Regionalpolizei Zofingen setzt klare Zeichen gegen "Autoposer"

Forrest Gump

Dumm ist, wer dumme Sachen macht.

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Manipuliertes Luftfahrwerk ohne Federwirkung

Manipuliertes Luftfahrwerk ohne Federwirkung

Bild ZVG Stadt Zofingen

In den Sommermonaten ging die Regionalpolizei Zofingen aktiv gegen sogenannte "Autoposer" vor. Dabei verzeigte sie diverse Lenker an die Staatsanwaltschaft. Drei Fahrzeuge wurden vorübergehend aus dem Verkehr genommen und die illegal verbauten Teile eingezogen.

Nachdem die Regionalpolizei Zofingen im Frühjahr bereits aktiv gegen die sogenannten "Autoposer" vorgegangen ist, führte sie während den Sommermonaten weitere gezielte Schwerpunktkontrollen gegen die unerwünschten "PS-Boliden" durch. Im Fokus standen dabei unter anderem die Fahrzeugtechnik und illegale Abänderungen, wie auch das Fahrverhalten der Fahrzeuglenker.

Auffallend war, dass meist Junglenker mit den PS-starken Sportwagen unterwegs waren. Die Sportwagen waren oftmals in originalem Zustand. Die Lenker öffneten jedoch per Tastendruck die Auspuffklappen, wodurch die Fahrzeuge lauter wurden. Gerade an stark frequentierten Orten wie Tankstellen oder Restaurants wurde in tiefen Gängen beschleunigt, so dass die Fahrzeuge massiven Auspufflärm und Knallgeräusche produzierten. Mehrere Junglenker wurden unter anderem wegen Verursachens von vermeidbarem Lärm an die Staatsanwaltschaft verzeigt.

Diverse Fahrzeughalter wurden wegen illegalen Abänderungen der Beleuchtung, des Fahrwerks oder der Felgen verzeigt und mussten diese im Nachgang zurückbauen.

Bei vier Automobilisten musste aufgrund der Abänderungen das Fahrzeug sichergestellt und zur Überprüfung der Verkehrstechnik oder Motorfahrzeugkontrolle (MFK) zugeführt werden. Ein Junglenker konnte das serienmässige Luftfahrwerk mittels eines zusätzlichen Steuergeräts während der Fahrt so manipulieren, dass dieses mit maximaler Tieferlegung ohne jegliche Federwirkung fahren konnte. Ein weiteres Fahrzeug fiel durch Auspufflärm auf. Während der Fahrzeugkontrolle kam in der Reserveradmulde ein sogenannter Soundbooster zum Vorschein, welcher mit dem Auspuffstrang verbunden war. Dadurch konnte der Auspuffton verändert werden. Während beim dritten Fahrzeug diverse kleinere technische Abänderungen von der Polizei dokumentiert wurden, kamen beim vierten Fahrzeug massive Eingriffe an der Auspuffanlage zum Vorschein, welche das Fahrzeug deutlich lauter machten. So wurde der Inhalt der beiden Katalysatoren, welche eigentlich nicht einmal für dieses Fahrzeug bestimmt waren, teils ausgeräumt. Zudem wurden die beiden Endschalldämpfer an der Oberseite aufgeschnitten und anschliessend das Innenleben bearbeitet und teils entfernt, ehe die Schalldämpfer wieder zugeschweisst wurden.

Im Herbst und Winter wird sich die Problematik der "Autoposer" erfahrungsgemäss etwas entschärfen. Die Regionalpolizei wird die Thematik aber im Auge behalten und je nach Bedarf auch künftig gezielte Schwerpunktkontrollen durchführen.

Quelle: Stadt Zofingen

19.9.2020

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