Gebirgsspezialisten der Schweizer Armee: Der Lawine auf der Spur

Karl Stecher jun. / Independent Salzburg Press ISP

Wenn es so weiter schneit, müssen wir die Schlittenhunde hervorholen.

Karl Stecher jun. / Independent Salzburg Press ISP

Gebirgsspezialisten der Schweizer Armee

Gebirgsspezialisten der Schweizer Armee

Ein Lawinenopfer ist in beeindruckendem Tempo aufgefunden worden. Bild ZVG Schweizer Armee

Die Gebirgsspezialisten der Schweizer Armee analysieren die Schneeverhältnisse und schätzen die Risiken einer Lawine ein. Im Ernstfall sind sie bereit für Such- und Rettungseinsätze im Schnee. Sie leisten damit einen Beitrag zum Schutz der betroffenen Truppe und der Bevölkerung.

Der schneereiche Januar bringt eine erhöhte Lawinengefahr mit sich. Verschiedene Verkehrsachsen auf der Strasse und der Bahn sind darum gesperrt.

Die Gebirgsspezialisten kümmern sich nicht nur um die Analyse der Schneeverhältnisse, sie liefern auch Informationen an entsprechende Bulletins von zivilen Partnern. Einer dieser Partner ist das WSL-Institut für Schnee und Lawinenforschung SLF in Davos. Das Gebirgszentrum der Armee in Andermatt bildet die Gebirgsspezialisten aus. Zusätzlich betreibt das Zentrum auch eine Lawinenzentrale und hält sich bereit für Such- und Rettungsaktionen.

Neben den Profikomponenten wie Instruktoren und Bergführern verfügt das Kompetenzzentrum auch über folgende Milizfunktionen: Das Gebirgsspezialistenbataillon 1, Gebirgsspezialisten Bereitschaftsdetachement 104/204, die Durchdiener und die Gebirgsspezialistenschule 15.

Die schwachen Schneeschichten zu bestimmen ist ein Schlüsselelement in der Lawinenprävention. Dies bestätigt der Chef der Lawinenzentrale von Andermatt, Hans Martin Hänni, Instruktor und Bergführer. Diese Schichten führen dazu, dass eine Lawine niedergeht. Die Gebirgsspezialisten übten die Schneeanalyse und die Rettung von Verschütteten Mitte Januar in Andermatt.

Dank den Kompetenzen der Gebirgsspezialisten leistet die Schweizer Armee einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Truppe und der Bevölkerung im Winter.

Quelle: Schweizer Armee

20.1.2019