Schlagzeile des Tages - 2020

  • 24.2.2020 - Güdismontag

    Bund pfeift Krankenkasse zurück: Sympany lockte mit illegalen Rabatten

    Die Krankenkasse Sympany hat es beim Kundenfang übertrieben. Sie legte rund 8000 Kunden rein, die ihre Grundversicherung letztes Jahr gekündigt hatten. Und bot ihnen bis zu 500 Franken an, wenn sie blieben. Doch das Bundesamt für Gesundheit intervenierte. Die Krankenkassen buhlen nicht nur mit Gutscheinen um neue Kunden. Sie machen abtrünnigen Versicherten auch mit Geschenken den Hof. Eine neue Masche hat sich die Krankenkasse Sympany einfallen lassen. Mit illegalen Spezialtarifen wollte sie Kunden in der Grundversicherung zurückgewinnen, die bereits gekündigt hatten. Der Versicherte Thomas Rose* (48) kündigte den Sympany-Vertrag seiner Familie letzten Herbst. Er hatte schon ein Angebot einer günstigeren Krankenkasse auf dem Pult liegen. Darauf rief ihn ein Sympany-Mitarbeiter an. «Er fragte mich, ob meine Familie bereit wäre zu bleiben, wenn Sympany den Differenzbetrag begleicht», sagt der Kunde. Rose war einverstanden, nachdem ihm Sympany schriftlich eine Gutschrift von 1600 Franken per Februar 2020 bestätigt hatte. Doch die Gutschrift blieb aus. Stattdessen erhielt Rose einen Brief von Sympany. Dieser liegt BLICK vor. Darin zieht Sympany das Gutschriftversprechen zurück. Der Grund: Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat festgestellt, dass das Rückkehrangebot in der Grundversicherung rechtswidrig war. Schreibt BLICK.

    Und? Wundert sich da jemand? KK-Business as usual. Lassen wir uns mit dem längst alltäglich gewordenen Ärger mit den Krankenkassen nicht den Wochenstart vermiesen. Ab nach Luzern, wo der Güdismontag zelebriert und gefeiert wird.

  • 23.2.2020 - Tag der stabilen Genies

    Bernie Sanders straft bei der Vorwahl in Nevada die Konkurrenz ab

    Der Spitzenkandidat des linken Flügels hat seine Führungsposition im Feld der demokratischen Präsidentschaftsbewerber durch seinen deutlichen Sieg in Nevada weiter konsolidiert. Die Unruhe steigt unter den Gemässigten, die weiter gegeneinander im Wettbewerb liegen. Der selbst erklärte «demokratische Sozialist» Bernie Sanders hat seinen Vorsprung in den ersten Vorwahlen für die Präsidentschaft mit einem klaren Sieg in Nevada ausgebaut. Bereits am Samstagnachmittag (Ortszeit) erklärte die Nachrichtenagentur AP Sanders auf der Basis der vorläufigen Resultate zum Sieger. Er hatte am Abend rund doppelt so viel Zuspruch wie der nächstfolgende Bewerber, der frühere Vizepräsident Joe Biden. Dahinter folgten nochmals deutlich abgeschlagen Pete Buttigieg, Elizabeth Warren sowie Tom Steyer, der ausserordentlich viel Geld in diese Vorwahl investiert hatte. Schreibt die NZZ.

    Sieht richtig gut aus für the stable Genius*. Ein 78-jähriger Herausforderer? Dagegen ist ja Trump mit seinen 73 Jahren der reinste Jungbrunnen. Wozu sollte denn The Donald noch den russischen Geheimdienst brauchen, den die US-Medien – und die transatlantische Durchlauferhitzerpresse, die von den US-Agenturen jeden Blödsinn übernimmt – in ihrer Paranoia auf der Jagd nach Schlagzeilen als Bösewicht herbei schreiben? Ganz so, als ob nicht die USA selber genügend fragwürdige Geheimdienstklitschen hätte, denen man so ziemlich alles zutrauen darf. Ohne jetzt eine Verschwörungstheorie zu lancieren, darf man getrost davon ausgehen, dass bei den letzten Präsidentschaftswahlen in den USA irgendeiner der amerikanischen Geheimdienste in irgendeiner Form ebenfalls mitgewirkt hat. Man darf sicherlich fragen, weshalb sich das FBI so kurz vor der Wahl die unsägliche Hillary vorgeknöpft hat.

    * Es wird Zeit, dass auch einmal erklärt wird, was The Donald eigentlich mit seinem Tweet «I am a very stable Genius» wirklich meinte. Fälschlicherweise interpretierten alle westlichen und unwestlichen (neue Wortschöpfung, copyright by LUZART) Medien diese Äusserung als grossgekotzte Angeberei von einem intellektuell etwas minderbemittelten US-Präsidenten, der sich selber als Genie bezeichnet. In Tat und Wahrheit aber ist «THE STABLE GENIUS ACT» ein vom US-Abgeordneten Brendan Boyle verfasster Gesetzentwurf, wonach Präsidentschaftskandidaten eine ärztliche Untersuchung ablegen und die Ergebnisse vor den allgemeinen Wahlen öffentlich bekannt geben müssen. Nachlesbar auf Wikipedia (Englisch).

  • 22.2.2020 - Tag der Strafmilliarden

    Abtretender UBS-Chef warnt vor Abstieg des Schweizer Finanzplatzes

    Der abtretende UBS-Chef Sergio Ermotti hat in einem Zeitungsinterview vor einem Abstieg des Schweizer Finanzplatzes wegen des Brexits gewarnt. Mehrere Länder würden die Regulierung nutzen, um die eigenen Bankinstitute im internationalen Wettbewerb zu bevorzugen. «Nach dem Brexit werden die Briten mit aller Kraft versuchen, den Finanzplatz zu stärken. Durch eine strenge, aber pragmatische Regulierung», sagte Ermotti in einem Interview mit den «CH Media"-Zeitungen vom Samstag. «In der Schweiz fehlt dieser Pragmatismus manchmal.» Die Schweiz sei zwar aus politischer und regulatorischer Sicht weiterhin ein Standortvorteil für eine Grossbank, sagte der 59-jährige Tessiner. Die Schweiz müsse aber aufpassen, dass sie nicht ins Hintertreffen gerate. «Unser Referenzpunkt muss der Finanzplatz London sein.» «Nach dem Brexit werden die Briten mit aller Kraft versuchen, den Finanzplatz zu stärken. Durch eine strenge, aber pragmatische Regulierung», sagte Ermotti in einem Interview mit den «CH Media"-Zeitungen vom Samstag. «In der Schweiz fehlt dieser Pragmatismus manchmal.» Die Schweiz sei zwar aus politischer und regulatorischer Sicht weiterhin ein Standortvorteil für eine Grossbank, sagte der 59-jährige Tessiner. Die Schweiz müsse aber aufpassen, dass sie nicht ins Hintertreffen gerate. «Unser Referenzpunkt muss der Finanzplatz London sein.» Schreibt BLICK.

    Was er, der Motti, in diesem Interview absondert, darf der Rubrik «Realsatire» zugeordnet werden. Für den Abstieg des Schweizer Finanzplatzes haben die Bankster bis jetzt selbst gesorgt. Es war ja nicht «die Schweiz», die die UBS bei der letzten Finanzkrise beinahe in den Bankrott getrieben hat, sondern der glorreiche Oberbankster Marcel Ospel. «Die Schweiz» hat die UBS damals aber gerettet. Wie viele Strafmilliarden musste denn «die beste Bank der Schweiz» unter Ermotti allein an die USA bezahlen? Gegen diese Summe, mit der die AHV auf Jahrzehnte hätte saniert werden können, sind ja selbst die Boni der UBS-Bankster Almosen. Und bezüglich Regulierung und Vorschriften der Schweizer Banken durch die Regierung braucht sich Ermotti nun wirklich keine Sorgen zu machen. Die unzähligen Bank-Lobbyisten* aus dem Parlament geben sich im Hohen Haus in Bern die Türklinken in die Hand, wenn am Zürcher Paradeplatz auch nur gehüstelt wird.

    * Ein Blick auf Lobbywatch gibt Auskunft. Sie werden staunen, wen Sie da so antreffen.

    Bankster
  • 21.2.2020 - Tag der Spreizwürde

    Nach Morden in Hanau: Klingbeil fordert Beobachtung der AfD durch Verfassungsschutz

    SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat nach dem mutmasslich rassistisch motivierten Anschlag von Hanau eine Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz gefordert. Man müsse das klar benennen: «Da hat einer geschossen in Hanau, danach sieht es aus, aber es waren viele, die ihn munitioniert haben und da gehört die AfD definitiv mit dazu.» Die Partei habe das gesellschaftliche Klima in den letzten Monaten und Jahren vergiftet, sagte Klingbeil. «Es ist doch völlig klar, dass die AfD eine Partei ist, die beobachtet werden muss vom Verfassungsschutz.» Er sei dafür, dass das sehr schnell in den Sicherheitsorganen entschieden werde und dass es dazu komme. Schreibt die FAZ.

    Die AfD ist eine unappetitliche Partei mit Protagonisten, die man ungestraft gemäss einem Gerichtsurteil «Faschisten» und «Nazis» nennen darf. Doch Klingbeils Instrumentalisierung eines furchtbaren Verbrechens für parteipolitische Zwecke ist nicht weniger unappetitlich und wird nicht nur den ermordeten Opfern nicht gerecht, sondern dürfte der AfD einmal mehr genau die Opferrolle bescheren, die sie wie keine andere Partei in Wählerstimmen umzusetzen vermag. Es gibt Gründe, weshalb sich diese widerlichen Parteien vom Schlage einer AfD in ganz Europa etablieren und in die Parlamente einziehen konnten. Diese Gründe sind bei den Altparteien und den verkommenen und abgehobenen Politeliten mit der unsäglichen Spreizwürde der Etablierten zu suchen. Darüber müsste Klingbeil zwingend nachdenken, bevor seine Partei in die völlige Bedeutungslosigkeit versinkt.

  • 20.2.2020 - Tag der Cleverness

    Ibiza-Ermittlungen: Ermittler decken Grossspenden an FPÖ-Vereine auf

    Schon wieder eine Grossspende: Am 8. Mai 2018 war der blaue Nationalratsabgeordnete Markus Tschank wohl bester Stimmung. "Patria Austria hat €100 k erhalten!", schrieb er seinem damaligen Klubobmann Johann Gudenus per Whatsapp. "Top", antwortete dieser. Das ist nur einer von vielen Chats, die zeigen, wie intensiv sich FPÖ-Politiker mit einem Netzwerk an Vereinen beschäftigten, deren eigentlicher Zweck nach wie vor unklar ist. Ihre Existenz war nach dem berüchtigten Ibiza-Video publik geworden, in dem der damalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache davon sprach, dass man Spenden "vorbei am Rechnungshof" schleusen, also vor der Öffentlichkeit verstecken kann. Ermittler versuchen seit dem Erscheinen des Videos im Mai 2019, derartige Vereine zu finden, übrigens nicht nur bei der FPÖ. Dort wurde man aber rasch fündig: Mindestens vier verdächtige Vereine wurden identifiziert. Vorstandspositionen werden von demselben Kreis an Personen belegt, darunter auch von Markus Braun, Schwager der "blauen Glücksfee" Peter Sidlo, dessen Bestellung zum Casinos-Vorstand Politik und Justiz beschäftigt. Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung. Im Zentrum des Netzwerks dürfte der Verein Austria in Motion stehen. Markus Braun ist dort Obmann, die Rechtsanwälte Tschank, Peter Skolek und Alexander Landbauer waren hintereinander Kassier. Laut einem von Braun beauftragten Wirtschaftsprüfer hatte der Verein im Mai 2019 rund 340.000 Euro zur Verfügung. Spenden dafür haben laut Ermittlern beispielsweise Gudenus und Strache gekeilt. Laut Zeugen gab Gudenus an, der Verein unterstütze "Personen, denen es schlecht gehe", sowie "österreichische Traditionen und Werte". Die Ermittler sehen das anders. Sie denken, dass Austria in Motion genau wie Patria Austria, "Wirtschaft für Österreich" und das "Institut für Sicherheitspolitik" (ISP) in "Absprache mit Heinz-Christian Strache bzw. Johann Gudenus" mit dem Vorsatz gegründet wurden, "finanzielle Zuwendungen für die FPÖ respektive Heinz-Christian Strache zu lukrieren". Schreibt DER STANDARD.

    Das tönt nach einem grossen Skandal. Ist es aber nicht. Business as usual im österreichischen Parteiensumpf. Halt! Auf keinen Fall jetzt mit dem Zeigefinger auf Österreich zeigen: Läuft in der Schweiz in etwa ähnlich ab, allerdings etwas cleverer. Oder in Anlehnung an Forrest Gump: «Dumm ist, wer sich erwischen lässt.»

  • 19.2.2020 - Tag des verlorenen Unrechtsbewusstsein

    Wie sich der Genfer Fast-Bundesrat Pierre Maudet gegen die Publikation eines Interviews wehrt

    Auch eineinhalb Jahre nach Bekanntwerden der Affäre um Pierre Maudet, ist der Genfer Magistrat noch im Amt und kämpft mit allen Mitteln um seine politische Zukunft. Dazu gehört auch, ein ihm unliebsames Interview zu verhindern, das CH Media mit ihm geführt hat. Das ist die Geschichte. Der Magistrat empfängt die beiden schreibenden Journalisten – die Politikchefin und den Romandie-Korrespondenten – in seinem grosszügigen Büro in der Genfer Altstadt, an einem Mittwoch. Er ist gut vorbereitet, hat sich Antworten notiert. Zwei Tage nach dem Interviewtermin, an einem Freitag, wird bekannt, dass Maudets politischer Verbündeter, FDP-Mitglied Simon Brandt, von der Polizei verhaftet wurde. Die Frage steht im Raum, ob Brandt Maudet vertrauliche Informationen weitergab. Am selben Tag erhält Maudet den Interviewtext zum Gegenlesen und er verspricht, bis am Montagmorgen seine Korrekturen zu schicken. Schreibt die AZ.

    Es lohnt sich, die ganze Geschichte um das Interview der AZ mit Maudet zu lesen. Ein Sittengemälde par excellence. In einem Satz des nicht veröffentlichten Interviews betont der wendige FDP-Fast-Bundesrat, nicht die Medien sollen über ihn richten und dass es keine perfekten Politiker gebe. Da muss man dem unersättlichen Gierhals aus Genf tatsächlich zustimmen. Die perfekten Politiker gibt es nicht. Kann es auch gar nicht geben. Das ist und war schon immer eine Utopie. Zu unterschiedlich sind die Ansprüche und Erwartungen einer heterogenen Gesellschaft. Den perfekten Politiker verlangt aber auch niemand. Doch ein Minimum von Moral, Ethik und Anstand würde den hohen Damen und Herren aus der Politik nicht schaden. Diese tragenden Grundpfeiler jeder Demokratie sucht man speziell bei den jüngeren FDP-Politikerinnen und Politikern jedoch vergebens. Vielleicht ist das einer der Gründe, weshalb FDP-Politiker vom Schlage eines Maudets jedwelches Unrechtsbewusstsein verloren haben. Der Fairness halber sei erwähnt, dass es die schwarzen Schafe vom Kaliber Maudets in jeder Partei gibt. Auch ein Christoph Mörgeli von der SVP schämte sich nicht, einerseits täglich über das Schweizer Parlament und den Staat als solches zu lamentieren und sich andererseits hemmungslos bei genau diesem Staat als Angestellter eines staatlichen Museums und Mitglied des Nationalrates finanziell zu bedienen und damit seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Auch der Mörgelis gibt es viele im ach so hohen Haus von Bern. Allerdings fällt auf, dass beinahe immer einer oder mehrere FDP-Granden an vorderster Front in Vorgänge verstrickt sind, die zum Himmel stinken. Siehe die neueste Affäre um die Krypto AG in Zug.

  • 18.2.2020 Tag der Politfloskeln

    Pass ab Geburt, weniger Arbeiten, Erbschaftssteuer: So wollen Wermuth und Meyer die Schweiz umkrempeln

    Am Montag haben die SP-Papabili Cédric Wermuth und Mattea Meyer ihr Programm vorgestellt. Und das hat es in sich. Am Mittwoch endet die Bewerbungsfrist für die Nachfolge von SP-Boss Christian Levrat (48). Dass sich noch jemand meldet, ist eher unwahrscheinlich. Das heisst: Am 5. April wird es zum Duell zwischen den beiden Tandems Cedric Wermuth (33)/Mattea Meyer (32) und Priska Seiler Graf (51)/Mathias Reynard (32) kommen. Und so langsam schälen sich die Unterschiede der Duos heraus. Während Seiler Graf und Reynard ihre Stärke in der persönlichen Breite des Tickets sehen (Unterwalliser und Zürcherin, junger Mann und ältere Frau, linker Gewerkschafter und moderate Exekutivpolitikerin), hat das Duo Meyer/Wermuth am Montag ein eigentliches Programm veröffentlicht. Unter dem Titel «Linker Aufbruch» kündigen sie an, wie sie die SP – und die Schweiz – verändern wollen.

    Bürgerrecht: Den Schweizerpass soll es ab der Geburt geben. Wer hier geboren ist, soll automatisch Schweizer werden. So wie das in Frankreich der Fall ist. Wermuth und Meyer kündigen an, sich für das sogenannte «ius solis» einzusetzen, denn: «Wer hier lebt, gehört dazu.» Das wäre eine Abkehr von den traditionellen Einbürgerungsverfahren, zumindest für Secondos und Secondas.

    Arbeit: Selbstverständlich kämpfen Meyer und Wermuth mit den Gewerkschaften für Mindestlöhne und eine 13. AHV-Rente. Und sie wollen die Digitalisierung nutzen, um «die Lohnarbeit sinnhafter zu machen». So wollen sie das Recht auf Bildung stärken. Aber – das eine alte Juso-Forderung – die Lohnarbeitszeit reduzieren.

    Wohnen: Tiefere Mieten sollen über einen gesetzlichen Renditedeckel erreicht werden.

    Gesundheitskosten: Wermuth und Meyer wollen die unter Levrat aufgegleiste Prämien-Initiative weiterverfolgen. Diese verlangt, dass ein Haushalt nur noch 10 Prozent seines Einkommens für Krankenkassenprämien ausgeben soll. Der Rest würde via Steuern finanziert.

    Kinderbetreuung: Auch über Steuern sollen mehr Krippenplätze finanziert werden.

    Steuern: Für Wermuth und Meyer ist klar: Arbeit und auch die Renten sollen steuerlich entlastet werden. Dafür wollen sie das Kapital stärker belasten. Das versucht derzeit die Juso mit ihrer 99-Prozent-Initiative, die verlangt, dass Dividenden und Zinserträge eineinhalbmal so stark besteuert werden wie Löhne. Zudem wollen sich Wermuth und Meyer für einen schweizweiten Mindeststeuersatz für Firmen einsetzen – und so den Steuerwettbewerb zwischen den Kantonen eindämmen.

    Klima: Bereits vor ein paar Wochen hat Meyer in einem Interview in der «Republik» den Masterplan für die Finanzierung der Klimapolitik vorgelegt: Klimapolitische Massnahmen sollen finanziert werden, indem man eine Erbschaftssteuer für Super-Reiche einführt.

    Schreibt BLICK

    Ob diese doch ziemlich unverbindlichen und etwas altbacken wirkenden Zukunftsvisionen mit den üblichen Politfloskeln reichen, einen neuen und glaubwürdigen Markenkern für die SP zu schaffen, ist mehr als fragwürdig. Das Thema «Digitalisierung», mit dem in der Zukunft so ziemlich alles in unserer Gesellschaft zusammenhängen wird, kommt nicht einmal vor. Zumal die SP ihre früher gefürchtete Kampagnenfähigkeit niemals zurückgewinnen wird, solange sie in der Regierung vertreten ist. So ist das nun mal lieber Cédric: Den Fünfer und das Weggli gibt es nicht. Glaubwürdige Erneuerung der guten alten Tante SP kann nur in der Opposition stattfinden.

  • 17.2.2020 - Tag der Inkontinenz

    Ab sofort gibts mehr Liebe, Sex und Dating

    Der neue Kanal OneLove ist live: 20 Minuten bringt täglich Storys zu allen Themen rund um Liebe, Sex und Dating. Mehr Liebe, mehr Klartext: Ab dem 17. Februar 2020 thematisiert 20 Minuten online und im Print jeden Tag Themen rund um Beziehungen und Bauchkribbeln, LGBTQ+ und Body Positivity, Verhütung und sexuelle Gesundheit, Übergriffe und Sicherheit. Dazu wurde ein neues Ressort und der neue Kanal OneLove geschaffen. 20 Minuten kann dabei auf Experten zählen, die Wissenswertes zu Liebe, Sex und Dating vermitteln. Schreibt 20Minuten.

    Wir wollen doch die neue Woche mit einer positiven Schlagzeile beginnen. 20Minuten lanciert, worauf die Welt bisher vergeblich gewartet hat. Frei nach Verona Feldbusch: Hier werden Sie geholfen. Von Impotenz über Inkontinenz bis hin zur richtigen Stellung – unser aller Pendlermagazin hat die richtigen Antworten auf Ihre Probleme.

  • 16.2.2020 - Tag des Boulevard-Fernsehens

    Erster digitaler Sender der Schweiz: Morgen legen wir los mit Blick TV

    Blick TV läuft täglich von 6 Uhr bis 23 Uhr auf Blick.ch und in der Blick-App. Der Fokus liegt auf Breaking News, Sport und Unterhaltung. Blick TV läuft täglich von 6 Uhr bis 23 Uhr auf Blick.ch und in der Blick-App. Der Fokus liegt auf Breaking News, Sport und Unterhaltung. Blick TV sendet aus den zwei neuen, topmodernen Studios im Ringier Pressehaus in Zürich. Aktuell besteht das Kernteam von Blick TV aus 48 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. «Ringier hat den Mut, das Fernsehen zu erobern und fürs Internet neu zu erfinden. Ich freue mich riesig auf die Arbeit mit meinem kompetenten, kreativen und schlagkräftigen Team», sagt Jonas Projer, Chefredaktor von Blick TV. Im Viertelstunden-Rhythmus sendet das digitale TV Informationen zu Politik, Wirtschaft, Sport und Unterhaltung. Zu sehen ist das neue Angebot auf Blick.ch und in der Blick-App. Die mobile Version von Blick TV kann dank eines neuartigen Players sowohl im Hoch- als auch im Querformat geschaut werden. Alle Beiträge werden untertitelt, was die Smartphone-Nutzung unterwegs und den barrierefreien Zugang ermöglicht. Darüber hinaus werden die Userinnen und User auf Blick.ch deutlich mehr On-Demand Videos finden. Schreibt BLICK.

    Qualitativ ist logischerweise vom Zürcher Dufourstrasse-Boulvard in Sachen TV rein gar nichts zu erwarten. Der übliche Sex-, Crime- und Unterhaltungsmüll. Dennoch muss man vor dem Zofinger Medien-Pionier Michael Ringier den Hut ziehen: Er schafft es immer wieder, das Ringier Imperium auch in Zeiten der digitalen Herausforderungen richtig zu positionieren. Ringier weiss, was seine Klientel verlangt. Und genau das liefert er. Die Welt besteht nun mal nicht nur aus Nobelpreisträgern. Chapeau Michael Ringier!

  • 15.2.2020 - Tag der Schamlosigkeit

    Entscheid zur Crypto-PUK muss warten: Plötzlich zaudert die FDP

    FDP-Präsidentin Petra Gössi brachte als eine der ersten eine Crypto-PUK ins Spiel. Doch nun zögern ausgerechnet die Freisinnigen, ob sie eine Parlamentarische Untersuchungskommission überhaupt wollen. Sie war eine der ersten Politikerinnen, die sich nach der Aufdeckung der Crypto-Affäre zu Wort meldete. FDP-Präsidentin Petra Gössi (44) forderte umgehend eine politische Reaktion: «Wir müssen uns ernsthaft überlegen, ob eine PUK nötig ist», erklärte sie im «Tagesanzeiger». Die FDP prüfe gar, ob sie in der Frühlingssession selbst einen Antrag auf eine Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) stelle, so Gössi. «Das habe ich mit Fraktionschef Beat Walti und ­Vizepräsident Andrea Caroni so abgesprochen.» Es gehe nicht an, dass man erst im Sommer wisse, was Sache ist. Nur zwei Tage später scheint die FDP den Fuss wieder vom Gaspedal genommen zu haben. Gestern wollte das Büro des Nationalrates darüber entscheiden, ob eine PUK eingesetzt werden soll, um die Affäre um die Zuger Crypto AG zu beleuchten. Doch der Entscheid wurde auf Anfang März vertagt. «Das Büro will zuerst den Präsidenten der Geschäftsprüfungsdelegation anhören und auch dem Bundesrat sein Recht auf Anhörung gewähren», so Nationalratspräsidentin Isabelle Moret (49, FDP). Dies sehe das Parlamentsgesetz so vor. Schreibt BLICK.

    FDP-Politiker wollen lückenlose Aufklärung - oder doch nicht?

    Die Empörung ist allenthalben gross. SP, Grüne, aber auch SVP-Doyen Christoph Blocher fordern eine PUK, eine Parlamentarische Untersuchungs-Kommission. FDP-Nationalrat Thierry Burkart forderte auf Twitter als einer der Ersten Konsequenzen. Der Luzerner FDP-Ständerat Damian Müller pochte in der «Rundschau» auf eine «lückenlose Aufarbeitung» – der Bundesrat, speziell das VBS, sei gefragt. Der Präsident der Aussenpolitischen Kommission des Ständerats sagt: «Wir können diese Berichte nicht auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschieben.» Man müsse «Tempo Teufel Klarheit schaffen». FDP-Parteichefin Petra Gössi verkündete deshalb bereits am Dienstagabend gegenüber der TX Group, dass eine PUK eine «ernsthafte Option» sei. Womöglich reichen die Freisinnigen den Antrag in der Frühlingssession im März gleich selbst ein. Doch für den Freisinn verspricht die Untersuchung der Vorfälle um die Crypto-Affäre unangenehm zu werden, gibt SP-Generalsekretär Michael Sorg zu bedenken. Denn bei genauerem Hinsehen offenbart sich: die Protagonisten sind fast alle Mitglieder der FDP. Etwa der ehemalige FDP-Bundesrat Kaspar Villiger, erst Verteidigungs-, später Finanzminister. Er soll gewusst haben, dass die Zuger Firma von ausländischen Geheimdiensten kontrolliert wurde, habe aber geschwiegen. «Handlangerdienste für Drittstaaten, die den Ruf der Schweiz als verlässlich neutrales Land beschädigen können, hätte ich niemals gedeckt», dementiert dieser. Oder Georg Stucky, alt FDP-Nationalrat, ehemaliger Zuger Regierungsrat und Verwaltungsratsmitglied der Crypto AG. Gemäss CIA-Papier ist er vom CEO der Firma über die Spionage-Operationen informiert gewesen. Heute kann er sich daran jedoch nicht mehr erinnern, wie er sagt. Oder Peter Regli, damaliger Chef des militärischen Nachrichtendienstes und FDP-Mitglied. Er sagt nichts zu den Vorwürfen, seine Behörde sei informiert gewesen über die Vorgänge zwischen US- und deutschen Geheimdiensten in der Crypto AG. Oder der ehemalige Chef des Nachrichtendienstes, FDP-Mitglied Markus Seiler. Er ist heute Generalsekretär im Aussendepartement von FDP-Bundesrat Ignazio Cassis. Oder Rolf Schweiger, Zuger FDP-Ständerat zwischen 1999 und 2011 und kurzzeitig Präsident der FDP Schweiz. Auch er sass im Verwaltungsrat der Crypto AG. CH Media schreibt heute: «Die Crypto-Affäre könnte sich zu einer FDP-Affäre auswachsen.» Im Verwaltungsrat der Crypto AG seien zahlreiche Zuger Persönlichkeiten gesessen: «Anwälte an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Politik, tief verankert in der FDP und dotiert mit zahlreichen Mandaten.» FDP-Chefin Gössi will die Crypto-Affäre gegenüber der «TX Group» nicht auf eine bestimmte Partei reduzieren. Die Verantwortung sei jeweils bei verschiedenen Bundesräten aus unterschiedlichen Parteien und Departementen gelegen. Ob die Beteuerungen der FDP-Verantwortungsträger stimmen, wird die Untersuchung zeigen. Der ehemalige deutsche Geheimdienstberater Bernd Schmidbauer ist in der «Rundschau» wenig überzeugt: «Ich hatte ja direkten Kontakt zur Spitze Schweizer Dienste und nehme an, dass sie nicht uninformiert waren.» Schreibt NAU.

    Man kann wirklich nur noch staunen, was aus dieser ehemals staatstragenden und für die Schweiz so wichtigen Partei des Freisinns geworden ist. Wäre die Schweizer FDP in Italien unterwegs, würde man ohne Wimpernzucken von mafiösen Zuständen sprechen. In der Schweiz nennt man die «Mafia» jedoch «Connections». Tönt etwas unverbindlicher, kommt aber auf's Gleiche raus. Die Wendehälse der FDP-Neolippen, insbesondere die jüngeren Semester, die frei von jeglicher Moral und Ethik sind und sich schamlos dank ihren politischen Ämtern privat beim Staat bedienen, siehe Ständerat Damian «ich bin nicht schwul» Müller, betätigen sich als Totengräber der Demokratie.

  • 14.2.2020 - Valentinstag

    Thiams letzter Auftritt: «Ich gehe mit reinem Gewissen»

    Die Credit Suisse präsentierte an einer Medienkonferenz ihre Zahlen. Zugleich war es der letzte Auftritt des scheidenden Chefs Tidjane Thiam. Was bleibt, wenn der Vorhang fällt? Eine Credit Suisse, die nach dem Beschattungsskandal ihre Glaubwürdigkeit verloren hat – nicht bei den Investoren, aber in der öffentlichen Wahrnehmung. Was bleibt, ist ein geschasster Chef Tidjane Thiam (57), der an der gestrigen Medienkonferenz abermals betonte, dass die Bank, der er knapp fünf Jahre lang vorstand, fast alles richtig gemacht habe. Und ein neuer Chef, Thomas Gottstein (55), der den «Wachstumskurs» des Finanzinstituts weiter führen will und sich artig bei seinem Vorgänger, seinem «Freund», bedankte. Was bleibt, sind auch die nackten Fakten: Die Papiere der CS haben in der Ära Thiam gut 40 Prozent an Wert eingebüsst. Anderen europäischen Banken erging es indes nicht besser. Was bleibt, ist der von Thiam forcierte Ausbau der Vermögensverwaltung zulasten des Investmentbankings. Die anfänglich viel zu hoch gesteckten Ziele musste er nach unten anpassen. Das versprochene Wachstum kam nur in Ansätzen. Doch die Bank hat die Kosten gesenkt und steht kapitalmässig wieder solide da. Und so geizte Thiam nicht mit Eigenlob: «Ich bin unheimlich stolz darauf, was die Credit Suisse während meiner Zeit bei der Bank erreicht hat.» Nämlich: Kosten gesenkt, Gewinn gesteigert, Kapitalbasis gestärkt, neue Gelder angezogen und Geld den Aktionären ausgeschüttet. Besonders stolz ist Thiam, dass die verwalteten Vermögen auf rund 1,5 Billionen Franken gestiegen sind. Schreibt BLICK.

    Das ist doch endlich mal eine positive Nachricht: Ein Bankster geht mit reinem Gewissen. Und einem prall gefüllten Portemonnaie. Kann nicht jeder von sich behaupten.

  • 13.2.2020 - Tag des Freisinns

    Neue Dokumente belasten ehemaliges FDP-Spitzenpersonal: Was wusste Alt-Bundesrat Kaspar Villiger?

    Die Affäre um die Crypto AG weitet sich aus: Wer wusste was über die Spionageoperation? Alt-Bundesrat Kaspar Villiger wehrt sich gegen Vorwürfe. Es ist ein Schlüsselsatz. Im Jahr 1994 erklärte ein ehemaliger Kadermann der Crypto AG in der Sendung «Rundschau» des Schweizer Fernsehens: «Ich weiss, dass deutsche und amerikanische Geheimdienste Crypto-Geräte so manipulierten, dass sie für diese Dienste abhörbar wurden.» 26 Jahre ist es her, seit P. F. diesen Satz in aller Öffentlichkeit sagte. In einem Land, das die Neutralität zu seinen wichtigsten Werten zählt, blieb er ohne Konsequenzen. Weshalb? P. F. äusserte sich nur anonym, er hatte Angst. «Es wäre lebensgefährlich», sagte er zu Frank Garbely, dem Autor des damaligen Fernsehbeitrages. Ebenso fehlte das Interesse an einer Aufklärung seitens der Behörden. 1977 hatte die Crypto den Ingenieur P. F. entlassen. Der amerikanische Geheimdienst NSA hatte sich beim Crypto-Chef Heinz Wagner beschwert, dass diplomatische Depeschen aus Syrien nicht mehr lesbar waren. P. F. war zuvor mehrmals nach Damaskus gereist, um die Schwächen der syrischen Kryptogeräte zu beheben. In den Papieren der CIA heisst es: «P. F. hatte das Rubikon-Geheimnis herausgefunden, und es war bei ihm nicht sicher.» P. F. lebt noch, will sich aber nicht äussern. Garbely hat mehrere Gespräche mit ihm geführt. Der Journalist sagt dieser Zeitung: «P. F. war ein hoher Offizier beim Nachrichtendienst. Er war der Chiffrierexperte.» Nach seinem Weggang meldete er seinen Verdacht dem Verteidigungsdepartement (damals EMD) und einem befreundeten Offizier. Dieser schaltete die Bundesanwaltschaft ein, P. F. wurde mehrfach angehört, doch die Übung wurde später abgebrochen. Der zuständige Ermittler der Bundesanwaltschaft liess P. F. wissen: «Mein Chef hat mich zurückgepfiffen.» 1994 kam es zu einer zweiten Untersuchung durch die Bundesanwaltschaft, auch diese wurde eingestellt. Gemäss dem CIA-Bericht, aus dem die «Rundschau» zitiert, halfen Mitwisser des Schweizer Nachrichtendienstes aktiv mit, die Untersuchungen gegen die Crypto AG abzuwenden.

    Garbely sagt, P. F. habe immer gehofft, dass die Wahrheit ans Licht komme, zum Beispiel im Zuge der Fichenaffäre. Doch: «Die Fichen von P. F. waren gesäubert, kein Wort über die Crypto AG.» Zudem seien wenigstens zwei Schlüsseldossiers der Bundesanwaltschaft zur Crypto verschwunden: «Man kennt die Signaturen, doch die Dossiers sind unauffindbar», sagt Crypto-Kenner Garbely. Nach seinen Informationen hätten mindestens ein halbes Dutzend Offiziere des Nachrichtendiensts gewusst, dass die Crypto AG Chiffriergeräte manipulierte und die Neutralität der Schweiz massiv verletzte. Die blockfreien Staaten kauften ihr Material nämlich deshalb in Zug ein, weil sie der neutralen Schweiz vertraut hatten. Für Garbely ist offensichtlich, dass die Schweizer Behörden inklusive dem Bundesrat über die Verbindungen zwischen der Crypto AG und dem amerikanischen und deutschen Nachrichtendienst Bescheid gewusst hatten. Zu diesem Schluss kommen auch die nun publik gewordenen Recherchen. Besonders pikant: Nach Informationen der «Rundschau» hatte der damalige Verteidigungsminister Kaspar Villiger (FDP) Kenntnisse darüber, dass die Crypto den beiden Geheimdiensten gehörte. Ebenso über die Operation Rubikon. Trotz moralischer Bedenken habe der FDP-Bundesrat die Sache unter den Tisch gewischt: «Villiger wusste, wem das Unternehmen gehörte und fühlte sich moralisch verpflichtet, dies offenzulegen», heisst es im CIA-Papier. Doch Villiger habe nichts unternommen: «Offensichtlich hat Villiger den Mund gehalten.» Die Crypto-Affäre könnte sich zu einer FDP-Affäre auswachsen. Im Verwaltungsrat der Crypto AG sassen Zuger Persönlichkeiten ähnlichen Zuschnitts: Anwälte an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Politik, tief verankert in der FDP und dotiert mit zahlreichen Mandaten. Besonders hervorgetan hat sich Georg Stucky, eine wirkungsmächtige Figur im Kanton. Schreibt die AZ.

    Die Crypto-Affäre und ihr freisinniger Anstrich. Ob Sex mit kleinen Buben in Thailand oder sonstige Mauscheleien, bei denen es etwas zu holen gibt, sei es Sex oder Geld: Die «liberale» Partei des hässlichen Neoliberalismus ist immer irgendwie mit einem ihrer honorigen Granden verstrickt, wenn's zu stinken anfängt. Wen wundert's, dass diese feinen Damen und Herren der «Mitte», wie die FDP ihre politische Heimat bezeichnet, auffallend oft aus dem Kanton Zug stammen?

    Damian Müller - feinsinniger Pöstchen-Jäger
  • 12.2.2020 - Tag der Sippenhaftung

    Syrer (15) attackiert schwulen FDP-Banker – Hans-Peter Portmann will ganze Familie ausschaffen und fordert «Sippenhaftung»

    Ein 15-jähriger Syrer soll im Zürcher Niederdorf Schwule mit einem Messer angegriffen haben. FDP-Nationalrat Portmann fordert die Ausschaffung der ganzen Familie des Syrers, sollte diese ihr Gastrecht missbraucht und Integrationspflichten nicht erfüllt haben. Am Wochenende kam es im Zürcher Niederdorf zu einem Messerangriff auf Schwule. Die Polizei verhaftete einen tatverdächtigen 15-jährigen Flüchtling aus Syrien. Der schwule Banker und FDP-Nationalrat Hans-Peter Portmann (56) stellte am Dienstag auf Twitter eine umstrittene «Null-Toleranz bei Hate-Crime»-Forderung. Der Zürcher Nationalrat will, dass die ganze Familie des jungen Syrers ausgeschafft wird, sollte diese ihre Integrationspflichten verletzt haben. Schreibt BLICK.

    Die FDP und ihre verklemmten schwulen Parteimitglieder, ob geoutet oder ungeoutet: So richtig liberal scheinen sie gegenüber bösen Buben nur in Thailand zu sein. In der Schweiz predigen sie stramme Law & Order-Floskeln.

  • 11.2.2020 - Tag der Phrasendrescher

    Wieder Mauschelei bei Green Cross: Martin Bäumle schliesst heimlichen Deal mit beschuldigter Ex-Chefin

    Green-Cross-Präsident Martin Bäumle machte die Ex-Direktorin für das Finanzdebakel der Organisation verantwortlich. Doch nun hat er heimlich die Strafanzeige gegen Nathalie Gysi zurückgezogen. Bereits 2018 hat er Finanzprobleme über Monate verschwiegen. Die Vorwürfe, die Green-Cross-Schweiz-Präsident Martin Bäumle (55) gegen seine Ex-Geschäftsführerin Nathalie Gysi (49) erhoben hatte, waren massiv. Sie habe die Bilanz und Erfolgsrechnung gefälscht, sagte der Zürcher GLP-Nationalrat, als er letzten April erstmals über die prekäre Finanzlage der Umweltorganisation informierte. Er musste eingestehen, dass er erst im August 2018 realisierte, dass die Liquidität der Stiftung weitaus geringer war, als von Gysi kommuniziert. Dies obwohl sich die Zusammenarbeit mit der Geschäftsführerin bereits seit dem Vorjahr immer mehr verschlechtert hätte. Darauf entliess er sie umgehend. Wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung reichte der Stiftungsrat Ende 2018 gegen Gysi eine Strafanzeige ein. Aber Bäumle verschwieg der Öffentlichkeit und den Spendern über Monate, dass Green Cross Schweiz vor dem Konkurs stand. Erst als BLICK und andere Medien Dokumente zugespielt erhielten und im letzten April über die finanzielle Schieflage berichteten, machte der Green-Cross-Chef die Finanzsituation transparent. Obwohl beim grossen Reinemachen keine 200'000 Franken mehr in der Kasse waren, sagte er damals, er wolle das Vertrauen der Spender wieder zurückzugewinnen, indem Green Cross Schweiz «alles transparent macht und den grossen Einsatz aufzeigt, um die Organisation zu retten». Nun entdeckte BLICK auf der Green-Cross-Webseite eine dürre Mitteilung, wonach Green Cross Schweiz und Gysi ihre Differenzen beigelegt hätten. Weiter: «In der Folge ist Green Cross Schweiz an der Fortführung eines Strafverfahrens wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung nicht mehr interessiert und hat eine Desinteresseerklärung abgegeben.» Schreibt BLICK.

    Wer von diesem unsäglichen Phrasendrescher Bäumle etwas anderes als Trickserei und Mauschelei erwartet hat, ist schlicht und einfach nur noch naiv. Politiker dieses Typus sind ein weiterer Grund für die Politikverdrossenheit, die letztendlich zu Wahlbeteiligungen von 40 Prozent (im besten Fall) führt. Es ist ja nicht so, dass man diesen Hohepriestern der Mauschelei, die zu Totengräbern der Demokratie verkommen sind, nichts zutraut. Das verheerende Verdikt in der öffentlichen Wahrnehmung dieser grandiosen Eliten jenseits jeglicher Moral und Ethik offenbart das pure Gegenteil: Dass man ihnen eben alles zutraut.

  • 10.2.2020 - Tag nach der Wahl

    Kein einig Volk von Mietern

    Stadt-Land-Graben bei der Mietwohnungs-Initiative – und ein «Rösti»-Graben beim Anti-Diskriminierungsgesetz. Klares Ja zum Anti-Diskriminierungsgesetz und eine deutliche Absage an die Mietwohnungsinitiative: Der erste Abstimmungssonntag des Jahres verlief ohne Überraschungen. Trotzdem entwickelte sich eine hitzige Diskussion. Zu reden gab vor allem die Mietwohnungs-Initiative. Denn diese, waren sich die Parteichefs einig, traf einen Nerv in der Bevölkerung. Zumindest in den grossen Städten. SP-Vizepräsident Beat Jans kritisierte die Bürgerlichen scharf. Diese ignorierten das wichtigste Problem des Mittelstandes, nämlich die exorbitanten Mieten in den Städten. «Das Problem ist gewaltig. Es brennt.» Schreibt SRF.

    Tja, so kommt's dann halt, wenn 41 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung abstimmen und 59 Prozent der Wahlurne fernbleiben. Amerikanische Verhältnisse. Oder wie die Amis zu sagen pflegen: «40 Prozent der US-Bevölkerung wählen den amerikanischen Präsidenten und 60 Prozent wundern sich nachher darüber, welches Arschloch gewählt wurde». (Anmerkungen: Gemäss Schätzungen lag die Wahlbeteiligung bei der Wahl des Präsidenten Donald Trump am 8. November 2016 bei 60,2 Prozent.)

  • 9.2.2020 - Tag der Faschisten

    Machtspiele in Erfurt: Schachmatt

    Von der Finte der Thüringer AfD wollen CDU und FDP überrascht gewesen sein. Dabei sagt die AfD, ihr sei geholfen worden. Und dann war Thomas Kemmerich plötzlich Ministerpräsident von Thüringen. Wirklich so plötzlich? „Kemmerich stand im Schach“, sagt einer von der AfD im Rückblick. Tatsächlich hatten die Fraktionen diesen Wahltag vorher durchgespielt. Es ging um Züge des Gegners und darum, was die Verfassung als Konter zulässt. Eigentlich aber ging es um die Macht. Auch die CDU machte einen Plan. Zunächst in der Fraktion, die traf sich am Montag. Am Dienstag saß sie dann mit dem Landesvorstand zusammen. Es lag Spannung in der Luft. Denn die Fraktion war sich keineswegs einig darüber, wie sie zur AfD stand. Zwar gab es einen Beschluss der Bundespartei. Der lautete: keine Zusammenarbeit. Das konnte man allerdings so oder so auslegen. Die strengste Auslegung: in keiner Weise am gleichen Strang ziehen. Die lockerste: keine Koalition. Für einige Thüringer CDU-Leute war klar, dass sie sich an die strenge Auslegung halten wollten. Andere bevorzugten die lockere. Im Herbst war der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion, Michael Heym, sogar noch weiter vorgeprescht. Er hatte mit Blick auf das Wahlergebnis der AfD gesagt: „Man tut der Demokratie keinen Gefallen, wenn man ein Viertel der Wählerschaft verprellt.“ Sollte heißen: AfD einbeziehen. Kurz darauf kursierte ein Brief, in dem 17 CDU-Politiker aus Thüringen „ergebnisoffene“ Gespräche auch mit der AfD forderten. Auch ein weiterer Landtagsabgeordneter zählte zu den Unterzeichnern. Schreibt die FAZ.

    Spannender Artikel der FAZ. Einmal mehr bewahrheitet sich Otto von Bismarcks Zitat «Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd». Erschreckend ist die Tatsache, wie die «bürgerlichen» Eliten für den eigenen Machterhalt sogar mit Faschisten paktieren. Viele Menschen fragen sich nun, ob mit der AFD und dem Faschisten* Bernd Björn Höcke ER, der GRÖFAZ, wieder da ist? Nein! Hitler war gar nie weg. Zumindest nicht in den Köpfen sehr vieler «bürgerlicher» Menschen, die sich mit dem Argument «es war ja nicht alles schlecht» selbst befriedigen. Die AfD ist kein Produkt von ein paar rechtsextremen Spinnern. Sie kommt aus der vielzitierten «Mitte der Gesellschaft». Wer das nicht akzeptieren will, soll sich mal die Liste der AfD-Bundestagsabgeordneten und deren Berufe und akademischen Titel zu Gemüte führen. Ebenso lohnt sich für alle Zweifler eine Recherche, wie viele AfD-Mitglieder denn von der FDP und CDU/CSU zur Faschistenpartei übergelaufen sind. Wohlwissend, dass sie mit einem Wolf im Schafspelz paktieren.

    *Das Verwaltungsgericht Meiningen hat in einem Eilverfahren entschieden, dass der thüringische AfD-Chef Björn Höcke als Faschist bezeichnet werden darf.

  • 8.2.2020 - Tag der Psychopathen

    Rache nach dem Freispruch: Trump feuert zwei wichtige Impeachment-Zeugen

    Das Amtsenthebungsverfahren ist gelaufen – doch Donald Trump scheint noch Rechnungen offen zu haben. Mit Gordon Sondland und Alexander Vindman entliess er zwei Zeugen, die ihn schwer belastet hatten. Donald Trumps erste Stellungnahme nach dem Freispruch im Impeachment-Verfahren war eine Abrechnung mit dem politischen Gegner und den wenigen Kritikern in den eigenen Reihen gewesen. Den harten Worten lässt der US-Präsident nun Taten folgen. Zwei Schlüsselzeugen, die während der Impeachment-Ermittlungen gegen ihn ausgesagt hatten, wurden am Freitag (Ortszeit) von ihren Aufgaben entbunden. Er verbannte den Oberstleutnant und Ukraine-Experten Alexander Vindman aus dem Weissen Haus, wo dieser als Berater des Nationalen Sicherheitsrates tätig war. Kurz darauf sagte der US-Botschafter bei der EU, Gordon Sondland, mehreren US-Medien, ihm sei mitgeteilt worden, dass der Präsident ihn mit sofortiger Wirkung als Botschafter abberufen wolle. Schreibt DER SPIEGEL.

    Diese Reaktion von The Donald war zu erwarten. Sie erinnert irgendwie an den triebgesteuerten Psychopathen aus dem legendären Film «M - eine Stadt sucht einen Mörder» von Fritz Lang aus dem Jahre 1931, der in einer Filmszene vor sich hin brabbelt: «Kann nicht. Muss!»

    The Winner Takes It All – happened on february 6th 2020
  • 7.2.2020 - Tag der Druckereischliessungen

    Limmatdruck AG steht vor Schliessung wegen «schlechter Performance» – 150 Mitarbeiter betroffen

    Die Meldung, welche die Redaktion am Donnerstagmorgen erreichte, war in perfektem Manager-Deutsch verfasst: «Um den Anforderungen des Marktes an höchste Effizienz und Exzellenz in einem hochkompetitiven Umfeld gerecht zu werden, hinterfragt die AR Packaging kontinuierlich die operative Ausrichtung der Unternehmensgruppe.» Oft lassen solcherlei Sätze nichts Gutes erahnen. Das ist vorliegend nicht anders. Denn wenig später heisst es: «Die Performance am Standort Spreitenbach ist seit einiger Zeit hinter den Erwartungen zurück geblieben, daher ist die Option, einen substanziellen Teil der Produktion von der Limmatdruck/ Zeiler AG zu verlagern, ernsthaft in Betracht zu ziehen.» Das mögliche Aus der Limmatdruck/Zeiler AG wäre gleichbedeutend mit dem Ende einer 43-jährigen Spreitenbacher Firmengeschichte. Die Limmatdruck AG hat ihre Wurzeln in der Druckereiabteilung des Migros-Genossenschafts-Bundes und wurde 1945 als Genossenschaft zur Limmat gegründet. Gleichzeitig mit der Umbenennung in Limmatdruck AG bezog die Druckerei 1977 in Spreitenbach einen Neubau . Wichtigster Auftrag war damals der Druck der Wochenzeitung «Wir Brückenbauer» (heute Migros-Magazin). Im Jahre 2000 wurde die bernische Zeiler AG, ein Familienunternehmen, übernommen, das erfolgreich in den Bereichen Verpackungen und Verpackungstechnik tätig war, und man konzentrierte sich fortan auf das Geschäft mit hochwertigen Verpackungen. 2011 übernahm die deutsche RLC Packaging Group das Unternehmen und konzentrierte die Firma auf die beiden Standorte Spreitenbach und Köniz BE. 2018 wurde der Standort in Köniz geschlossen. Im November 2019 wieder­um übernahm die schwedische AR Packaging Holding die deutsche RLC Packaging (und somit auch die Limmatdruck AG) sowie die K+D AG mit Sitz in St. Gallen. Insgesamt umfasste die Akquisition neun Werke, die zusammen einen Umsatz von knapp 300 Millionen Franken erwirtschafteten. Nur zwei Monate später steht nun also fest, dass die Limmatdruck/Zeiler AG in Spreitenbach mit grosser Wahrscheinlichkeit geschlossen wird. Dazu heisst es in der Medienmitteilung: «Erste Analysen im Rahmen der Integration der neuen Unternehmen haben einen klaren Handlungsbedarf im Hinblick auf die Situation in der Schweiz aufgezeigt; ein denkbares Szenario wäre der Ausbau und die Fokussierung der Produktion auf den Standort von K+D in St. Gallen.» Harald Schulz, CEO von AR Packaging, schreibt dazu: «Wir sind überzeugt, dass es möglich ist, auch in Hochkostenländern wie der Schweiz erfolgreich zu produzieren, sofern eine höchst effiziente Infrastruktur vorhanden ist.» Doch genau das sei leider in Spreitenbach nicht der Fall. «Die Performance am Standort Spreitenbach ist seit einiger Zeit hinter den Erwartungen zurück geblieben, daher ist die Option, einen substanziellen Teil der Produktion von der Limmatdruck/Zeiler AG zur K+D AG zu verlagern, ernsthaft in Betracht zu ziehen.» Schreibt die Aargauer Zeitung.

    Die «veraltete Infrastruktur» - sprich Maschinenpark – ist ein vorgeschobener Grund. Eine Infrastruktur kann man mit entsprechenden Investitionen erneuern. Dazu muss aber das Marktumfeld stimmen. Hier liegt der Hase begraben. Die grossen Druckaufträge wie Zeitungen, Prospekte und Kataloge fehlen im Zeitalter der Digitalisierung schlicht und einfach. Das musste selbst Michael Ringier schmerzhaft erfahren, als er für die ehemals «modernste Druckerei Europas» den Stecker zog: «Ringier Adligenswil» mit 172 Mitarbeitern wurde im November 2017 binnen Tagen geschlossen. Das tut weh, ist aber als Folge des veränderten Umfeldes nicht aufzuhalten. Die Digitalisierung steht erst am Anfang und wird noch viele Betriebe schlucken.

  • 6.2.2020 - Humbelday

    Rentenreform: Ruth Humbel greift Arbeitgeberverband an

    Neue Präsidentin der Sozialkommission gibt Kompromiss von Gewerkschaften und Arbeitgebern geringe Chancen. Eine zügige Reform der zweiten Säule der Altersvorsorge wird immer unwahrscheinlicher. Die neue Präsidentin der nationalrätlichen Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) bezeichnet die Erfolgsaussichten des in der Vernehmlassung stehenden Kompromissvorschlags der Sozialpartner als gering. «Wenn am Ende nur die Gewerkschaften, die linken Parteien und die Spitze des Arbeitgeberverbandes dahinter stehen, hat der Vorschlag keine Chance», sagt die Aargauer CVP-Nationalrätin Ruth Humbel. Der Arbeitgeberverband habe im vergangenen Sommer offenbar einer Lösung zugestimmt, die von den eigenen Mitgliederverbänden nicht mitgetragen werde. «Detailhandel, Baumeister, Banken, die Pharma – alle haben sich abgewendet und schlagen ein eigenes Modell vor. Wer steht eigentlich noch hinter dem Kompromiss?» Humbel ist nicht gut zu sprechen auf den Arbeitgeberverband. Sie sagt, dieselben Verbandsexponenten, die bei der Volksabstimmung zur Altersvorsorge 2020 vor drei Jahren eine Erhöhung der AHV-Rente um monatlich 70 Franken «mit unglaublicher Vehemenz» bekämpft hätten, forderten nun im Rahmen des sozialpartnerschaftlichen Kompromisses einen umlagefinanzierten 200-Franken-Zuschlag in der zweiten Säule. Das sei «unglaubwürdig und irritierend». Schreibt die Aargauer Zeitung.

    Ruth Humbel? Ist das nicht die furchtbare Neolippe von der CVP Aargau, die bei den Wahlen 2019 mit ihren Worten «Man verdient sich keine goldene Nase mit Mandaten im Gesundheitsbereich» für eines der dümmsten Zitate des Jahrhunderts sorgte? Es darf angenommen werden, dass sich die gute Frau aus dem Aargau mit Lobby-Mandaten aus Wirtschaft und Industrie eine zumindest silberne Nase verdient. Wenn nicht, würde sie etwas falsch machen und bräuchte dringend Nachhilfe beim Luzerner Ständerat Damian Müller.

  • 5.2.2020 - Tag der undankbaren Berufe

    Das sind die undankbarsten Berufe

    Viele Menschen quälen sich täglich durch den Arbeitsalltag: Anerkennung kommt nur selten und der Lohn könnte auch höher sein. Eine Studie zeigt nun, welches die undankbarsten Jobs in Deutschland sind. Schreibt Blick.

    Dürfte in der Schweiz ziemlich ähnlich sein.

  • 4.2.2020 - Tag der MIGROS

    Milliarden-Deal jetzt offiziell: Benko und Thai Central kaufen Globus für über eine Milliarde

    Die Migros verkauft Globus und verschiedene Immobilien an die thailändische Central Group und deren österreichischen Partner Signa-Gruppe. Diese kauften das Unternehmen zu gleichen Teilen, wie die Central Group aus Bangkok am Dienstag mitteilte. Der Kaufpreis betrage mehr als eine Milliarde Franken. Schreibt BLICK

    Und wer kauft MANOR? Dürfte der nächste Kandidat sein.

  • 3.2.2020 - Tag der Personenfreizügigkeit

    Ein Dorf wehrt sich: Kanton Bern will Transitplatz für Fahrende bauen – Widerstand ist gross

    Schweizweit fehlen Plätze für Jenische, Sinti und Roma. Wie schwierig die Suche nach Standorten ist, zeigt sich gerade im Kanton Bern. Es gibt weder Post noch Laden in Wileroltigen. Dafür grosse Bauernhäuser, viel Platz, viel Grün, und vor allem: viel Ruhe. Ein Stück heile Welt, sagt Armin Mürner, «aber leider nur noch auf der einen Seite des Dorfes». Auf der anderen Seite ist die Welt für ihn nicht mehr in Ordnung. Denn dort soll ein Transitplatz für ausländische Fahrende entstehen. Die Berner Regierung hat das 370-Einwohner-Dorf Wileroltigen nach langer Suche ausgewählt; am Sonntag stimmt der Kanton Bern darüber ab. Der Transitplatz soll bei einem Rastplatz an der Autobahn Bern – Murten entstehen, ein Kilometer vom Dorf entfernt. Armin Mürner, gelernter Metzger und ehemaliger Seemann, kämpft an vorderster Front dagegen. Der parteilose 72-Jährige erzählt von den schlechten Erfahrungen, die das Dorf schon gemacht hat. Im Sommer 2017 hatten rund 500 ausländische Fahrende während Wochen neben dem Rastplatz Halt gemacht – und landesweit für Schlagzeilen gesorgt. Armin Mürner betont, er sei nicht gegen Fahrende. Er sagt es präventiv, noch bevor eine Frage in diese Richtung zielt. «Es geht um die Gleichstellung», sagt er. «Wenn Fahrende Farbe einfach das Loch runterlassen, zahlt der Kanton nachher das Auspumpen. Wenn ein hiesiger Maler dasselbe macht, wird er gebüsst», ärgert er sich. Die Behörden trauten sich nicht, bei den Fahrenden durchzugreifen, weil es sich um eine Minderheit handelt, glaubt er. Schreibt die Aargauer Zeitung.

    Ohne bestehende Vorurteile zu unterstützen oder gar neue aufzubauen: Man kann den Widerstand begreifen. Ein Blick in die täglichen «Blaulicht»-Meldungen über Diebstähle und Trickbetrügereien der Schweizer Polizei zeigt ein erschreckendes Bild aus der obgenannten Gruppe der Jenischen, Sintis und Romas, die durch die Schweiz ziehen. Meistens, und das lässt sich einfach nicht wegdiskutieren, sind Menschen aus dieser Gruppe, vorwiegend aus Rumänien, in diese Alltagskriminalität verwickelt. Das kostet jedes Mal ein Stückchen Lebensqualität, vor allem für die älteren Bürgerinnen und Bürger der Schweiz, die in der Regel von diesen Trickbetrügereien und Diebstählen betroffen sind. Hinzu kommt die Lachnummer in beinahe jeder Medienmitteilung der zuständigen Kantonspolizei, dass der / die Festgenommene mit einer Landesverweisung und einer Einreisesperre von fünf Jahren ausgewiesen worden sei. Dass die gleichen Leute zwei oder drei Wochen später wieder in der Schweiz auftauchen, wird Ihnen jeder Polizist bestätigen. Mit dieser zügellosen Personenfreizügigkeit wurde ein Monster geschaffen, das nicht mehr beherrschbar ist und auch bei den Polizisten nur noch Frust hervorruft.

  • 2.2.2020 - Tag der Auswanderer

    Immer mehr Menschen zieht es ins Ausland – das hat auch politische Folgen: Schweizer wandern in Scharen aus

    Die Schweizer zieht es weg: nach Frankreich, Deutschland und in die USA. Aber auch nach Australien oder Thailand. In den letzten Jahren hat die Anzahl Schweizer, die ihre Heimat verlassen, deutlich zugenommen. Gleichzeitig sind weniger Auslandschweizer zurückgekehrt. Das Resultat: Auf 24'000 Rück­kehrer kamen 2017 und 2018 rund 32'000 Auswanderer (für 2019 sind noch keine Zahlen erhältlich). Unter dem Strich zählt das Land damit 8000 Schweizer weniger. Schlüsselt man die Zahlen auf, so zeigt sich: 36 Prozent aller Auswanderer sind zwischen 20 und 35 Jahren alt. Damit sind es überdurchschnittlich oft Junge, die ihre Koffer packen. Bei ihnen stehen laut Michael Siegenthaler, Arbeitsmarktexperte bei der ETH-Konjunkturforschungsstelle (KOF), die Aufnahme eines Studiums oder der Antritt einer Stelle im Vordergrund. Bei einer zweiten Gruppe handelt es sich um frühere Einwanderer, die nun als Doppelbürger in ihre Heimat zurückkehren: Italiener oder Portugiesen etwa. Die dritte Gruppe machen die Älteren aus, insbesondere die 64- und 65-Jährigen – also die Rentner. Schreibt SonntagsBlick.

    Keine Bange! Wir werden die 10-Millionen-Hürde dennoch schaffen. Vermutlich schneller als uns lieb ist. Der Sultan vom Bosporus braucht nur die Schleusen zu öffnen und schon ist es passiert. Ob das gut oder schlecht ist? Darüber scheiden sich die Geister.

  • 1.2.2020 -Tag des SVP-Präsidenten

    Harzige Suche nach neuem SVP-Präsidenten: Franz Grüter steht nur als Vize bereit

    Die SVP Luzern sieht ihren Nationalrat Franz Grüter an der Spitze der SVP Schweiz – und hat ihn bei der Findungskommission nominiert. Dieser will jedoch maximal Vizepräsident werden. Auch eine weitere Frau sagt ab. Am Dienstag hatte die Zürcher SVP-Parteileitung Nationalrat Alfred Heer (58) als Bewerber auf das Amt des SVP-Präsidenten bei der Findungskommission angemeldet. Heer habe die SVP des Kantons Zürich während sieben Jahren sehr erfolgreich geführt. Sein Leistungsausweis lasse sich sehen, während Heers Präsidium sei die Kantonalpartei bestens aufgestellt gewesen. Nun zieht die SVP Luzern nach: Sie schlägt Nationalrat Franz Grüter (56) offiziell als Nachfolger von Noch-Präsident Albert Rösti (52) vor. Grüter selber aber stellt erneut klar, dass er aus beruflichen Gründen nicht als Präsident zur Verfügung stehe. «Das geht einfach nicht.» Schreibt BLICK.

    Schade, kann man da nur sagen. Und dies ist keineswegs als Pflege des Kantönligeistes zu verstehen. Nein, Grüter wäre genau der Mann, der mit seiner ruhigen, bedachten und dennoch bestimmten Art und seinen unbestrittenen Kenntnissen und Kontakten aus dem IT-Bereich die SVP – und mit ihr die Schweiz – in die digitale Zukunft führen könnte. Aber man wünscht sich ja bei der SVP einen Polterer, egal ob's dann ein Dummschwätzer aus der geistig intellektuellen Ödnis eines Glarner Zigerkrapfens ist. Da verstehen einige alte Granden aus der Parteispitze längst nicht mehr, um was es geht. Nämlich um die Zukunft der Schweiz im Wandel der Zeit, bei dem die SVP eine wichtige Rolle spielen könnte. Und so verwundert einen die meistgehörte Antwort auf die Frage «was halten Sie von Franz Grüter?» auch nicht sonderlich: «Franz Grüter? Ein guter Mann, aber in der falschen Partei.» Welch unüberlegtes Statement! Ein guter Mann kann in jeder Partei etwas bewegen. Bewegung würde der good old Bauernpartei und den verkrusteten Ansichten der Partei-Oldtimer gewiss nicht schaden. Aber so ist es halt, wenn man die Alten nicht ins Stöckli schicken kann, weil sie noch immer die Kampagnen bezahlen. Wie sagt der Volksmund so schön? Wer bezahlt befiehlt.

  • 31.1.2020 - Tag der Feigenblätter

    Ex-GLP-Politiker Eric von Schulthess (60) verkauft Safari-Reisen mit Abschussgarantie: Ein toter Leopard kostet 5000 Euro extra

    Bis Sonntag findet in Deutschland die grösste Jagdmesse Europas statt. Anbieter aus aller Welt verkaufen Dienstleistungen und Produkte – darunter auch Jagdreisen. Tierschützer sind empört. Einer der Anbieter kommt aus der Schweiz und berichtet offen über seine Safaris. In Dortmund findet derzeit die grösste Jagdmesse Europas statt – die «Jagd und Hund». Zu finden gibt es alles, was das Jägerherz begehrt. Bekleidung, Waffen, Zubehör. Dazu Angebote für sogenannte Trophäenreisen – samt Preislisten. Der Abschuss eines Löwen kostet rund 36'400 Euro, ein Elefant ist für 27'300 Euro zu haben. Über 100 Veranstalter buhlen um die schiesswütige Kundschaft. Zu einem Reporter der «Bild»-Zeitung sagt einer der Anbieter: «Du musst halt schiessen können und bezahlen. Wir fahren bei Leoparden auf 30 Meter ran, schiessen dem Tier erst in die Beine, du kannst es dann erlegen.» Unter den Anbietern findet sich auch eine Firma aus der Schweiz: Capra Adventures aus Grenchen SO. Inhaber: Eric von Schulthess (60), Ex-Präsident der GLP Grenchen. Er weiss, dass die Jagdreisen polarisieren. Trotzdem sieht er nichts Falsches darin. Solche Reisen seien sehr streng reglementiert. «Unseriöse Anbieter haben in diesem Geschäft keine Chance», sagt er zu BLICK. Und: «Der Erlös solcher Lizenzen kommt auch dem Artenschutz zugute. Auch regionale Schulen und Spitäler profitieren davon finanziell sowie vom Fleisch.»

    Da fehlen einem die Worte. Das Feigenblatt «Artenschutz» als Rechtfertigung zu verwenden, zeigt wessen Geistes Kind GLP-Politiker von Schulthess ist. Allerdings braucht es immer zwei «to Tango»: Einen Anbieter und einen Konsumenten. Wer die widerwärtigere Person der Beiden ist, sei dahingestellt.

  • 30.1.2020 - Tag der leeren Kirchen und vollen Schlauchboote

    Die Schweizer Kirchen zahlen für die Rettung von Migranten im Mittelmeer

    Die deutschen Protestanten machten es vor, nun ziehen die hiesigen Kirchen nach: Sie unterstützen das Bündnis «United4Rescue», das Rettungsschiffe ins Mittelmeer schickt. Das Engagement hat heikle Aspekte. Über tausend Migranten ertranken letztes Jahr im Mittelmeer beim Versuch, in Europa eine bessere Zukunft zu finden. Ein unerträglicher Zustand, finden viele humanitäre Organisationen. Aktiv geworden ist auch die Evangelische Kirche in Deutschland: Sie ist massgeblich am Bündnis «United4Rescue» beteiligt. Dieses ist derzeit auf der Suche nach einem Schiff, das vor der afrikanischen Küste Flüchtlinge aus Seenot retten soll. Betreiben würde das Schiff die Organisation Sea-Watch, für die auch die bekannte und umstrittene Kapitänin Carola Rackete tätig ist. Verhandlungen laufen derzeit über einen Kauf des Forschungsschiffs «Poseidon» aus Kiel, das rund eine Million Euro kosten würde. Nun wird klar, dass «United4Rescue» auch Geld von den Schweizer Reformierten bekommt. Gottfried Locher, Präsident der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS), sagt auf Anfrage, die Unterstützung betrage «einige tausend Franken». Als Grund für das Engagement gibt er an, es sei nicht akzeptabel, dass vor unseren Augen ständig Menschen ertränken. Die Kirchenvertreter wüssten, dass es keine einfachen Antworten auf das Flüchtlingselend und die gefährlichen Überquerungen Richtung Europa gebe, betont der höchste Protestant des Landes. Aber wenn die staatliche Seenotrettung nicht genüge, brauche es von anderer Stelle Hilfe im Kampf gegen das tägliche Sterben im Mittelmeer. «Das sagen wir ohne ein Gefühl der moralischen Überlegenheit, sondern im Wissen darum, dass jede Lösung neue Probleme mit sich bringt.» Natürlich kennt auch Gottfried Locher die Anschuldigungen, mit denen sich die humanitären Organisationen konfrontiert sehen. Kritiker sagen, die Retter würden den Migrationsstrom noch verstärken, quasi einen «Sog» erzeugen. Fabrice Leggeri, der Direktor der EU-Grenzwache Frontex, wirft den Seenotrettern sogar vor, dass sie ungewollt Kriminellen hülfen. Laut Leggeri packen Schlepper marode Boote in Libyen mit Migranten voll – und wenn die Route feststehe, informierten die Schlepper ein Rettungsschiff, damit es das Boot aufgreifen könne. Schreibt die NZZ.

    In der Schweiz wie auch anderswo sind etliche katholische und reformierte Kirchen zur Umnutzung oder gar zum Verkauf ausgeschrieben. Google hilft Ihnen weiter, falls Sie ein passendes Kirchengebäude erwerben möchten. «In den letzten 25 Jahren wurden schweizweit über 200 Kirchen, Kapellen und Klöster teilweise aufgegeben, abgerissen oder umfunktioniert. In den ehemals heiligen Räumen finden Technopartys statt, werden Ausstellung gezeigt, Casinos betrieben oder es wohnen Leute darin» war in einer Doku von SRF zu vernehmen. Und warum passiert das? Weil die christlichen Kirchen leer sind. Da lohnt es sich für die kirchlichen Organisationen, die Rettung von Migranten in Seenot zu unterstützen, denn die Schlauchboote sind vollgepfercht mit Menschen. Die könnten die leeren Gotteshäuser wieder füllen und mit Leben erwecken. Nur dumm, dass es sich bei den meisten Migranten, die übers Mittelmeer den Weg nach Europa suchen, um Muslime handelt. Und die werden wohl kaum eine christliche Kirche besuchen.

  • 29.1.2020 - Tag der Obszönitäten

    So hoch ist die Busse, die Roger Federer für seine Obszönität erhält

    Roger Federer muss für seine verbale Entgleisung in den Viertelfinals der Australian Open eine Busse über 3000 australische Dollar entrichten. Es war eine der vielen kleinen und grossen Dramen in den Viertelfinals der Australian Open: Roger Federer, der – frustriert von Schmerzen in der Leistengegend – flucht und von Schiedsrichterin Marijana Velijovic eine Verwarnung wegen «Obszönität» erhält und die Linienrichterin, die verbale Entgleisung gemeldet hatte, zur Rede stellt. Als hart empfand der Schweizer die Verwarnung. Welche Worte er gewählt habe, ist nicht abschliessend geklärt. Federer sagte: «Ein Mix zwischen Englisch und Schweizerdeutsch.» Seis drum: Er könne die Verwarnung akzeptieren. Wie auch die Busse, die er dafür erhält und die sich auf 3000 australische Dollar beläuft, was knapp 2000 Schweizer Franken entspricht. Sein Sieg in den Viertelfinals der Australian Open, bei dem er gleich sieben Matchbälle abwehrte, bringt Federer 1 Million australische Dollar (zirka 660'000 Franken) ein. Federer hat in seiner Karriere knapp 130 Millionen Dollar Preisgeld erspielt. Den Grossteil seines Einkommens erwirtschaftet Federer indes neben dem Tennisplatz. Gemäss Wirtschaftsmagazin «Forbes» verdiente er im letzten Jahr 93,4 Millionen US-Dollar. Schreibt die Aargauer Zeitung.

    «Chom jetz» kann natürlich in Zeiten der Weinsteins und Hashtags wirklich als Obszönität gewertet werden. Wobei sich schon die Frage stellt, was denn an einer Aufforderung zum Orgasmus obszön sein soll. Sei's drum: Federer wird die Busse verkraften. Wenn nicht, können wir immer noch eine Sammelaktion für ihn starten, damit er wenigstens zu einer warmen Suppe kommt.

  • 28.2.2020 - Tag der Milliardäre

    Im Tennis zählt vor allem eines: das Geld

    Beim Laver-Cup gibt es für die Tennisstars Antrittsgagen in Millionenhöhe. Nun will der Fussballer Gérard Piqué ein neues Tennis-Turnier lancieren. Der Clou daran: Der Gewinner erhält 10 Millionen Euro. Tennis Australia ist nicht nur der Organisator des Australian Open, sondern zusammen mit der ATP auch der Initiator des neuen ATP-Cups sowie Stakeholder an Roger Federers Laver-Cup. Der ATP-Cup zielt direkt auf den reformierten Davis-Cup und damit die Haupteinnahmequelle des internationalen Verbandes ITF. Der Laver-Cup ist eine Exhibition, von der ein paar wenige privilegierte Spieler profitieren und die einen der attraktivsten Termine im Kalender belegt. Dass ausgerechnet einer der wichtigsten Mitgliedverbände die Interessen der ITF hintertreibt und den Schulterschluss mit der Konkurrenz sucht, weckt innerhalb der Tennisszene Unmut. Die ITF ist deshalb wild entschlossen, die Machtprobe mit dem Laver-Cup zu suchen. Schon 2021 will sie mit dem Davis-Cup vom unattraktiven November-Termin in den September vorrücken. Entsprechende Gespräche zwischen der ITF und der ATP sind angelaufen. Zu diesen eingeladen wurden auch Roger Federer und sein Agent Tony Godsick. Doch der Amerikaner zeigt sich nicht verhandlungsbereit. Gegenüber der ITF signalisierte er: «Wir bleiben, wo wir sind.» Godsicks Argument ist das Geld. Der Laver-Cup offeriert den Topspielern Antrittsgagen in siebenstelliger Höhe. Gemessen daran ist das Preisgeld von 250'000 Dollar für jeden des Siegerteams schon fast ein Sackgeld. Angesichts des sportlichen Werts ist das aber nicht mehr als konsequent. Der Laver-Cup ist einer der letzten sportlichen Wettbewerbe, die sich am Gedankengut Pierre de Coubertins orientieren. Der Gründer der modernen Olympischen Spiele hat den Satz geprägt: «Teilnehmen ist wichtiger als siegen.» Mit dem kleinen, aber nicht unerheblichen Unterschied, dass die Spieler am Laver-Cup im Gegensatz zu den Olympiateilnehmern der ersten Stunde nicht für Ruhm und Ehre antreten, sondern vor allem für Dollars. Schreibt NZZ.

    Im Tennis geht's nur ums Geld? Wer hätte das gedacht? Das ist doch mal eine überraschende Neuigkeit. Derweil streiten sich die Experten, ob Roger Federer nun Milliardär wird in diesem Jahr oder nicht.

  • 27.1.2020

    Ösi-Kanzler kurz im exklusiven BLICK-Interview: Konservativ und öko – geht das?

    Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (33) regiert neu mit den Grünen. Im Interview spricht er über diese überraschende Koalition, seine Rezepte gegen den Klimawandel und sein wichtigstes Thema: illegale Migration. Sebastian Kurz kann wieder lachen, als BLICK ihn bei Sonnenschein am WEF in Davos GR trifft. Er hat das turbulenteste und härteste Jahr seines Lebens hinter sich – seine Regierung implodiert, er abgesetzt, Neuwahlen, Sieg. Seit drei Wochen führt er eine neue Regierung mit den Grünen an. Seiner Popularität hat all das nicht geschadet, offenbar auch in der Schweiz nicht: Als wir für das Foto auf die Strasse gehen, bittet ihn eine entzückte Davoserin um ein Selfie. Schreibt BLICK.

    Man wird das Gefühl nicht los, dass Sebastian Kurz noch immer der Koalition mit der «Burschenschaft» FPÖ – Partei kann man diese Schmuddelhaufen nach Ibiza ja kaum mehr nennen ohne rot zu werden – nachtrauert.

  • 26.2.2020 - Tag der nimmersatten Gierhälse

    Damian Müller sichert sich Lobby-Mandate: Freisinniger Pöstchen-Jäger

    Damian Müller sitzt erst seit Kurzem in der Gesundheitskommission. Jetzt hat er bereits drei neue Lobby-Mandate aus dem Gesundheitssektor. Ihm kann es nicht schnell genug gehen. Erst seit Dezember sitzt FDP-Ständerat Damian Müller (35) in der einflussreichen Gesundheitskommission des Ständerates. Nun hat sich der Luzerner bereits drei neue Lobby-Mandate im Gesundheitssektor gesichert. Wie der «Tagesanzeiger» berichtet, sitzt Müller neu in der «Groupe de réfléxion» der Krankenkasse Groupe Mutuel, im «Sounding Board» des Ärzteverbandes FMH und im Beirat des Krankenkassenvergleichsdienstes Comparis. Die Mandate sind auch im Register der Interessenbindungen aufgeführt, das die Parlamentsdienste diese Woche publiziert haben. Von der Groupe Mutuel erhält der Gesundheitspolitiker 4000 Franken pro Jahr – für durchschnittlich vier Sitzungen. Auf bis zu 8000 Franken kommt der Freisinnige bei Comparis. Die halbtägigen Sitzungen werden gemäss dem Tagesanzeiger mit je 2000 Franken entschädigt. Und auch bei der FMH dürften ihm etwa 10'000 Franken winken. Insgesamt fliessen also rund 20'000 Franken in Müllers Portemonnaie. Schreibt BLICK.

    Damian «ich bin nicht schwul» Müller war sich nicht zu schade, im Wahlkampf vom Herbst 2019 mit jedem, aber auch wirklich jedem Journalisten über seine etwas komplizierte oder – je nach Sichtweise – eigenartige Sexualität zu reden. Ungefragt, wohlverstanden! In den Redaktionsstuben herrschte darüber ziemliche Verwirrung. Doch statt mit der pro aktiven Schadenbegrenzungsleier «ich bin nicht schwul» den Gerüchten über seine Schwulität vorzubeugen, hätte der ebenso wendige wie nimmersatte Gierhals und «Gesundheitspolitiker» der Luzerner FDP zum Thema Gesundheitspolitik, das im Klima-Wahlkampf so ganz nebenbei als Randnotiz auch noch stattfand, als Beispiel ein Statement wie «ich bin nicht käuflich» abgeben können. Was allerdings vermutlich auch nicht unbedingt der Wahrheit entsprochen hätte. Und da wundern wir uns über Wahlverdrossenheit? Genau solch schmierige Politikertypen sind die Sargnägel unserer Demokratie und fördern mit ihrer fast schon kleptomanen Unverschämtheit die Erstarkung der Populisten. Trump, Strache, Orban, Salvini und wie sie alle heissen, sind nicht vom Himmel gefallen.

    Die von BLICK genannten Zahlen der Beiträge, die Müller in seinen Sack stecken darf, entlarven das Statement der Aargauer CVP-Politkkerin Ruth Humbel «Man verdient sich keine goldene Nase mit Mandaten im Gesundheitsbereich» nicht nur als Bullshit, sondern als pure Wählertäuschung. Es sei denn, CVP-Frau Humbel ist dermassen abgehoben, dass sie längst nicht mehr weiss, wie lange ein normaler «Büezer» in der Schweiz für 20'000 Franken arbeiten muss, wofür Damian «ich bin nicht schwul» Müller ein paar wenige Stunden – wenn überhaupt – Lobbyismus betreibt.

  • 25.1.2020 - Tag der Marktwirtschaft

    Kongos Delegation prellt am WEF die Zeche in Arosa – abgezockte Hoteliers stinksauer: «Fette Klunker, aber kein Geld»

    Anlässlich des WEF in Davos hat ein Teil der kongolesischen Delegation in Arosa logiert – und in gleich zwei Hotels die Zeche geprellt. Insgesamt 10'000 Franken sind ausstehend. Im BLICK packen die beiden Bündner Hotelbetreiber jetzt aus. Die Mächtigen aus Wirtschaft und Politik waren dieser Tage am Weltwirtschaftsforum in Davos GR anzutreffen. Unter ihnen auch der Präsident der Demokratischen Republik Kongo, Félix Tshisekedi (56). Begleitet wurde er von einer Heerschar an Delegierten. Doch weil der Platz knapp war und die Preise während des WEF in Davos exorbitant sind, mussten rund 20 kongolesische Delegierte auf Arosa GR ausweichen. Dort haben sie im Hotel Chamanna Bed & Breakfast des Bündner Hoteliers Marco Bühler (34) logiert. «Sie sind mit Limousinen vorgefahren, trugen Rolex-Uhren, Diamanten und Louis-Vuitton-Taschen», sagt Bühler zu BLICK. Sie buchten 20 Zimmer für 20 Personen während zwei Nächten. Kostenpunkt: 6868 Franken. Scheinbar zu viel für die kongolesische Delegation. Sie prellte die Zeche! «Fette Klunker tragen, aber kein Geld haben», prangert Bühler an. BLICK liegen entsprechende Dokumente vor. Und Recherchen zeigen: Bühler ist nicht der Einzige, dem es so erging. Auch im Hotel Bellevue in Arosa wurden Zimmer für die Entourage des kongolesischen Präsidenten gebucht, aber nicht bezahlt. Konkret: Zehn Zimmer für fünf Nächte. Der Preis: 7300 Franken. Schreibt BLICK.

    Na ja, das Desaster hält sich ja noch in Grenzen. So funktioniert nun mal die Marktwirtschaft, die bekannterweise alles regelt. Selbst in Afrika. Es gibt Gewinner und es gibt Verlierer. Stellt Euch vor, die ganze Delegation hätte Asyl beantragt. Was das erst kosten würde! Gehen wir doch mit einem Smile ins Wochenende. Oder wie die Amis zu sagen pflegen: Think positive. So great. Amazing.

  • 24.2.2020 - Tag der Durchlauferhitzer

    Vorsicht, Facebook-Virus! Claude Longchamp (62) heimtückisch gehackt

    Ein Klick und der Computer ist infiziert. Politologe Claude Longchamp wurde Opfer von Internet-Kriminellen – und leitete den Virus gleich an die Politiker weiter. «Uii, da wurde mein Konto offensichtlich aus dem Umfeld des Schweizer Parlaments wohl unbeabsichtigt gehackt», warnt Politologe Claude Longchamp (62) seine 3325 Facebook-Freunde. «Und ich habe ganz offensichtlich solche von ParlamentarierInnen gehackt, ebenso unbeabsichtigt.»

    Über die App «Messenger» hat Longchamp ein Video erhalten, das ihn betreffe. Von einem Ständerat. Den Namen nennt er nicht. «Fälschlicherweise habe ich das angeklickt, dann aber nicht angesehen, weil ich skeptisch wurde», sagt Longchamp zu BLICK. «Offenbar habe ich dabei aber schon zu viel gemacht und das Video weitergeleitet.» Er sei erst seit einem halben Jahr auf Facebook «und habe den Fall noch nicht erlebt». Schreibt BLICK.

    Ein Hauch von Jeff Bozos schwebt über dem Fliegenmann. Irgendwie - und ich stehe dazu - herrscht eine klammheimliche Freude. Wie kann man nur so dämlich sein? Diese Frage richtet sich an alle Social Media-Apologeten. Sie sind einfach zu weltfremd, zu abgehoben, um sich mit den Risiken ihrer geliebten Durchlauferhitzer wie Facebook, Instagram, Twitter und Messenger auseinanderzusetzen, geschweige denn sie zu verstehen.

  • 23.1.2020 - Tag der Klimaflüchtlinge

    «Historischer» Uno-Entscheid gibt zu reden: Bleiberecht für Klimaflüchtlinge

    Die Rede ist von einem «wegweisenden Urteil»: Der Uno-Menschenrechtsausschuss in Genf hat erstmals festgehalten, dass auch Klimaflüchtlinge ein Recht auf Schutz haben. Was bedeutet dieser Entscheid für die Schweiz? Ioane Teitiota hat verloren. Endgültig. Durch sämtliche Instanzen hat sich der dreifache Familienvater aus dem Pazifik-Inselstaat Kiribati gekämpft – bis nach Genf. Doch auch vor dem Uno-Menschenrechtsausschuss, der in der Schweiz seinen Hauptsitz hat, ist Teitiota abgeblitzt. Für Menschenrechtsorganisationen ist das Urteil des Uno-Gremiums, das jetzt bekannt geworden ist, trotzdem ein Erfolg – und was für einer! Von einem «historischen Fall» ist die Rede. Von einem «wegweisenden Urteil». Denn im Entscheid heisst es, dass Klimaflüchtlinge ein Recht auf Schutz haben. Das bedeutet, dass sie nicht in ihre Heimat zurückgeschickt werden dürfen, wenn ihr Leben dort wegen des Klimawandels in Gefahr ist. Es ist das erste Mal, dass ein internationales Organ den Schutz festhält. Schreibt BLICK.

    Wenn eine Lawine rollt, ist sie nicht mehr aufzuhalten. Da kommen gute Zeiten auf die SVP zu. Wie gut sie für die Bürgerinnen und Bürger werden, wenn dieses Fass ohne Boden, die Büchse der Pandora, erst aufgemacht ist, wird die Zukunft zeigen. Warum fällt mir jetzt ausgerechnet folgendes Zitat vom grossartigen Peter Scholl-Latour (1924 - 2014) ein? «Wer halb Kalkutta aufnimmt hilft nicht etwa Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta!»

  • 22.1.2020 - Tag der Fuhrhalter

    SVP-Präsident Glarner: «Wir haben die Themen AHV und Krankenversicherung verschlafen»

    Als neuer Präsident der SVP Aargau will Andreas Glarner die Volkspartei wieder auf «Blocher-Kurs» bringen. Spaltet er damit die SVP noch mehr oder bringt er sie tatsächlich zurück auf die Erfolgsspur? Der umstrittene Asylchef der SVP Schweiz und neue Präsident der SVP Aargau Andreas Glarner ist Gast im TalkTäglich. «Die klassischen SVP-Themen sind im Moment bei den Leuten einfach nicht zuoberst», konstatiert Cavalli. Glarner gibt sich selbstkritisch: «Wir haben ein paar Themen verschlafen, zum Beispiel die AHV oder die Krankenversicherung.» Beim Thema Lobbyismus geht Glarner mit seinen Parteigenossen hart ins Gericht: «Wir waren hier keinen Dreck besser als andere Parteien. Auch wir hatten 'Fuhrhalter', die plötzlich bei Krankenkassen im Vorstand sassen», teilt er gegen Ulrich Giezendanner aus - bekanntermassen sind die beiden keine dicken Freunde. Lobbyisten müssten aus der Gesundheitskommission ausgeschlossen werden, fordert Glarner. Er habe sich bereits früher mit diesem Anliegen an die Parteileitung gewandt. Schreibt die AZ.

    Das sind ja schon mal gute Ansätze und klare Analysen von Glarner. Die Luzerner SVP-Nationalrätin Yvette Estermann hat beispielsweise ihren Wahlkampf im Herbst 2019 für den Einzug in den Nationalrat genau mit den von Glarner beschriebenen Themen geführt und gewonnen. Ohne Facebook-, Twitter- und Instagram-Account notabene. Für seine «Mission Impossible» beim Kampf gegen die «Fuhrhalter» (Anmerkung: ... und «Fuhrhalterinnen», denn im Bereich Krankenkassen-Lobbyismus stimmt für einmal die Frauenquote) kann man ihm nur Glück und Durchhaltevermögen wünschen, sofern er seine Ansagen wirklich ernst meint. Die Hoffnung stirbt ja bekannterweise zuletzt. Und so wie Saulus zu Paulus mutierte, könnte auch aus einem «Dummschwätzer» ein veritabler Politiker werden.

  • 21.1.2020 - Tag der Neolippen

    «Cassis ist der Bundesrat von Glencore und Nestle» – Regula Rytz im Interview

    Die Klima- und Verkehrswende müsse sozialverträglich über die Bühne gehen, sagt Grünen-Präsidentin Regula Rytz. Sie will deshalb Familien mit Kindern und Jugendlichen gezielt entlasten – beim öffentlichen Verkehr. Und äussert sich zu Bundesrat Cassis: «Er ist der Bundesrat der Konzerne wie Glencore oder Nestle. Er will die Einwicklungszusammenarbeit zu einem Hilfsdienst für private Wirtschaftsinteressen umbauen. Und er hat die Europapolitik mit dem Angriff auf den Lohnschutz in die Sackgasse geführt. Scheitert das Rahmenabkommen, dann ist auch Cassis auf der ganzen Linie gescheitert. Das muss Konsequenzen haben.» Schreibt die Aargauer Zeitung.

    Dass sich Bundesrat Cassis sich vor allem als Wurmfortsatz von Glencore und Nestle auszeichnet, ist eigentlich eine altbekannte Tatsache und die logische Konsequenz im Verhalten eines Politikers der Neolippen-Partei FDP. Wer etwas anderes erwartet und ihn trotzdem gewählt hat, muss irgendwas geraucht, gesnifft oder geschluckt haben, was die Sinne total betäubt. Soll in diesen Kreisen ja öfters vorkommen, wie hinter vorgehaltener Hand gemunkelt wird. Was - im Umkehrschluss - die manchmal etwas arg blasssen Nasen gewisser ParlamentarierInnen erklären würde.

  • 20.1.2020 - Tag der Beton-Hasardeure

    «Der Flyer ist ein unsägliches Lügenpamphlet»: Gegner der Miet-Initiative hausieren mit alten Zahlen

    777 Millionen Franken habe der Bund schon mit der Förderung von günstigem Wohnraum verloren, behaupten die Gegner der Miet-Initiative. «Lüge», sagt Mit-Initiantin Jacqueline Badran. Drei Millionen Flyer landeten in den vergangenen Tagen in den Schweizer Haushalten. Darin warnen die vom Hauseigentümer-Verband angeführten Gegner der Miet-Initiative eindringlich vor einer «Verstaatlichung des Wohnungsmarkts». Als knackigstes Nein-Argument führen sie dabei «777 Millionen Franken Verluste des Bundes seit den 90er-Jahren mit Wohnbaudarlehen» an. Ein Argument, bei welchem SP-Nationalrätin Jacqueline Badran (58, ZH) an die Decke geht! «Der Flyer ist ein unsägliches Lügenpamphlet», wettert sie. «Die 777 Millionen haben mit dem heutigen Wohnraumförderungs-Gesetz und mit der Initiative null und nichts zu tun. Damit wird das Stimmvolk in die Irre geführt!» Auch Grünen-Nationalrat Michael Töngi (52, LU) ärgert sich: «Mit uralten Zahlen zu hausieren, ist reine Polemik», so das Vorstandsmitglied des Mieterverbands. HEV-Präsident Hans Egloff (60) wehrt sich gegen den Vorwurf der Irreführung: «Man weiss ja nie, was noch kommt. Bei den Bürgschaften für die Hochseeschifffahrt haben auch alle behauptet, das sei ein Supergeschäft. Jetzt zahlen wir Hunderte von Millionen.» Er räumt zwar ein, dass sich die 777 Millionen auf das alte Gesetz beziehen. Trotzdem sei deren Verwendung im aktuellen Abstimmungskampf gerechtfertigt. «Wir wollen damit zeigen, dass der Bund mit seinem Engagement in der Wohnbaupolitik schon einmal viel Geld verlocht hat», so der frühere SVP-Nationalrat. «Der Bund soll die Wohnbauförderung den Kantonen und Gemeinden überlassen. Die wissen besser, wo Bedarf besteht.» Auch für GLP-Nationalrat Martin Bäumle (55, ZH) ist klar: «Faktisch steht da nichts Falsches und die Quelle ist sauber deklariert», so der Co-Präsident des Nein-Komitees. Und: «Plakative Zuspitzungen gehören zu Abstimmungen.» Schreibt BLICK.

    Es war wie vom AVZ in einer früheren «Schlagzeile des Tages» vorausgesagt anzunehmen, dass die üblichen Verdächtigen aus dem Sumpf der Immobilienspekulanten vor der Abstimmung mit den ganz grossen Kanonen auffahren. Was erwarten wir denn anderes von Leuten wie HEV-Präsident Hans Egloff und dem notorischen Faktenverdreher GLP-Nationalrat Martin Bäumle, der in seiner Funktion als Green-Cross Präsident Schweiz mit dem Verschweigen von Fakten für einen unappetitlichen Skandal sorgte? Fake News gehören in der Immobilienbranche wie bei Politikern seit jeher zum Business as usual. Man schaue sich nur einmal die Prospekte der angebotenen Immobilien dieser Branche an. Da sich die Zunft der unseligen Beton-Hasardeure gegenseitig aus purer Dummheit (oder Unfähigkeit) auch noch die unsäglichen Claims abschreibt, preist sie ihre Objekte häufig mit der Superlative «Wohnen mit Weitsicht» an, obschon ein Blick vom Balkon der angebotenen Wohnung meistens das Gegenteil beweist, steht doch da in Zeiten des verdichteten Bauens nur 15 Meter entfernt (je nach gesetzlicher Auflage des Minimalabstandes) ausgerechnet der Nachbarsblock, der jegliche Weitsicht verhindert. Was von Bäumle vermutlich mit der Bemerkung gekontert würde, dass schliesslich auch 15 Meter Weitsicht sei. Womit er nicht einmal ganz unrecht hat, kommt es doch einzig und allein auf den Blickwinkel an. Und der ist bei den Immobilienfritzen leicht verschoben.

  • 19.1.2020 - Tag der Exklusivität

    Exklusive Rednerin: 9000 Franken für Doris Leuthard

    Doris Leuthard bleibt nach ihrem Rücktritt aus der Regierung eine gefragte Frau. Davon weiss sie zu profitieren. Wer die Ex-Magistratin für eine Rede buchen will, muss mit der Agentur Speakers verhandeln. «Die Höhe der Honorare ist Verhandlungssache und ist abhängig von der Art der Veranstaltung», sagt Speakers-Chefin Esther Girsberger auf Anfrage. Zu besagtem Honorar will sie sich nicht äussern. Doris Leuthard selbst argumentiert gegenüber SonntagsBlick, sie habe viele Anfragen und akzeptiere ein paar wenige pro Jahr, «teils pro bono, teils eben bezahlt». Es gebe viele spannende Themen, sie beschränke sich aber auf jene, mit denen sie sich auskenne. Schreibt SonntagsBlick.

    Von irgendwas muss ja die exklusive Rentnerin wohl ihren Lebensunterhalt bestreiten, oder? Mit der 220'000-Franken-Rente lässt sich ja nicht mal der Stromverbrauch Ihres Teslas finanzieren. Also weg mit Euren Neidkeulen! Doris ist keine Hillary. Die nimmt nämlich 50'000 Dollar pro Auftritt. Und nicht lächerliche 9'000 Fränkli.

  • 18.1.2020 - Tag des sonnigen Weekends

    Roger Hallam (53) ist der Anführer einer ultraradikalen Klimabewegung: «Wir wollen Millionen dazu bringen, Gesetze zu brechen»

    Er hat die radikalste Umweltschutzbewegung ins Leben gerufen. Nun will XR-Mitgründer Roger Hallam Millionen Menschen für seine Sache gewinnen – mit drastischen Mitteln. Das muss man erst mal schaffen: der eigenen radikalen Bewegung zu radikal zu sein. Der Klimaaktivist Roger Hallam (53) hat es geschafft. Nachdem der Mitgründer von Extinction Rebellion (dt. Rebellion gegen das Aussterben) in einem Interview mit der «Zeit» den Holocaust relativiert hatte, distanzierten sich die deutsche Ortsgruppe und Schweizer Aktivisten von dem Briten. Kritiker werfen ihm Panikmache vor. Auch am Worldwebforum in Zürich trat Hallam am Freitag wie ein Weltuntergangsprophet auf. Lob gibts nur für Greta Thunberg (17), die am selben Tag in Lausanne VD weilte. Dem Vielflieger-Publikum schleuderte er wütend entgegen: «Ihr werdet sterben!» Er will sie bekehren. «Ich mache hier gleich einen Workshop», erklärt er. Schreibt BLICK.

    Viel Lärm um stupide Schlagzeilen wie «ihr werdet sterben». Dass wir alle eines Tages sterben werden, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Das bevorstehende Weekend sollten wir uns von diesem etwas obskuren Bartli und seinen kruden Statements nicht verderben lassen. Gehen wir lieber mit unseren wunderbaren russischen Windhunden an der Sonne spazieren.

    Der Webmaster mit seinen russischen Windhunden Vladimir (Hüscht) und Iwan (Hott)
  • 17.1.2020 - Tag der MIGROS Bank

    Migros Bank steigert Gewinn 2019 um 12 Prozent

    Die Migros Bank hat im vergangenen Jahr deutlich mehr verdient als im Vorjahr und damit ein neues Rekordergebnis eingefahren. Dabei spielten aber Immobilienverkäufe eine Rolle. Im Kerngeschäft legten sowohl Volumen als auch Erträge zu. Schreibt BLICK.

    Immerhin präsentiert eine der unzähligen MIGROS-Abteilungen hervorragende Zahlen. Beim Mutterkonzern sieht's ja etwas anders aus. Noch nicht ganz Rot, aber leicht Orange.

  • 16.1.2020 - Tag der dummschwätzenden Sanierungsfälle

    Andreas Glarner ist neuer Parteipräsident: «Die SVP Aargau ist ein Sanierungsfall, sie soll ein Leuchtturm werden»

    Die Delegierten der SVP Aargau haben Andreas Glarner zum neuen Parteipräsidenten gewählt. Er überzeugte am Montagabend eine klare Mehrheit mit einer Brandrede. Er wird Nachfolger von Thomas Burgherr. Gegenkandidat Rolf Jäggi erreichte nur rund ein Drittel aller Stimmen. Im Vorfeld des gestrigen Parteitags in Lupfig galt parteiintern eher Rolf Jäggi als Favorit, weil Glarner als zu extrem galt, der eventuell SVP-Sympathisanten vertreiben könne. Doch es kam anders. Das zeichnete ab, je länger der Parteitag am Mittwochabend in Lupfig dauerte. Die Stimmung und die Voten im Saal kippten eindeutig zugunsten von Andreas Glarner. Andreas Glarner sprach nach Jäggi und versprach nicht zuviel mit seiner angekündigten «Brandrede». Glarner kam gleich zur Sache und mahnte seine Parteikollegen, dass es nicht so weiter gehen könne. «Die SVP ist ein Sanierungsfall», sagte Glarner. «Ja, wenn man jeden fünften Kunden verliert, also Wähler, ist man ein Sanierungsfall.» Glarner machte klar: Die nationalen Themen seien entscheidend, auch bei den Grossratswahlen. Es gebe kaum kantonale Themen, die im Sorgenbarometer der Schweizer wirklich wichtig seien. Glarner kritisierte Parteikollege Werner Laube, ohne dessen Namen zu nennen, der ihn in einem AZ-Artikel als «Imageproblem für die SVP» bezeichnet hatte. Glarner griff auch die Medien an: «Wir machen unseren Job nicht richtig, wenn die Medien uns plötzlich lieben würden.» Glarner nannte und kritisierte explizit auch die AZ. Im Gegensatz zu Jäggi nahm Glarner auf Vorbild Christoph Blocher Bezug. Nur dank ihm sei die SVP heute so stark. Glarner versprach, als Präsident die SVP Aargau zum «Leuchtturm für andere SVP-Sektionen in der Schweiz zu machen». Glarner Szenenapplaus. «Sie werden es keinen Tag bereuen, wenn Sie mir die Stimme geben.» Schreibt die Aargauer Zeitung.

    Ein Parteipräsident, den man laut Gerichtsurteil folgenlos einen «Dummschwätzer» nennen darf, ist tatsächlich ein Sanierungsfall. Da hat der grosse Social Media-Polterer recht. Jetzt muss Glarner nur noch den Hobel am richtigen Platz ansetzen, dann wird vielleicht doch noch was aus ihm. Nichts ist schon.

  • 15.1.2020 - Tag der geschlossenen Hose

    Minnas G. (30) wurde bei den Lenzerheide Bergbahnen fristlos entlassen: «Ich habe doch nur Pornos geschaut!»

    Minnas G. (30) schaute im Pausenraum Pornos. Und wurde von der Lenzerheide Bergbahnen AG (LBB) dafür rausgeschmissen. Das findet er übertrieben. Denn: «Meine Hose war immer zu!» Die LBB ergänzt ihr Reglement nun mit einem Porno-Passus. Er arbeitete hart als Saisonnier und Betriebsangestellter bei den Lenzerheide Bergbahnen AG (LBB). Bis vor wenigen Tagen reichte Minnas G.* (30) den Gästen am Skilift Valbella den Bügel. Doch letzte Woche erhielt er die fristlose Kündigung. Der Vorwurf: Er soll bei der Arbeit Pornos geschaut haben – vor anderen Mitarbeitern. Gegenüber BLICK gibt der Entlassene unverhohlen zu: «Ja, ich habe im Pausenraum Pornos geschaut. Die fristlose Kündigung finde ich aber übertrieben.» Er relativiert den Vorfall: «Meine Hose war ja immer zu!» Und: «Es war auf meinem privaten Tablet morgens, bevor der Betrieb losging.» Schreibt BLIGG.

    «Meine Hose war ja immer zu!» Das war möglicherweise der entscheidende Fehler, der zur Kündigung führte. Mit geschlossener Hose Porno schauen ist ein No Go. Von ex-Stadtpräsident Geri Müller lernen heisst siegen lernen.

  • 14.1.2020 - Tag des Greta-Trains

    Im Tunnel wirds unangenehm wegen undichter Klimaanlagen: Durchzug im neuen Stadler-Zug

    Der kupferfarbene Traverso ist das neue Zugpferd der SOB-Flotte. In Sachen Komfort macht er etwas her. Doch im Tunnel weht den Fahrgästen ein rauer Wind um die Nase. Erste Mängel müssen behoben werden. Derzeit fröstelt es Passagiere auf der Voralpenroute der Südostbahn (SOB) von St. Gallen nach Luzern. Genauer: im Rickentunnel. Während der vierminütigen Durchfahrt weht im neuen Stadler-Zug ein spürbarer Wind – im Innenraum bei den Fahrgästen! Ein Konstruktionsproblem. Eine Kinderkrankheit. Der Traverso, das neue Zugpferd der SOB, rollt erst seit letztem Juni über die Gleise. Und die ersten Monate zeigen: Es gibt ein Problem bei den Klimaanlagen. Dabei schwärmte Toni Häne (56), Leiter des SBB-Personenverkehrs, bei der Präsentation vor wenigen Monaten: «Alles hochwertig, eindeutig!» Schreibt BLICK.

    Blick irrt sich wieder mal gewaltig. STADLER ist wie immer der Zeit voraus. Der bemängelte Durchzug ist beabsichtig, denn damit fährt der «Traverso» als erste Zugskomposition der Welt absolut CO2-frei und klimaneutral durch die Landschaft. Wie Peter Spuhler von STADLER Rail auf Anfrage des Artillerie-Vereins Zofingen mitteilt, wird das Modell «Traverso» ab sofort nur noch als «Greta-Train» verkauft.

    STADLER TRAVERSO
  • 13.1.2020 - Tag des Showdown

    Showdown ums Aargauer SVP-Präsidium: Parteikollege schiesst scharf gegen Glarner, Jäggi geht als Favorit ins Rennen

    Am Mittwoch wählt die SVP Aargau einen neuen Parteipräsidenten. Kandidat Andreas Glarner hat einen schweren Stand. Der langjährige Wahlkampfleiter Werner Laube warnt: Glarner sei ein Imageproblem für die SVP. Gegenkandidat Rolf Jäggi geht als Favorit ins Rennen, auch bei ihm gibt es aber Fragezeichen. Nicht alle in der SVP waren erfreut, als vor Wochenfrist die Namen der zwei Nominierten für das Parteipräsidium bekannt wurden. Andreas Glarner zu extrem, Rolf Jäggi zu farblos, fanden einige SVP-Politiker. Ein ehemaliger Parlamentarier bat die Parteileitung sogar, nochmals über die Bücher zu gehen und die Wahl im Zweifelsfall zu Gunsten einer erweiterten Auswahl zu verschieben. Glarner versucht es nicht zum ersten Mal mit dem Sprung an die Parteispitze. Bereits 2005 trat er an, unterlag damals aber Thomas Lüpold. 2012 brachte sich Glarner wieder als Parteipräsident ins Spiel, verzichtete dann aber zu Gunsten von Thomas Burgherr auf eine Kandidatur. Jetzt versucht es Glarner nochmals. Trotz Aufstieg in den Nationalrat und landesweiter Bekanntheit hat Glarner bei seinen Aargauer Parteikollegen aber einen schweren Stand. Wer sich umhört, stösst immer wieder auf Bedenken gegenüber Glarner als möglichen Parteichef.

    «Andy Glarner ist ein Imageproblem für die SVP»

    Offen und ungeschminkt sagt dies Werner Laube, der langjährige Wahlkampfleiter der SVP Aargau. Laube traut Glarner zwar durchaus zu, «das Amt als Präsident der SVP Aargau problemlos bewältigen zu können» und attestiert ihm, «mutig für seine Überzeugung hinzustehen» und «im rechten Spektrum der Partei Wähler mobilisieren zu können». Aber für Laube überwiegen die Negativpunkte: «Seine provokative, manchmal unbedachte und oft auf die Person zielende Art wirkt auch für viele Wähler und Sympathisanten der SVP unsympathisch.» Vor allem Frauen und Junge, glaubt Laube, könnten sich nicht mit Glarner identifizieren. «Andy Glarner ist keine Identitätsfigur für die SVP Aargau; gemässigte Parteimitglieder und Sympathisanten könnten sich von der SVP abwenden.» Laubes Fazit: «Andy Glarner ist aus meiner Sicht ein Imageproblem für die SVP und keine Identifikationsfigur für die SVP Aargau.» Das sind harte Worte gegenüber einem Parteikollegen. Darauf angesprochen, kontert Glarner gewohnt angriffig: «Das sind keine echten SVPler», meint er zur Befürchtung, er würde gemässigte Mitglieder und Sympathisanten abschrecken. «Es geht hier nicht um die Ausrichtung», so Glarner, «Jäggi und ich sind inhaltlich nicht weit auseinander. Es geht mehr darum, wie wir unsere Politik verkaufen. Und da stehe ich für ein pointiertes Auftreten. Der Schmusekurs der letzten Jahre war nachweislich nicht erfolgreich.» Schreibt die AZ.

    Unser aller Fastfinger Andy, der seine «pointierten» Social Media-Posts meistens so schnell online stellt, dass die Hirnfunktion zeitlich kaum Schritt halten kann, darf gemäss Gerichtsentscheid «Dummschwätzer» genannt werden. Das ist eigentlich nur die logische Konsequenz für einen, der ausschliesslich die Strategie «Angriff» beherrscht, in der Verteidigung jedoch jämmerlich versagt und sich dadurch öfters der öffentlichen Lächerlichkeit preis gibt. Zitieren wir Napoleon I. Bonaparte: «Die Kriegskunst besteht in der Berechnung einer grossen Anzahl Fälle, deren Eintritt auf dem Kriegsschauplatz als möglich angenommen werden muss.» Glarner darf zwar folgenlos «Dummschwätzer» genannt werden; dumm ist er deswegen trotzdem nicht. Im Gegenteil. Doch leider fehlen ihm für den Aargauer SVP-Präsidentensessel die strategischen Fähigkeiten der Voraussicht, wie sie Napoleon beschreibt, die der Korse allerdings auch nicht immer befolgt hat. Und, wie die Geschichte beweist, letztendlich trotz seiner «pointierten» Reden immer wieder gescheitert ist. Es darf angenommen werden, dass auch die Aargauer SVP unter Glarner ihr Waterloo erleben würde.

  • 12.1.2020 - Sonntag der intellektuellen Ödnis

    Heissunger auf Mietwohnungen: Diesen Firmen gehört die Schweiz

    Swisslife, UBS, Credit Suisse, ZKB und Migros gehören Zehntausende Mietobjekte. Insgesamt sind bereits 40 Prozent im Eigentum von Unternehmen. Privatbesitzer ziehen sich zunehmend zurück. Hunderte Menschen, alte und junge, zuversichtliche und erschöpfte, stehen in Zürich für eine preiswerte Wohnung an. Die Schlange reicht über mehrere Strassenzüge, geht sogar ums Eck. Solche Szenen wurden zum Sinnbild verfehlter Wohnungspolitik. Knapper und daher hoch begehrter Wohnraum hat vor allem in den Metropolen zu ständig steigenden Mietpreisen geführt. Jetzt macht der Notstand natio­nale Schlagzeilen: In einem Monat stimmt die Schweiz über die Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» ab, die von Bund und Kantonen verlangt, preisgünstige Mietobjekte verstärkt zu fördern. Bei der Abstimmung geht es auch um eine Glaubensfrage: Welche Wohnungsbaupolitik die Wähler wollen. In den letzten Jahren haben Fonds, Versicherungen, Anlagestiftungen, Bankengruppen und Pensionskassen immer mehr Grundbesitz angehäuft und dort Gebäude hochgezogen. Warum sie einen solchen Heisshunger auf Häuser entwickeln, liegt auf der Hand: In Zeiten von Negativzinsen versprechen Immobilien attraktivere Renditen als andere Anlagen. Eine absurde Folge dieser Entwicklung: Weil auch Pensionskassen eine möglichst satte Rendite anstreben, um ihre Renten zu sichern, zahlen deren Mieter im Interesse der eigenen PK-Vorsorge eine höhere Miete. Schreibt SonntagsBlick.

    Die Immobilienfirmen haben zu viel Macht, schreibt SonntagsBlick-Chefredaktor Gieri Cavelty. Wie wahr! Und wer sichert sie ihnen dauerhaft? Frei nach Rolf Hochhuth: Die furchtbaren Lobbyisten des Parlaments. Beispiel gefällig? Der solariumgebräunte Luzerner FDP-Ständerat und Liebling aller Schwiegermütter Damian Müller ist einer dieser Spezies, der in sämtlichen Interviews vor der Herbstwahl 2019 nicht müde wurde, stets ungefragt und vermutlich proaktiv mit einem klaren Bekenntnis zu seiner intellektuellen Ödnis darüber zu palavern, dass er um Gotts Willen nicht schwul sei, anstatt detailliert über seinen Teilzeitjob bei Swisslife und seine Mandate bei Innerschweizer Immobilienklitschen (Architekturbüros etc.) zu reden. Ein Schelm wer Böses denkt.

  • 11.1.2020 - Tag der Onlineshop-Medien

    Beizentauglich, machtbewusst und fleissig: So muss Röstis Nachfolger sein

    Dieses Wochenende stellt die SVP die Weichen für die Nachfolge von Albert Rösti. BLICK sagt, was der künftige SVP-Präsident können muss. Dieses Wochenende schafft die SVP-Spitze Klarheit. An ihrer jährlichen Kadertagung im Vier-Stern Hotel Bad Horn in Horn TG wird sie eingrenzen, wer Nachfolger von Parteipräsident Albert Rösti (52) werden soll. Am Freitag legte der neunköpfige Parteileitungsausschuss das Anforderungsprofil für die Kandidaten fest: Was muss der Neue können, was muss er leisten? Sechs Eigenschaften sind unerlässlich:

    1. Der Stil des netten Albert Röstis gehört der Vergangenheit an. Das Experiment «hart in der Sache, anständig im Ton» ist gescheitert. Röstis Nachfolger wird wieder mehr provozieren müssen – so wie seine Vorgänger Toni Brunner (45) und Ueli Maurer (69) das taten. Allerdings: Ein richtiger Scharfmacher fehlt bei den möglichen Nachfolgern.

    2. Auch wenn sich in der SVP-Elite vermehrt Akademiker tummeln: Der Präsident muss Beizentauglich sein. Dort ankommen, wo die SVP ihre Wähler hat – auf dem Land, in den kleineren Gemeinden, bei den Büezern, Bauern und Rentnern. Hier hätten sicher Malermeisterin Sollberger und Landwirt Dettling Vorteile.

    3. Der Neue muss begeistern können – bei den letzten Wahlen sind viele SVP-Sympathisanten den Urnen ferngeblieben. Auch mit Initiativen und Referenden tut sich die grösste Partei des Landes schwer. Die SVP muss ihre Leute wieder mobilisieren – sonst verpuffen die politischen Forderungen.

    4. Gleichzeitig braucht die SVP einen Strategen an der Spitze – einen, der mit anderen Parteien dealen und sie gleichzeitig vor sich hertreiben kann. Das ist Rösti zu wenig gelungen – im Bundeshaus gab mehr und mehr Fraktionschef Thomas Aeschi (40) den Ton an.

    5. Das heisst auch: Der neue Präsident muss Lust an der Macht haben. Nicht nur, um sich als Leitwolf durchzusetzen, sondern auch, um die Kantonalparteien auf Linie zu bringen.

    6. Französisch-Kenntnisse sind mehr als nur von Vorteil. Um die stockende Eroberung der Romandie voranzutreiben, ist der neue SVP-Chef am besten bilingue.

    Herrlich! Unser aller Onlineshop* mit angegliedertem Boulevardblättchen «diktiert» der SVP das Anforderungsprofil für den zukünftigen Parteipräsidenten. Der Artillerie-Verein Zofingen liefert noch einen siebten Punkt: Unwählbar sind alle Kandidaten der SVP, die öffentlich «Dummschwätzer» genannt werden dürfen. Womit der Aargauer SVP-Nationalrat Andreas Glarner bereits aus dem Rennen ist. Mehr noch: Unter dieser Prämisse muss man sich fragen, ob da überhaupt noch jemand aus den Reihen der SVP in Frage kommt? Einige, auf die Punkt sieben nicht zutrifft, haben ja bedauerlicherweise längst abgesagt. Wie zum Beispiel der Luzerner SVP-Nationalrat Franz Grüter. Schade. Sehr schade sogar. Der Mann hätte alle Voraussetzungen, die SVP mit Anstand und der notwendigen Kompetenz in die Zukunft zu führen, in der die Digitalisierung eine wesentliche Rolle spielen wird.

    * Sehen Sie sich unter dem «BLIGG-Impressum» mal die Onlineshop-Aktivitäten von Ringier an. Dann verstehen Sie auch, weshalb BLIGG bei jedem Aufruf über das Internet mit vollkommen lächerlichen Argumenten um Ihre Registrierung buhlt. Es geht nur um Ihre persönlichen Daten. Die sind für jeden Online-Händler bares Geld wert. Der Fairness halber sei erwähnt, dass alle dem Tod geweihten Printmedien diese Unart praktizieren. Teilweise wird sogar die Telefonnummer für die «Freischaltung» verlangt (SRF). Da wundert man sich, dass unser Datenschützer ruhig auf seinem gemütlichen Stuhl sitzen bleibt.

  • 10.1.2020 - Tag der asiatischen Touristen

    Touristen aus Indien sorgen für Besucherrekord in Baden – doch nicht allen ist zum Jubeln zumute

    Noch vor wenigen Jahren waren Gäste aus Indien in Baden eine Seltenheit. 1500 Mal übernachteten sie im Jahr 2015 in der Stadt, machten damit nur einen Bruchteil aller Logiernächte aus. An der Spitze der Herkunftsländer lagen damals (hinter der Schweiz) Deutschland und die Vereinigten Staaten. Inzwischen sind die Inderinnen und Inder die wichtigsten ausländischen Hotelgäste geworden: Die Zahl ihrer Übernachtungen in der Stadt ist um das Achtfache gestiegen, lag 2018 bei 12850 und in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres bereits wieder bei über 11'000. Schreibt die AZ.

    Und so haben alle Schweizer Städte ihre ganz speziellen Gäste. Baden freut sich über etwas mehr als 10'000 Inder und Luzern ist inzwischen der unumstrittene Hotspot für Uhren, die flottesten Senioren und Chinesen. Nur mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass inzwischen knapp 300'000 Chinesen die schönste Stadt der Welt, also Luzern, pro Jahr (heim)suchen. Von solchen Zahlen ist Baden noch weit entfernt. Und etwas soll hier nicht unerwähnt bleiben: Die chinesischen Gäste haben auch so ihre ganz speziellen Eigenarten. Laut und ausgiebig Furzen am Esstisch im China-Restaurant und auf der Rolltreppe im Manor-Kaufhaus ist nur eine davon. Aber die Gäste aus Indien sind noch etwas spezieller. Die verrichten gleich die Notdurft in einer Ecke auf Charly Buchers Touristenschiff und fackeln die Hotelsuite ab. Vor zehn Jahren weigerten sich deshalb einige Luzerner Hotels, indische Gäste zu beherbergen. Das ist inzwischen nicht mehr der Fall. Man nimmt ihnen an der Rezeption schon beim Einchecken die Gaskocher ab. Höflich aber bestimmt. Don't curry. Be Happy.

  • 9.1.2020 - Tag der Insolvenz bei der BDP

    CVP und BDP wälzen Zukunftspläne: Mit Fusion gegen den Untergang?

    Kommt's nun doch zum Zusammenschluss der CVP und BDP? Hinter den Kulissen loten die Parteichefs Varianten aus. Einige Kantone machen Dampf. Die Mitteparteien denken laut über ihre Zukunft nach – und wälzen im Geheimem mögliche Strategien. Einerseits die CVP. Parteichef Gerhard Pfister (57) lässt derzeit analysieren, ob das «C» aus dem Parteinamen verschwinden soll. «Ich hatte im Wahlkampf viele Reaktionen von Leuten, deren politische Positionen mit denjenigen der CVP übereinstimmen. Sie unterstützten unsere Politik, sagten aber, sie könnten keine katholische Partei wählen», sagte er im BLICK-Interview. «Darauf müssen wir als Partei, die durchaus christliche Werte wie Solidarität vertritt, deswegen aber nicht konfessionell ausgerichtet ist, eine Antwort finden.» Ein Entscheid soll bereits im Juni fallen. Schreibt BLICK.

    Eigenartig. Gilt doch in der Schweiz die geheiligte Doktrin, dass der Markt alles regelt. Der Markt hat an den Wahlurnen im vergangenen Herbst 2019 ein klares Urteil gesprochen: Die BDP braucht niemand mehr – ein paar Hardcore-Gläubige und die an den Futtertrögen des Staates mampfenden BDP-«Staatsbeamten» ausgenommen. Normalerweise schickt doch unser aller Markt gescheiterte Unternehmen in die Insolvenz oder schliesst sie. Wickelt sie ab. Doch die BDP will eine Fusion mit der CVP. Vermutlich als Infusion für die ansonsten arbeitslosen BDP-ParlamentarierInnen. Die können ja nicht alle auch noch bei den Schweizer Krankenkassen untergebracht werden. Diese Posten sind schliesslich längst von FDP, SVP, SP, Grüninnen und Grünen und der CVP besetzt. Irgendwen vergessen? Stimmt: Denis Kläfiger, der etwas arg sonnengebräunte Chef der BDP Luzern, arbeitet ebenfalls bei einer Krankenkassen-Versicherung.

    Denis Kläfiger BDP Luzern
  • 8.1.2020 - Tag der Skistöcke

    Weisse Pracht, schwarze Zahlen, rote Köpfe an den Festtagen: Alpiner Tourismus jubelt über starken Saisonstart – anders die Skifahrer

    Rekordandrang in höher gelegenen Wintersportgebieten: Der Boom über die Festtage freut die Bergbahnen und ärgert manchen Skifahrer. Zum Start der Wintersaison zog es die Menschen auf die Skipisten. Die Bergbahnen transportierten rund 17 Prozent mehr Gäste als in den letzten fünf ­Jahren, wie der Verband Seilbahnen Schweiz mitteilt. Einige Skigebiete erreichten neue Tagesrekorde. Die Kehrseite: Auf vielen Pisten wurde es eng. Die Wartezeiten vor den Liften waren teilweise hoch, doch oft war das nicht das Hauptproblem, weil in den grossen Skigebieten die Kapazitäten in den letzten Jahren ausgebaut wurden. Eben noch die Tourismuskrise, und nun ist es auch wieder recht: zu viele Leute in den Bergen, Dichtestress, Overtourism! Für die Overtourism-These gibt es reichlich anekdotische Evidenz. Buchungssysteme sind unter dem Andrang kollabiert, hochgelobte Apps ebenso. Tagestouristen steckten im Stau, mussten sich vor den Ticketschaltern gedulden. In Parkhäusern kommt es zu Staus und später zur Schlagzeile: «Die Leute im Parkhaus wurden aggressiv.» Schreibt die Aargauer Zeitung.

    Was sagt eigentlich Greta (Gössi, die klimabakterische Wendehalspäpstin) zu diesem Thema? Und was meint ihr warmherziger Ständerat Damian Müller aus dem Kanton Luzern, der sich im Wahlkampf vom letzten Herbst mit seinen lauwarmen* Statements so vehement für eine Flugticketabgabe einsetzte? Wäre da nicht eine klimatisch bedingte Skipistenticketsteuer fällig? Das wäre doch eigentlich nur die logische Konsequenz aus den Verlogenheitsparolen der Wendehalspartei der «Freien Demokraten».

    * Um allfälligen Klagen wegen «Verbalinjurien» vorzubeugen: Der Begriff «lauwarm» wird in keiner Art und Weise in Bezug auf sexuelle Präferenzen irgendeiner Person verwendet, sondern ausschliesslich, wirklich und wahrhaftig nur im Zusammenhang mit dem lauwarmen Klima in unseren winterlichen Breitengraden. Alle anderen Deutungen dieses Begriffes sind frei erfunden.

  • 7.1.2020 - Tag der Aargauer Nebelschwaden

    Das Mittelland ist die Badewanne des Nebels

    Kräftige Gewitter in den Sommermonaten und Schneefälle sowie heftige Stürme im Winter. Das ist es , was Meteorologen lieben – also Spannung und Abwechslung. Je nachdem, wie intensiv man sich mit dem Wetter beschäftigt, kommt es vor, dass man mehrmals täglich die Wettermodelle konsultiert, um sich über die neusten Berechnungen zu informieren. Als am zuverlässigsten gilt unter den meisten Schweizer Meteorologen das europäische Wettermodell des European Centre for Medium-Range Weather Forecast (ECMWF) in Grossbritannien, an welchem sich die Schweiz gemeinsam mit 21 weiteren europäischen Staaten beteiligt. Als Abgleich wird mit zweiter Priorität meist das US-amerikanische Global Forecast System (GFS) konsultiert, welches vier Mal täglich – und somit doppelt so oft wie das europäische Modell – die Prognosen neu berechnet. Schreibt das Zofinger Tagblatt.

    Liebe Aargauerinnen und Aargauer. Nebel ist für Euch nicht nur eine triste Angelegenheit, sondern auch ein sehr gefährlicher Zustand. Sieht man doch die weissen Socken nicht im Nebelmeer. Doch frei nach Hölderlin wächst in der Gefahr das Rettende auch. Wenn Euch die Nebelschwaden aufs Gemüt drücken, besuchen Sie doch ganz einfach die wunderschöne Stadt Luzern. Am Fusse des Pilatus scheint stets die Sonne und Regentage kennt man kaum. Ausserdem können Sie mit «learning by doing» den ersten Crash-Sprachkurs in chinesisch absolvieren, was für die Zukunft wohl bald wichtiger als Ihre Englischkenntnisse sein wird.

    Chinesische Touristen in Luzern
  • 6.1.2020 - Tag der Wendehälse

    FDP-Präsidentin Gössi teilt im grossen Interview gegen links und rechts aus: «Die SVP politisiert an der Bevölkerung vorbei»

    Die Öko-Welle hat die FDP in Bedrängnis gebracht. Die Partei werde vermehrt Referenden ergreifen müssen, ist Petra Gössi überzeugt. Die FDP-Präsidentin spricht über den neuen Parteikurs, die Europa-Politik und das soziale Sprengpotenzial der Negativzinsen. FDP-Chefin Petra Gössi (43) führt ihre Partei seit vier Jahren. Als sie die FDP von ihrem Vorgänger Philipp Müller (67) übernommen hat, hatte dieser eine Trendumkehr geschafft. Mit der Partei ging es wieder aufwärts. Doch bei den Wahlen vom Oktober 2019 wählten nur noch 15,1 Prozent freisinnig. Gössi lässt sich davon aber nicht entmutigen, wie sie beim Treffen in ihrem Büro in Zürich bei Kaffee und Weihnachtsschoggi klarmacht. Schreibt BLIGG.

    Oh je, Frau Gössi mit ihrem warmseligen Personal teilt nach allen Seiten aus. Vermutlich als Folge einer tiefen Frustration, resultierend aus ihrer unglaubwürdigen Wendehalspolitik bei den letzten Wahlen und dem desaströsen Wahlergebnis. Kommt hinzu, dass längst hinter jedem Wasserfall die Messer gegen das Parteipräsidium gewetzt werden.

  • 5.1.2020 - Tag der kalkulierten Insta-Posts

    Hater attackieren Morena für Vergewaltigungs-Post

    Body-Positivity-Star Morena Diaz hat auf Instagram geschrieben, dass sie vergewaltigt wurde. Die Reaktionen darauf fallen teils heftig aus. «Ich wurde vergewaltigt und es tut immer noch weh.» Mit diesem Bekenntnis sorgte die bekannte Aargauer Primarschullehrerin Morena Diaz am vergangenen Donnerstag für Aufsehen. Der Vorfall hat sich laut ihres Posts drei Tage vor Heiligabend 2018 nach einem gemeinsamen Abendessen ereignet. Ihr Fall sei kein Einzelfall, schreibt sie im Post, und deshalb breche sie nun ihr Schweigen. Während viele diesen Schritt unterstützen und Diaz dafür loben, gibt es auch einige, die ihre Geschichte anzweifeln. «Sie sind eine feige Lügnerin», steht in einem Kommentar. «Sie sollten sich schämen», in einem weiteren. «Wen wundert's, bei jemandem, der sich so präsentieren muss», schreibt jemand – und dies öffentlich. Schreibt 20Minuten.

    Na ja, Body-Positivity-Star Morena Diaz hat vermutlich mit voller Absicht einen kalkulierten Post über ihre Vergewaltigung auf Instagram veröffentlicht. Wohlwissend, was auf sie zukommen wird. Wenn nicht, müsste an Ihrer Intelligenz gezweifelt werden. In ihrem Business sind Klicks, Verlinkungen und Reaktionen bares Geld wert. Man ist fast geneigt zu sagen «Gleich und Gleich gesellt sich gern». Denn ohne diese Dumpfbacken-Follower wäre Diaz kein Star. Wertfrei: Was immer auch ein «Body-Positivity-Star» sein soll. Mögen die Reaktionen auch noch so krude sein und sich jenseits von Gut und Böse bewegen. Dazu kommen noch die Durchlauferhitzer wie 20 Minuten, die über die «attackierte Morena» berichten und damit das Publikum jenseits von Instagram bedienen, denen der Insta-Müll und Morenas Befindlichkeiten normalerweise am Allerwertesten vorbeigehen. Was der AVZ jetzt übrigens auch gerade tut. So wir denn ehrlich sein wollen ... :)

  • 4.1.2020 - Tag der kleinen Yasna

    Zentralschweizer Neujahrsbaby: Pünktlicher hätte die kleine Yasna gar nicht auf die Welt kommen können

    Für die Familie Kabiri aus Erstfeld war die Silvesternacht kurz. Um 01:41 Uhr kam die kleine Yasna auf die Welt und ist somit das erste Baby in der Zentralschweiz, das im neuen Jahr geboren wurde. Für die Eltern geht ein grosser Wusch in Erfüllung. «Endlich! Ein Mädchen!» Die Freude bei Mutter Hasina Kabiri (23) und der ganzen Familie ist riesig. Kurz nach Mitternacht um 01:41 Uhr wurde die kleine Yasna geboren. Schon beim ersten Kind hatte das Paar, das aus Afghanistan stammt, ein Mädchen erwartet. Man habe rosa Kleider gekauft, doch dann kam ein Bub auf die Welt. Das war vor fünf Jahren, inzwischen lebt die Familie im Kanton Uri. Vor drei Jahren dann kam der zweite Sohn auf die Welt. Der Geburtstermin wurde damals auf den Neujahrstag errechnet. Doch das Baby kam ein paar Tage zu früh und wurde am 29. Dezember geboren. Sie habe schon schmunzeln müssen, als bei der dritten Schwangerschaft wieder der 1. Januar errechnet worden war, erzählt Hasina Kabiri. Diesmal stimmte der Termin, Yasna hätte also nicht pünktlicher auf die Welt kommen können. Schreibt die LZ.

    Das ist doch mal eine schöne Geschichte zum Jahresanfang in einer kriegerischen Welt. Drücken wir der kleinen Yasna sinnbildlich für alle ErdenbewohnerInnen die Daumen, dass alles gut wird.

  • 3.1.2020 - Tag der Amag-Erbin

    Wohnen auf nur 45 Quadratmeter in Zollikerberg ZH: Amag-Erbin baut 40 Mikro-Häuser

    In Zollikerberg ZH entstehen 40 sogenannte Tiny Houses. Die Häuser mit maximal 60 Quadratmetern Wohnfläche sollen einem neuen Bedürfnis gerecht werden. Die Baueingabe erfolgt noch Anfang Jahr. Ein neuartiges Bauprojekt für das neue Jahr: Am Zollikerberg soll eine Überbauung mit insgesamt 40 Mietwohnungen in Form von Tiny Houses entstehen. Die Mikrohäuser an der Forchbahn-Haltestelle Waldburg in Zollikerberg ZH werden zwischen 45 bis 60 Quadratmeter gross sein. Jede Wohnung soll einen eigenen, ebenerdigen Hauseingang erhalten, was den Wohnungen die Qualität von kleinen Einfamilienhäusern gibt. Der Wohnraum erstreckt sich meist über zwei Geschosse und umfasst zwei bis drei Zimmer. Jedes Mikrohaus kommt zudem mit einem kleinen Garten von 20 bis 30 Quadratmetern daher. Das Ziel der Projektverantwortlichen der Immobilienfirma UTO Real Estate Management (UTO): Die Miete der Tiny Houses soll rund 2000 Franken pro Monat betragen. «In dieser Grösse gibt es in Zürich derzeit nichts Ähnliches zu mieten», sagt Niels Lehmann, Projektentwickler bei UTO REM. Lehmann sagt, die Tiny Houses würden einem neuen Bedürfnis der Menschen entsprechen: «Die Menschen wollen weniger Fläche verbrauchen und ihren Konsum einschränken.» Bei der Miete könne man viel sparen. Schreibt BLIGG.

    Endlich mal eine Erbin, die mit ihrem Erbe etwas Sinnvolles auf die Beine stellt: Wohnraum, der flächenmässig den Bedürfnissen vieler Menschen entspricht. Daran gibt es nichts auszusetzen. Ausser der Tatsache, dass die Immobilienfritzen den Trend längst kennen, ihn aber bewusst nicht umsetzen. Weniger Wohnfläche = weniger Gewinn. Oder um es auf den Punkt zu bringen: Die Gier siegt über die Vernunft. Siehe Geistersiedlung in Wohlenschwil.

  • 2.1.2020 - Tag der Mietzinse

    BLICK beantwortet die wichtigsten Fragen zur Miet-Initiative: Erbitterter Kampf um billigere Wohnungen

    Am 9. Februar 2020 stimmen wir über die Initiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» ab. Gemäss Umfrage kommt sie im Volk gut an. Doch was will der Mieterverband genau? BLICK beantwortet die wichtigsten Fragen. Schreibt BLIGG.

    Liebe Immobilien-Spekulanten, Ihr dürft frohen Mutes auch im neuen Jahr weiter spekulieren bis Eure Blase platzt. Fürchtet Euch nicht, Ihr Unseligen. Dass die von der SP halbherzig unterstützte Initiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» vom Volk abgelehnt wird, ist (fast) so sicher wie das Amen in der Kirche. Dafür werden die Kommunikations- und Marketing-Stalinorgeln der vereinten Immobilienhaie schon sorgen. Auch die Kanonen der üblichen Verdächtigen aus den Lobbyisten-Parteien der FDP, CVP und – nicht zu vergessen – die Partei der «kleinen» Leute, die am meisten unter den Mieten leiden – unser aller SVP, werden aus allen Löchern schiessen und das ihrige zum Scheitern der Initiative beitragen. Schliesslich werden sie dafür bezahlt. Wessen Brot ich ess', dessen Lied ich sing'. Und das betroffene Wahlvolk? Wird wie immer bei solchen Abstimmungen an der Urne fehlen. Jedenfalls diejenigen, denen die hohen Schweizer Wohnungsmieten am meisten weh tun. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Zumal der Mieterverband nicht annähernd über die Mobilisierungsmöglichkeiten der mächtigen Immobilien-Lobby verfügt.

    PS: Bei einer Umfrage vom Handelsblatt über das Image von Berufen belegten die Immobilienhändler den zweitschlechtesten Platz, getoppt nur noch von den Versicherungsvertretern.

  • 1.1.2020 - Tag der Veganerfürze

    «Bekam Wohnung nicht, weil ich Veganer bin»

    Grillpartys, Babystillen und Luxusprobleme: Zwei Veganer äussern sich in unserer Videoserie zu Klischees und Vorurteilen. Berichtet in Wort und Bild 20Minuten.

    Irgendwie verständlich, dass die Veganer keine Wohnung bekommen. Veganer-Fürze sollen ja fürchterlich stinken. Von all den exotischen Früchten aus fernen Kontinenten, die täglich extra für die Veganer eingeflogen werden. Und Veganerinnen und Veganer, ja selbst ihre Kinder, würden sogar auf Rolltreppen in Kaufhäusern ab und zu einen fahren lassen. Hört man jedenfalls. Wer will mit solchen Leuten erst in einem Lift ins Penthouse fahren? Niemand!

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