den genauen zeitlichen Ablauf orientieren.

Anmeldung

Wer an der Verhandlung teilnehmen möchte, muss sich bis Freitag, 30. Oktober 2020, anmelden. Dies gilt sowohl für Medienschaffende als auch für Privatpersonen. Die Anmeldung ist zu richten an bezirksgericht.brugg@ag.ch,

unter Angabe

des Vornamens und Namens

des Geburtsdatums

der Adresse

sowie unter Einreichung

Kopie eines Personalausweises (Identitätskarte, Pass)

Medienschaffende haben zudem über das Medienunternehmen zu orientieren.

Da die Platzverhältnisse beschränkt sind, ist es möglich, dass nicht alle Personen, die sich anmelden, teilnehmen können. Grundsätzlich werden die Anmeldungen nach ihrem Eingang berücksichtigt. Aufgrund ihrer Rolle eines Bindeglieds zwischen den Gerichten und der Bevölkerung werden in erster Linie die Vertreterinnen und Vertreter der Medien berücksichtigt.

Die angemeldeten Medienschaffenden und Privatpersonen erhalten nach der Anmeldung weitere Informationen, insbesondere über die definitive Zulassung. Weitere Auskünfte sind zurzeit nicht möglich.

Es ergeht der Hinweis, dass Bild- und Tonaufnahmen innerhalb der als Gerichtsgebäude dienenden Liegenschaft nicht gestattet sind. Überdies sind bei der Berichterstattung die schutzwürdigen Interessen der Beteiligten, insbesondere deren Persönlichkeitsrechte, zu wahren.

Änderung und Erweiterung der Anklage

Gemäss Art. 333 der Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO) gibt das Gericht der Staatsanwaltschaft Gelegenheit, die Anklage zu ändern, wenn nach seiner Auffassung der in der Anklage umschriebene Sachverhalt einen anderen Straftatbestand erfüllen könnte. Dies ist in diesem Fall geschehen. Die erste Anklage der Staatsanwaltschaft lautete auf mehrfache vorsätzliche Tötung. Beantragt war eine Freiheitsstrafe von zwanzig Jahren. Die demgegenüber erweiterte Anklage erfolgte am 13. August 2020.

Mehr zum Thema

Vergleiche auch die Medienmitteilung der Kantonspolizei Aargau vom 8. Januar 2018 und deren Nachtrag sowie der Staatsanwaltschaft Aargau vom 10. Januar 2018 und 30. März 2020.

Quelle: Kanton Aargau

21.10.2020

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