Sportsoldat Claudio Imhof gewinnt als erster Schweizer einen Omnium-Weltcup

Claudio Imhof, Sportsoldat

Mein Schlüssel zum Erfolg lautet Kontinuität.

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Claudio Imhof

Claudio Imhof

Der stolze Weltcupsieger: Sportsoldat Claudio Imhof. Bild ZVG Schweizer Armee

Am Freitag verbesserte Claudio Imhof beim Rad-Bahn-Weltcup in Cambridge (NZL) mit seinen Kollegen im Bahnvierer den Schweizer Rekord. Und zum Abschluss gewann der 28-jährige Thurgauer Sportsoldat als erster Schweizer überhaupt in der olympischen Disziplin Omnium ein Weltcup-Rennen.

«Mein Schlüssel zum Erfolg lautet Kontinuität. Sofern man von Krankheiten und Verletzungen verschont bleibt, und man stetig hart und zielorientiert arbeiten kann, macht man Fortschritte», sagt der Schweizer Teamleader zu den letzten Erfolgen. Auch der Erfolg mit dem Bahnvierer, zu dem auch die Sportsoldaten Stefan Bissegger, Cyrille Thièry und Frank Pasche gehören, sei nicht aus heiterem Himmel gekommen. «Die diversen Rückschläge, wie im Dezember in Berlin, haben uns trotz des Negativerlebnisses noch mehr zusammengeschweisst», so Imhof. «Wenn alle am selben Strick ziehen und jeder für jeden durchs Feuer geht, kann man schnell fahren. Und das war in Neuseeland der Fall.» Das Quartett senkte in identischer Besetzung den Schweizer Rekord von der EM im letzten Sommer in Glasgow um über 1,7 Sekunden von 3:56,542 auf 3:54,858 Minuten, eine auch im internationalen Vergleich ausgezeichnete Zeit.

In einem Monat sind die WM

Der Wettkampf in Neuseeland kostete Imhof Nerven. «In meinem ganzen Leben war ich vor dem Punktefahren noch nie so nervös gewesen, weil ich in Führung lag und wusste, dass es eng wird», so der WM-Dritte von 2016 im Scratch, der bisher im Weltcup im Omnium zweimal als Dritter auf dem Podest gestanden hatte. Zuletzt vor einem Jahr in Pruszkow (POL), dort wo in gut einem Monat die Bahn-WM stattfinden. Neben Imhof fuhr in Neuseeland in einem Einzelrennen auch Théry Schir einen Podestrang heraus, als Zweiter im Scratch.

623 Spitzensport-WK-Tage im letzten Jahr

Die Bahnfahrer, für die diese Rennen zur Olympia-Qualifikation für Tokio 2020 zählen, bestreiten nun am nächsten Wochenende den Weltcup in Hongkong. Dort werden auch Schweizerinnen, die Sportsoldaten Aline Seitz und Andrea Waldis, mit dabei sein. Im letzten Jahr absolvierten die Bahnfahrer von Swiss Cycling 623 Spitzensport-WK-Tage für Training und Wettkampf. in diesem Jahr haben die acht militarisierten Athletinnen und Athleten dafür bereits 168 WK-Tage einsetzen können.

Quelle: Schweizer Armee

22.1.2019